Kategorie: S 183 U-Boot 33
S 183 U-Boot 33 – U-Boot der Klasse 212A
Das U-Boot U 33 mit der militärischen Kennung S 183 ist die dritte Einheit der Klasse 212A der Deutschen Marine. Es gehört zum ersten Baulos der Klasse und verfügt über einen kombinierten dieselelektrischen und außenluftunabhängigen Brennstoffzellenantrieb.
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U 33 wurde bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG in Kiel gebaut. Die Kiellegung erfolgte am 30. April 2001. Am 13. September 2004 wurde das Boot in Kiel auf den Namen U 33 getauft und zu Wasser gelassen. Die Indienststellung für die Deutsche Marine erfolgte am 13. Juni 2006.
Dienst im 1. Ubootgeschwader
Seit seiner Indienststellung gehört U 33 zum 1. Ubootgeschwader. Der Heimathafen des Bootes ist Eckernförde.
Von dort aus nimmt U 33 an der nationalen Einsatz- und Gefechtsausbildung sowie an multinationalen Übungen teil. Zu seinen Aufgaben gehören die verdeckte Aufklärung, die Überwachung von Seegebieten und die Bekämpfung gegnerischer Überwasserschiffe und U-Boote.
Die Deutsche Marine führt U 33 weiterhin als Einheit des 1. Ubootgeschwaders. Offizielle Aufnahmen zeigen das Boot unter anderem während Übungen im Mittelmeer und in der Ostsee.
Außenluftunabhängiger Antrieb
U 33 verfügt neben dem Dieselmotor und der Fahrbatterie über eine Brennstoffzellenanlage. Sie ermöglicht es dem Boot, über längere Zeit vollständig getaucht zu operieren, ohne zum Laden der Batterien regelmäßig in Schnorcheltiefe gehen zu müssen.
In den Brennstoffzellen reagieren mitgeführter Wasserstoff und Sauerstoff miteinander. Dabei entsteht elektrische Energie, die für den Bordbetrieb und den Elektromotor genutzt werden kann. Als Reaktionsprodukt fällt im Wesentlichen Wasser an.
Da die Brennstoffzellen nahezu geräuschlos arbeiten und keine Außenluft benötigen, kann sich U 33 besonders unauffällig unter Wasser bewegen. Gemeinsam mit dem aus amagnetischem Stahl gefertigten Bootskörper verringert dies die akustische, magnetische und thermische Signatur.
Aufklärung und Unterwasserkampf
Eine der wichtigsten Aufgaben von U 33 ist die verdeckte Aufklärung. Das Boot kann über längere Zeit in einem Seegebiet verbleiben, Bewegungen beobachten und Informationen sammeln, ohne seine eigene Position offenzulegen.
Dazu verfügt U 33 über verschiedene aktive und passive Sonarsysteme. Bei der passiven Ortung werden die Geräusche anderer Schiffe und U-Boote aufgenommen, ohne eigene Schallimpulse auszusenden.
Die Informationen der Sonaranlagen, der Optronik und der elektronischen Aufklärung werden in der Zentrale zusammengeführt. Dort erstellt die Besatzung ein umfassendes Lagebild, bewertet Kontakte und bereitet bei Bedarf den Waffeneinsatz vor.
Aufgrund seiner geringen Geräuschentwicklung ist U 33 zugleich ein anspruchsvoller Übungsgegner für Fregatten, U-Boote, Hubschrauber und Seefernaufklärer. Im Jahr 2019 wurde das Boot während einer Übung zur U-Boot-Abwehr in der Ostsee eingesetzt.
Übungen im Mittelmeer
U 33 wurde wiederholt im Mittelmeer eingesetzt beziehungsweise dort für Übungen verwendet. Die offizielle Darstellung des 1. Ubootgeschwaders zeigt das Boot während einer Übung in diesem Seegebiet.
Die Fahrten dienen unter anderem der multinationalen Zusammenarbeit und der Ausbildung im Unterwasserkampf. Das Mittelmeer stellt wegen seiner unterschiedlichen Wassertiefen, der intensiven Schifffahrt und seiner besonderen hydroakustischen Bedingungen hohe Anforderungen an U-Boot-Besatzungen.
Einzelne bootsbezogene Beteiligungen an bestimmten NATO-Operationen sollten nur dann genannt werden, wenn dafür ein eindeutiger offizieller Nachweis vorliegt. Allgemein beteiligen sich deutsche Schiffe und Boote zeitweise an der maritimen Sicherheitsoperation Sea Guardian, deren Aufgaben unter anderem die Seeraumüberwachung und Terrorismusabwehr umfassen.
Unterstützung von Spezialkräften
Die Klasse 212A ist für die Zusammenarbeit mit Spezialkräften der Marine ausgelegt. Kampfschwimmer können verdeckt mit dem U-Boot in ein Operationsgebiet gebracht und unter Wasser durch ein Torpedorohr ausgeschleust werden.
Diese Fähigkeit wurde am 13. Juni 2023 an Bord von U 33 während des Besuches von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier demonstriert. Nach dem Umstieg auf das Boot nahm der Bundespräsident an einem Tauchgang in der Eckernförder Bucht teil. Angehörige des Kommandos Spezialkräfte der Marine führten dabei den Ausstieg und die Rückkehr von Kampfschwimmern über eine Torpedoluke vor.
Übung Vision 2020
U 33 nahm im Jahr 2020 am Seemanöver Vision 2020 teil. Das Boot operierte dabei unter anderem im Skagerrak gemeinsam mit weiteren Einheiten der Deutschen Marine.
Solche Verbandsübungen dienen dazu, das Zusammenspiel von U-Booten, Überwasserschiffen und unterstützenden Einheiten zu trainieren. U 33 konnte dabei sowohl als verdeckt operierende Aufklärungseinheit als auch als Übungsgegner für die U-Boot-Abwehr eingesetzt werden.
Bewaffnung
U 33 verfügt über sechs Torpedorohre mit einem Durchmesser von 533 Millimetern.
Die Hauptbewaffnung besteht aus drahtgelenkten Schwergewichtstorpedos des Typs DM2A4 Seehecht. Sie können gegen Überwasserschiffe und U-Boote eingesetzt werden.
Nach dem Abschuss bleibt der Torpedo zunächst über einen Lichtwellenleiter mit dem U-Boot verbunden. Dadurch können aktuelle Zieldaten übertragen und der Kurs des Torpedos während des Anlaufs angepasst werden.
Neben Torpedos kann U 33 Ausrüstung für besondere Aufklärungs- und Spezialkräfteoperationen mitführen.
Besatzung
Die reguläre Besatzungsstärke beträgt etwa 28 Soldatinnen und Soldaten. Bei besonderen Aufträgen kann zusätzliches Personal eingeschifft werden.
Die U-Boote der Klasse 212A werden nach einem Mehrbesatzungskonzept betrieben. Eine Besatzung kann daher zeitweise auf unterschiedlichen Booten der Klasse eingesetzt werden. Dadurch lassen sich Ausbildungs-, Einsatz- und Instandhaltungsphasen flexibler miteinander verbinden.
Der Bordalltag bleibt trotz der größeren Abmessungen gegenüber der Klasse 206 von Enge geprägt. Arbeitsplätze, Unterkünfte, technische Anlagen und die Kombüse liegen dicht beieinander. Privatsphäre ist nur eingeschränkt vorhanden.
Entscheidend für die Zusammenstellung einer U-Boot-Besatzung sind deshalb nicht nur fachliche Fähigkeiten. Auch die persönliche Eignung und das Zusammenpassen der Kameraden besitzen eine besondere Bedeutung.
Modernisierung und weiterer Dienst
U 33 steht weiterhin im Bestand der Deutschen Marine. Für alle sechs deutschen U-Boote der Klasse 212A wurde ein langfristiges Modernisierungs- und Betreuungsvorhaben vereinbart.
Die Maßnahmen umfassen technische Modernisierungen, Instandhaltungsleistungen und die Unterstützung des weiteren Betriebs. Damit soll die Einsatzfähigkeit der Klasse gesichert werden, bis die neuen deutsch-norwegischen U-Boote der Klasse 212CD zulaufen und darüber hinaus.
Von Kameraden für Kameraden
U 33 steht für eine moderne Generation deutscher U-Boot-Fahrer, deren Arbeit von hochentwickelter Technik und zugleich von den unveränderten Grundsätzen des U-Boot-Dienstes geprägt ist.
Unter Wasser ist jeder Kamerad auf die zuverlässige Arbeit des anderen angewiesen. Sonar, Navigation, Schiffstechnik, Waffenanlagen und Versorgung müssen wie ein einziges System zusammenwirken.
Wochenlange Abwesenheit, begrenzter Raum und die Verantwortung für das gesamte Boot verlangen Disziplin, gegenseitige Rücksichtnahme und uneingeschränktes Vertrauen.
U 33 steht deshalb nicht nur für Brennstoffzellenantrieb, Sonartechnik und moderne Torpedos. Das Boot steht vor allem für die Besatzungen, die es seit 2006 auf See führen und seine Fähigkeiten bei Übungen, Ausbildungsfahrten und Aufklärungsaufgaben unter Beweis stellen.
Technische Daten
Bootstyp: konventionelles Jagd-U-Boot mit außenluftunabhängigem Antrieb
Klasse: 212A
Baulos: erstes Baulos
Name: U 33
Kennung: S 183
Bauwerft: Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Kiel
Kiellegung: 30. April 2001
Taufe und Stapellauf: 13. September 2004
Indienststellung: 13. Juni 2006
Verbandszugehörigkeit: 1. Ubootgeschwader
Heimathafen: Eckernförde
Status: aktive Einheit der Deutschen Marine
Länge: etwa 56 Meter
Breite: etwa 7 Meter
Tiefgang: etwa 6 Meter
Verdrängung aufgetaucht: etwa 1.450 Tonnen
Verdrängung getaucht: etwa 1.830 Tonnen
Antrieb: dieselelektrisch mit außenluftunabhängiger Brennstoffzellenanlage
Fahrmotor: permanenterregter Elektromotor
Propeller: einer
Antriebsleistung: rund 3.120 Kilowatt
Höchstgeschwindigkeit über Wasser: etwa 12 Knoten
Höchstgeschwindigkeit getaucht: etwa 20 Knoten
Operative Tauchtiefe: nicht öffentlich bekannt
Besatzung: etwa 28 Soldatinnen und Soldaten
Torpedorohre: sechs Rohre mit 533 Millimeter Durchmesser
Hauptbewaffnung: Schwergewichtstorpedos DM2A4 Seehecht
Weitere Fähigkeiten: verdeckte Aufklärung und Unterstützung von Spezialkräften
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