Kategorie: P6060 S5 Leopard

Schnellboot S5 LEOPARD (P6060)

Geschichte

Die Leopard (S5) war ein Torpedo-Schnellboot der Klasse 140 (Jaguar-Klasse) und gehörte zur ersten Gruppe dieser Bootsklasse. Sie wurde am 20. Mai 1958 in Dienst gestellt und war Teil des frühen Wiederaufbaus der Schnellbootwaffe der Bundesmarine im Kalten Krieg.

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Die Leopard gehörte zum 3. Schnellbootgeschwader in Flensburg-Mürwik. Dieses Geschwader wurde am 1. Oktober 1957 aufgestellt und erhielt zwischen November 1957 und Juli 1959 zehn Neubauten der Jaguar-Klasse. Dazu gehörten die Boote mit den Raubtiernamen, unter anderem Jaguar, Iltis, Wolf, Luchs, Leopard, Löwe, Fuchs, Marder, Tiger und Panther.

Während ihrer Dienstzeit war die Leopard Teil des laufenden Einsatz- und Ausbildungsbetriebs der Schnellbootwaffe. Die Boote der Klasse 140 waren für schnelle Torpedoangriffe gegen gegnerische Überwasserstreitkräfte vorgesehen und bildeten in den Anfangsjahren der Bundesmarine einen wichtigen Bestandteil der NATO-Verteidigung in Nord- und Ostsee.

Am 28. Mai 1973 wurde die Leopard außer Dienst gestellt. Damit gehörte sie zu den Booten der Jaguar-Klasse, die in der Übergangszeit zur moderneren Tiger-Klasse aus dem aktiven Dienst genommen wurden.


Aufgabe und Besonderheiten

Die Leopard war für den schnellen, überraschenden Torpedoangriff gebaut. Ihre Aufgabe bestand darin, gegnerische Überwasserverbände mit hoher Geschwindigkeit anzugreifen, sich rasch wieder zu lösen und im Küstenvorfeld sowie in der Ostsee als bewegliche Kampfeinheit eingesetzt zu werden.

Wie alle Boote der Jaguar-Klasse war sie klein, schnell und für ihre Zeit stark bewaffnet. Die Klasse erreichte Geschwindigkeiten von über 40 Knoten und verfügte über vier 533-mm-Torpedorohre sowie zwei 40-mm-Bofors-Geschütze. Zusätzlich konnten die Boote zum Minenlegen eingesetzt werden.


Technische Daten

Klasse: 140 (Jaguar-Klasse)
Typ: Torpedo-Schnellboot
Kennung: S5 / P6060
Indienststellung: 20. Mai 1958
Außerdienststellung: 28. Mai 1973

Länge: 42,62 m
Breite: 7,10 m
Tiefgang: ca. 2,10 m
Verdrängung: ca. 183 t
Antrieb: 4 × Mercedes-Benz MB 518 B Dieselmotoren
Leistung: rund 12.000 PS
Geschwindigkeit: über 40 kn
Besatzung: etwa 39 Soldaten

Bewaffnung:

  • 4 × 533-mm-Torpedorohre
  • 2 × 40-mm-Bofors L/70
  • Wasserbomben
  • Möglichkeit zum Minenlegen

 


Geschwaderzugehörigkeit

Die Leopard gehörte zum 3. Schnellbootgeschwader in Flensburg-Mürwik.


Rufzeichen

Internationales Funkrufzeichen: DBSD.


Verbleib

Nach ihrer Außerdienststellung am 28. Mai 1973 wurde die Leopard zunächst an die Firma Hirdes in Kiel abgegeben. Später wurde sie nach 1987 bei der Eberhard-Werft in Arnis zur Motoryacht „Heli I“ umgebaut.


Von Kameraden für Kameraden

Die Leopard gehörte zu den Raubtierbooten des 3. Schnellbootgeschwaders und stand für die frühe Schnellbootgeneration der Bundesmarine: schnell, wendig und auf den überraschenden Angriff ausgelegt. Auf engem Raum verlangte der Dienst von der Besatzung Können, Aufmerksamkeit und Vertrauen in jeden Kameraden an Bord.

Für viele Schnellbootfahrer waren Boote wie die Leopard prägende Einheiten der ersten Bundesmarinejahrzehnte. Sie erinnern an eine Zeit, in der die Schnellbootwaffe mit hoher Geschwindigkeit, klarer Aufgabe und starker Kameradschaft ihren Platz in der grauen Flotte fand – von Kameraden für Kameraden.