Gebaut wurde das Boot bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder. Die Werft führte es unter der Baunummer 5227, innerhalb der Baureihe wurde es als 340/04 eingeordnet. Der Stapellauf erfolgte am 26. Januar 1959. Am 21. Juli 1959 wurde die KREBS in Dienst gestellt. Damit gehörte sie zu den frühesten aktiven Neubauten dieser Klasse.
Kennungen
Die Überlieferung nennt für das Boot die Kennungsfolge:
SM 4 → M 1093 → M 1052
Dabei bezeichnete SM 4 die ursprüngliche Einordnung als viertes Schnelles Minensuchboot der Baureihe. Anschließend führte die KREBS zunächst die taktische Kennung M 1093 und später die endgültige Kennung M 1052.
Der Wechsel auf M 1052 stand im Zusammenhang mit der Neuordnung der Kennungen der Minenstreitkräfte. Die ältere Kennung M 1093 wurde später erneut vergeben – an das Schnelle Minensuchboot NEPTUN. Deshalb ist es für den Schiffsfinder wichtig, Namen und Kennungen stets gemeinsam und chronologisch darzustellen.
Die genaue Datierung der einzelnen Kennungswechsel ist in den derzeit ausgewerteten Datensätzen nicht durchgehend eindeutig angegeben. Die Kennungsfolge selbst ist jedoch belegt und wird vor der endgültigen Übernahme nochmals mit zeitgenössischen Schiffslisten abgeglichen.
Dienst als Schnelles Minensuchboot
Die KREBS war für die klassischen Aufgaben der damaligen Minenabwehr vorgesehen. Dazu gehörten insbesondere das mechanische Räumen von Ankertauminen sowie der Einsatz von Räumgeräten gegen magnetisch und akustisch ausgelöste Minen.
Die Boote der Schütze-Klasse konnten außerdem zum Legen von Minen eingesetzt werden. Ihr weitgehend aus Holz gefertigter Rumpf und die Verwendung möglichst wenig magnetischer Werkstoffe sollten ihre magnetische Signatur verringern und damit das Risiko beim Einsatz gegen Magnetminen reduzieren.
Für die KREBS ist kein späterer Umbau zu einem Minentaucherboot, Erprobungsfahrzeug oder einer anderen militärischen Sonderverwendung belegt. Sie blieb während ihrer aktiven Laufbahn ein Schnelles Minensuchboot.
Am 19. Oktober 1973 wurde die M 1052 KREBS nach gut 14 Dienstjahren außer Dienst gestellt.
Technische und historische Daten
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Name: KREBS
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Typ: Schnelles Minensuchboot
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Klasse: Schütze-Klasse, Klasse 340
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Baureihenbezeichnung: 340/04
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Bauwerft: Abeking & Rasmussen, Lemwerder
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Baunummer: 5227
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Stapellauf: 26. Januar 1959
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Indienststellung: 21. Juli 1959
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Kennungen: SM 4, M 1093, später M 1052
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Außerdienststellung: 19. Oktober 1973
Verbleib
Nach ihrer Außerdienststellung wurde die KREBS nicht abgewrackt. Im Jahr 1976 wurde sie der Marinekameradschaft Datteln übergeben und fortan als Heimschiff genutzt.
Da Datteln nicht unmittelbar an einem für ein Boot dieser Größe geeigneten dauerhaften Liegeplatz liegt, wurde die ehemalige KREBS später an Land gesetzt. Nach der vorliegenden Überlieferung befindet sie sich seit 1980 an Land und wird seit 1982 als Marinekameradschaftsheim genutzt.
Das Historische Marinearchiv führt die KREBS als erhaltenes deutsches Marinefahrzeug und vermerkt, dass sie 2023 noch vorhanden war. Damit gehört sie zu den wenigen erhalten gebliebenen Booten der Schütze-Klasse.
Von Kameraden für Kameraden
Die Geschichte der KREBS endete nicht mit dem Niederholen der Dienstflagge. Nach ihrer aktiven Zeit erhielt sie eine neue Aufgabe: als Treffpunkt und Marineheim für ehemalige Soldaten und Freunde der Seefahrt.
Gerade dieser Verbleib macht das Boot heute besonders wertvoll. Während zahlreiche Schwesterschiffe abgewrackt wurden oder nach ziviler Nutzung verloren gingen, blieb die KREBS als sichtbares Stück Bundesmarinegeschichte erhalten.