Kategorie: SM-Boot M1050 MIRA

M 1050 MIRA – Schnelles Minensuchboot der Schütze-Klasse

Die MIRA war das erste Boot der Klasse 340 und gehörte zu den ersten Schnellen Minensuchbooten, die speziell für die Bundesmarine entwickelt wurden. Mit ihr begann eine neue Generation moderner Minensuchboote, die in den folgenden Jahrzehnten das Bild der deutschen Minenabwehr prägen sollte.

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Gebaut wurde die MIRA auf der traditionsreichen Werft Abeking & Rasmussen in Lemwerder. Der Baubeginn erfolgte am 15. Juli 1959, der Stapellauf am 16. Dezember 1959. Nach Abschluss der Erprobung stellte die Bundesmarine das Boot am 22. November 1960 in Dienst. Zunächst erhielt es die taktische Kennung SM 8. Als erster Neubau des 1. Minensuchgeschwaders nahm die MIRA eine besondere Stellung innerhalb der neu aufgebauten Minensuchstreitkräfte ein.

Am 1. Juli 1961 führte die Bundesmarine ein einheitliches Kennungssystem für die Schnellen Minensuchboote ein. Aus SM 8 wurde die Kennung M 1050, unter der das Boot bis zu seiner Außerdienststellung bekannt blieb. Hintergrund war die schrittweise Freigabe der Kennungsreihe M 1050 bis M 1059 nach Außerdienststellung der Boote der Klasse 359.

Während ihrer gesamten Dienstzeit war die MIRA als Schnelles Minensuchboot im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehörten das Räumen von Kontakt-, Magnet- und akustischen Minen, die Sicherung von Seewegen sowie die Teilnahme an Übungen der Bundesmarine und der NATO. Wie ihre Schwesterschiffe bildete sie einen wichtigen Bestandteil der Minenabwehrkräfte während des Kalten Krieges.

Nach rund 13 Jahren aktiver Dienstzeit wurde die M 1050 MIRA am 12. Dezember 1973 außer Dienst gestellt und zunächst im Marinearsenal Kiel aufgelegt.

Technische Daten

  • Typ: Schnelles Minensuchboot
  • Klasse: Schütze-Klasse, Klasse 340
  • Werft: Abeking & Rasmussen, Lemwerder
  • Baunummer: 5231
  • Baubeginn: 15. Juli 1959
  • Stapellauf: 16. Dezember 1959
  • Indienststellung: 22. November 1960
  • Kennungen: SM 8 (1960–1961), M 1050 (ab 1. Juli 1961)
  • Außerdienststellung: 12. Dezember 1973

Geschwaderzugehörigkeit

  • 1. Minensuchgeschwader (ab Indienststellung)

Für die endgültige Fassung werden eventuelle spätere Geschwader- oder Unterstellungsänderungen nochmals mit weiteren Quellen abgeglichen.

Rufzeichen

Die während der Dienstzeit verwendeten Funkrufzeichen werden vor der Veröffentlichung des Schiffsfinder-Eintrags noch vollständig recherchiert und ergänzt.

Verbleib

Nach der Außerdienststellung verblieb die MIRA zunächst als Auflieger im Marinearsenal Kiel. Im Februar 1978 wurde sie als Übungshulk der Technischen Marineschule II in Brake genutzt. 1983 erfolgte der Verkauf an die Eberhard-Werft in Arnis. 1987 wurde das ehemalige Minensuchboot in Portsmouth zu einer Motoryacht umgebaut. Unter dem Namen MIRA existiert das Schiff bis heute als umgebautes ehemaliges Bundesmarineboot.

Von Kameraden für Kameraden

Als erstes Boot der Klasse 340 markiert die MIRA den Beginn einer neuen Generation deutscher Minensuchboote. Mit ihr begann die Erfolgsgeschichte der Schütze-Klasse, deren Boote über Jahrzehnte die Minenabwehr der Bundesmarine sicherstellten. Dass die MIRA heute noch – wenn auch in völlig anderer Form – existiert, macht sie zu einer der wenigen erhaltenen Einheiten dieser traditionsreichen Bootsklasse.