Der hölzerne und weitgehend amagnetische Bootskörper sollte die magnetische Signatur möglichst gering halten. Dadurch wurde die Gefahr vermindert, magnetisch wirkende Seeminen unbeabsichtigt auszulösen. Für die Bekämpfung unterschiedlicher Minenarten verfügten die Boote über mechanische und fernwirkende Räumgeräte.
Gebaut wurde die DENEB bei der Schiffs- und Bootswerft Gebrüder Schürenstedt in Bardenfleth unter der Baunummer 1166. Der Baubeginn erfolgte am 5. April 1960, der Stapellauf am 11. September 1961.
Am 7. Dezember 1961 wurde das Boot bei der Bundesmarine in Dienst gestellt und dem 3. Minensuchgeschwader zugeteilt. Es führte zunächst die Kennung M 1089 und wurde innerhalb der ursprünglichen Nummerierung der schnellen Minensuchboote als SM 25 DENEB bezeichnet.
Zu den Aufgaben der DENEB gehörten Minensuch- und Räumübungen, die Ausbildung der Besatzung, Geschwaderfahrten sowie die Teilnahme an nationalen und multinationalen Manövern. Zur Selbstverteidigung war das Boot regulär mit einem 40-mm-L/70-Bofors-Geschütz ausgerüstet. Versuchsweise konnte eine Bewaffnung mit zwei 40-mm-Geschützen geführt werden.
Im Jahr 1966 erhielt die DENEB eine Grundüberholung. Diese Maßnahme diente der technischen Instandsetzung und trug dazu bei, dass das Boot seine ursprünglich vorgesehene Einsatzdauer deutlich überschreiten konnte.
Am 1. Januar 1968 wurde die bisherige Kennung M 1089 durch die neue Kennung M 1064 ersetzt. Unter dieser Kennung blieb das Boot bis zum Ende seiner Dienstzeit bekannt.
Wechsel zum 5. Minensuchgeschwader
Am 4. Oktober 1973 wechselte die DENEB vom 3. zum 5. Minensuchgeschwader.
Mit diesem Wechsel gehörte sie zu den Booten, die den Bestand des 5. Minensuchgeschwaders nach der vorzeitigen Außerdienststellung mehrerer anderer Einheiten verstärkten. Dort setzte die DENEB ihre Aufgaben in der Minenabwehr, Ausbildung und Geschwaderarbeit fort.
Nach fast 28 Jahren im aktiven Dienst wurde die M 1064 DENEB am 8. September 1989 außer Dienst gestellt. Damit gehörte sie zu den länger genutzten Booten der Schütze-Klasse.
Kennungsfolge
Die DENEB führte während ihrer Dienstzeit folgende Kennungen:
Die frühe Kennung M 1089 ist für die historische Zuordnung wichtig, da das Boot auf älteren Fotografien, Unterlagen und Besatzungsdokumenten unter dieser Nummer erscheinen kann.
Verbleib
Nach der Außerdienststellung blieb die DENEB zunächst erhalten. Eine längerfristige zivile Nutzung als Wohnboot, Heimschiff oder Yacht ist jedoch nicht zuverlässig dokumentiert.
Im Jahr 2000 wurde die ehemalige DENEB im dänischen Grenaa abgewrackt.
Damit endete ihr Lebensweg rund 39 Jahre nach der Indienststellung. Anders als einige ihrer Schwesterschiffe wurde die DENEB nicht dauerhaft als Vereins- oder Wohnschiff bewahrt.
Technische Daten
Klasse: Schütze-Klasse, Klasse 341.25
Typ: Schnelles Minensuchboot
Letzte Kennung: M 1064
Frühere Kennung: M 1089
Name: DENEB
Ursprüngliche Bezeichnung: SM 25
Bauwerft: Gebrüder Schürenstedt, Bardenfleth
Baunummer: 1166
Baubeginn: 5. April 1960
Stapellauf: 11. September 1961
Indienststellung: 7. Dezember 1961
Außerdienststellung: 8. September 1989
Verbandszugehörigkeit:
Grundüberholung: 1966
Verdrängung: maximal etwa 266 t
Länge: 47,20 m
Breite: 7,00 m
Tiefgang: 2,20 m
Seitenhöhe: 4,32 m
Antrieb: zwei Maybach-16-Zylinder-Viertakt-Dieselmotoren
Gesamtleistung: etwa 4.400 PS
Höchstgeschwindigkeit: etwa 20 kn
Fahrbereich: etwa 1.000 Seemeilen bei 18 kn
Bewaffnung: regulär ein 40-mm-L/70-Geschütz, versuchsweise zwei 40-mm-Geschütze
Besatzung: etwa 31 Mann
Endgültiger Verbleib: 2000 in Grenaa, Dänemark, abgewrackt