Kategorie: P6066 S13 Fuchs

Schnellboot S13 FUCHS (P6066)

Geschichte

Die Fuchs (S13) war ein Torpedo-Schnellboot der Klasse 140 (Jaguar-Klasse) und gehörte zur ersten Gruppe der sogenannten Raubtierboote des 3. Schnellbootgeschwaders. Sie wurde am 17. März 1959 in Dienst gestellt. Die Jaguar-Klasse war die erste nach dem Zweiten Weltkrieg neu entwickelte Kriegsschiffklasse der Bundesmarine und bildete in den Anfangsjahren einen wichtigen Teil der deutschen Schnellbootwaffe.

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Eine besondere technische Einordnung ist bei der Fuchs wichtig: Erst ab diesem Boot wurden die Einheiten der Klasse 140 vollständig mit Waffen und Radargeräten ausgestattet. Die davor in Dienst gestellten Boote des 3. Schnellbootgeschwaders waren zunächst noch nicht in vollem Ausrüstungszustand übernommen worden.

Die Fuchs gehörte zum 3. Schnellbootgeschwader in Flensburg-Mürwik. Dieses Geschwader wurde am 1. Oktober 1957 aufgestellt und erhielt die erste Gruppe der Jaguar-Klasse mit den Landraubtiernamen. Bis Juli 1959 folgten dort die weiteren Boote dieser Gruppe.

Am 13. Juli 1973 wurde die Fuchs außer Dienst gestellt. Sie gehörte damit zu den Booten der Jaguar-Klasse, die im Zuge der Umstellung der Schnellbootwaffe auf modernere Flugkörperschnellboote aus dem aktiven Dienst genommen wurden.


Aufgabe und Besonderheiten

Die Fuchs war für den schnellen Torpedoangriff gegen gegnerische Überwasserstreitkräfte vorgesehen. Die Boote der Jaguar-Klasse sollten in Nord- und Ostsee gegnerische Einheiten angreifen, Küstenvorfelder überwachen, Seeverbindungen sichern und im Ernstfall auch Landungsunternehmen abwehren.

Wie alle Boote der Klasse 140 war auch die Fuchs klein, schnell und für den Einsatz im Verband gebaut. Ihre Hauptbewaffnung bestand aus vier 533-mm-Torpedorohren und zwei 40-mm-Bofors-Geschützen. Zusätzlich konnten die Boote mit einer Minenlegevorrichtung ausgerüstet werden.

Die Fuchs nimmt innerhalb der frühen Boote des 3. Schnellbootgeschwaders eine besondere Stellung ein, weil sie nach den vorliegenden Angaben das erste Boot dieser Gruppe war, das bereits vollständig mit Bewaffnung und Radargeräten in Dienst gestellt wurde.


Technische Daten

Klasse: 140, Jaguar-Klasse
Typ: Torpedo-Schnellboot
Kennung: S13 / P6066
Indienststellung: 17. März 1959
Außerdienststellung: 13. Juli 1973

Länge: 42,62 m
Breite: 7,10 m
Tiefgang: ca. 2,10 m
Verdrängung: ca. 183 t
Antrieb: 4 Dieselmotoren
Leistung: 12.000–14.400 PS
Geschwindigkeit: ca. 42 kn
Besatzung: 39 Soldaten

Bewaffnung:

4 × 533-mm-Torpedorohre
2 × 40-mm-Bofors L/70
4 Wasserbomben
Minenlegevorrichtung optional anstelle der achteren Torpedorohre

 


Geschwaderzugehörigkeit

Die Fuchs gehörte zum 3. Schnellbootgeschwader in Flensburg-Mürwik.


Verbleib

Nach ihrer Außerdienststellung am 13. Juli 1973 wurde die Fuchs zur Eberhard-Werft in Arnis gegeben und dort zum Abbruch bestimmt.


Von Kameraden für Kameraden

Die Fuchs gehörte zu den Raubtierbooten des 3. Schnellbootgeschwaders und stand für jene erste Generation von Schnellbooten, mit der die junge Bundesmarine ihre Einsatzfähigkeit im Ostseeraum aufbaute. Ihr Name passte zu dieser Bootsklasse: wachsam, schnell und auf den überraschenden Angriff ausgelegt.

Für ihre Besatzungen bedeutete der Dienst auf der Fuchs Seefahrt auf engem Raum, hohe Geschwindigkeit, Maschinenlärm, kurze Reaktionszeiten und starkes Vertrauen in jeden Mann an Bord. Sie war eines jener Boote, mit denen die Schnellbootfahrer der Bundesmarine ihre Tradition im Kalten Krieg neu prägten – von Kameraden für Kameraden.