Die M 1056 RIGEL gehörte zur Klasse 340 der Schütze-Klasse und war eines der zehn Schnellen Minensuchboote des 1. Minensuchgeschwaders. Gebaut wurde das Boot bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder unter der Baunummer 5239. Innerhalb der Baureihe wurde es als Klasse 340.16 geführt.
Der Baubeginn erfolgte am 11. August 1961, der Stapellauf am 2. April 1962. Am 19. September 1962 wurde die RIGEL in Dienst gestellt und dem 1. Minensuchgeschwader zugeteilt. In der fortlaufenden Reihenfolge der Schnellen Minensuchboote wurde sie als SM 16 eingeordnet; ihre taktische Kennung lautete von Beginn an M 1056.
Kennung und Namensvorgänger
Bei der RIGEL ist kein späterer Wechsel der taktischen Kennung belegt. Die Angabe SM 16 bezeichnet lediglich ihre laufende Einordnung innerhalb der Baureihe und darf nicht als frühere Kennung verstanden werden.
Die Kennung M 1056 und der Name RIGEL waren zuvor bereits von einem älteren Räumboot getragen worden. Dieser Namensvorgänger, die ehemalige R 135, war im Dezember 1961 außer Dienst gestellt worden. Die neue RIGEL der Schütze-Klasse führte damit Namen und Kennung ihres Vorgängers weiter.
Dienst im 1. Minensuchgeschwader
Die RIGEL versah ihre gesamte belegte aktive Laufbahn beim 1. Minensuchgeschwader. Der Verband war in Flensburg-Mürwik stationiert und erhielt insgesamt zehn SM-Boote der Klasse 340, welche die älteren Räumboote schrittweise ersetzten.
Als Schnelles Minensuchboot war die RIGEL für das Räumen unterschiedlicher Minenarten, die Sicherung von Häfen und Fahrwassern sowie für nationale und multinationale Übungen vorgesehen. Die Boote der Schütze-Klasse konnten außerdem zum Minenlegen eingesetzt werden. Ihr weitgehend aus Holz gefertigter Rumpf und die Verwendung möglichst wenig magnetischer Werkstoffe reduzierten die magnetische Signatur beim Einsatz gegen Magnetminen.
Ein Umbau zu einem Minentaucherboot oder zu einer anderen militärischen Sonderverwendung ist für die RIGEL nicht belegt. Sie blieb bis zum Ende ihrer Dienstzeit ein Schnelles Minensuchboot.
Am 29. März 1990 wurde die M 1056 RIGEL nach mehr als 27 Jahren außer Dienst gestellt.
Historische Daten
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Name: RIGEL
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Kennung: M 1056
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Reihenbezeichnung: SM 16
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Typ: Schnelles Minensuchboot
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Klasse: Schütze-Klasse, Klasse 340
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Baureihenbezeichnung: 340.16
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Bauwerft: Abeking & Rasmussen, Lemwerder
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Baunummer: 5239
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Baubeginn: 11. August 1961
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Stapellauf: 2. April 1962
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Indienststellung: 19. September 1962
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Außerdienststellung: 29. März 1990
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Verband: 1. Minensuchgeschwader
Verbleib
Am 12. Juni 1991 wurde die ehemalige RIGEL über die VEBEG an einen Privatmann verkauft. Für 1992 ist sie als Motoryacht ACROSS nachgewiesen. Im Jahr 2007 wurde das ehemalige Minensuchboot unter dem Namen PRINZESS und unter zyprischer Registrierung geführt; vorgesehen war offenbar ein Umbau zum Segelschiff. Der weitere Verbleib ist in der ausgewerteten Quelle ausdrücklich als ungeklärt angegeben.
Für den Schiffsfinder sollten wir daher nicht behaupten, dass das Boot abgewrackt wurde oder heute noch existiert.
Von Kameraden für Kameraden
Die M 1056 RIGEL gehörte über 27 Jahre zum 1. Minensuchgeschwader. Ihre Dienstzeit umfasste nahezu den gesamten Kalten Krieg und endete nur wenige Monate vor der deutschen Wiedervereinigung.
Nach dem Niederholen der Dienstflagge begann für die RIGEL eine zivile Laufbahn, deren letzte bekannte Station unter dem Namen PRINZESS dokumentiert ist. Was anschließend aus dem ehemaligen SM-Boot wurde, bleibt bislang offen.