Das 3. Schnellbootgeschwader wurde am 1. Oktober 1957 mit Heimathafen Flensburg-Mürwik aufgestellt und mit zehn Booten der Jaguar-Klasse ausgerüstet. Zu dieser Gruppe gehörten unter anderem Jaguar, Iltis, Wolf, Luchs, Leopard, Tiger, Panther, Löwe, Fuchs und Marder.
Im Jahr 1971 wechselte die Panther nach den vorliegenden Übersichten zum
5. Schnellbootgeschwader. Der Bootstausch zwischen dem 3. und 5. Schnellbootgeschwader stand im Zusammenhang mit der Umrüstung der Schnellbootverbände auf die späteren Flugkörperschnellboote der Klasse 148.
Am 1. März 1973 wurde die Panther bei der Bundesmarine außer Dienst gestellt.
Aufgabe und Besonderheiten
Die Panther war als klassisches Torpedo-Schnellboot für den schnellen Angriff auf gegnerische Überwasserstreitkräfte vorgesehen. Die Boote der Jaguar-Klasse waren klein, schnell und für den Einsatz im Ostseeraum entwickelt. Ihr Einsatzprinzip beruhte auf hoher Geschwindigkeit, überraschendem Torpedoeinsatz und anschließendem raschen Lösen aus dem Gefecht.
Die Jaguar-Klasse war mit vier 533-mm-Torpedorohren und zwei 40-mm-Bofors-Geschützen ausgerüstet. Zusätzlich konnten die Boote Wasserbomben führen; anstelle der achteren Torpedorohre war eine Minenlegevorrichtung möglich.
Eine belegte Besonderheit der Panther ist ihre Patenschaft mit Ludwigshafen-Oppau. Diese Patenschaften waren an die Bootsnamen gebunden und wurden später teilweise auf Nachfolgeboote gleichen Namens übertragen.
Technische Daten
Klasse: 140, Jaguar-Klasse
Typ: Torpedo-Schnellboot
Kennung: S24 / P6064
Indienststellung: 12. Dezember 1958
Außerdienststellung: 1. März 1973
Länge: 42,62 m
Breite: 7,10 m
Tiefgang: ca. 2,10 m
Verdrängung: ca. 183 t
Antrieb: 4 Dieselmotoren
Leistung: 12.000–14.400 PS
Geschwindigkeit: ca. 42 kn
Besatzung: 39 Mann
Bewaffnung:
4 × 533-mm-Torpedorohre
2 × 40-mm-Bofors L/70
4 Wasserbomben
Minenlegevorrichtung möglich
Geschwaderzugehörigkeit
Die Panther gehörte zunächst zum 3. Schnellbootgeschwader in Flensburg-Mürwik.
Nach den vorliegenden Übersichten wird sie später auch beim 5. Schnellbootgeschwader geführt.
Rufzeichen
Internationales Funkrufzeichen: DBOL.
Verbleib
Nach ihrer Außerdienststellung am 1. März 1973 wurde die Panther an die
Eberhard-Werft in Arnis abgegeben.
Von Kameraden für Kameraden
Die Panther gehörte zu den Raubtierbooten der Jaguar-Klasse und war Teil jener ersten Schnellbootgeneration, mit der die Bundesmarine ihre Schnellbootwaffe neu aufbaute. Ihr Name passte zu dieser Bootsklasse: schnell, wachsam und für den überraschenden Angriff geschaffen.
Für ihre Besatzungen bedeutete die Panther Dienst auf engem Raum, hohe Fahrt, kurze Reaktionszeiten und Vertrauen in jeden Mann an Bord. Ihre Patenschaft mit Ludwigshafen-Oppau zeigt, dass diese Boote nicht nur technische Einheiten waren, sondern Namen mit Verbindung, Erinnerung und Geschichte trugen – von Kameraden für Kameraden. ⚓