Kategorie: A1438 STEIGERWALD
A 1438 STEIGERWALD – Minentransporter und Minenleger der Klasse 762
Die A 1438 STEIGERWALD war die zweite Einheit der Sachsenwald-Klasse, Klasse 762. Von 1969 bis 1993 transportierte sie Seeminen und weiteres Material für die Minenstreitkräfte der Bundesmarine. Darüber hinaus konnte das Schiff die mitgeführten Minen selbst ausbringen und damit als Minenleger eingesetzt werden.
Mehr über diese Kollektion erfahren Beschreibung schließen
Gemeinsam mit ihrem Schwesterschiff A 1437 SACHSENWALD gehörte die STEIGERWALD über viele Jahre zum 1. Minensuchgeschwader in Flensburg-Mürwik. Sie war speziell auf die Anforderungen der Minenkriegführung in der Ostsee und den angrenzenden Seegebieten ausgerichtet.
Die STEIGERWALD blieb rund zwei Jahre länger im Dienst als ihr Schwesterschiff und war damit die letzte aktive Einheit der Sachsenwald-Klasse.
Bau und Indienststellung
Die STEIGERWALD wurde bei der Hamburger Werft H. C. Stülcken Sohn auf Kiel gelegt.
Nachdem die Stülcken-Werft 1966 von Blohm + Voss übernommen worden war, wurde der Bau dort fertiggestellt. Am 20. August 1969 stellte die Bundesmarine die STEIGERWALD gemeinsam mit der SACHSENWALD in Dienst. Das Schiff erhielt die Kennung A 1438.
Zur Klasse 762 gehörten:
A 1437 SACHSENWALD
A 1438 STEIGERWALD
Die Schiffe waren als Minentransporter und Minenleger konzipiert. Sie konnten Seeminen aus Marinedepots übernehmen, sicher in ihre Einsatzgebiete transportieren und bei Bedarf selbst über das Heck ausbringen.
Namensgebung
Der Name STEIGERWALD bezeichnet ein Mittelgebirge und großes Waldgebiet in Franken. Es liegt überwiegend zwischen den Städten Würzburg, Bamberg, Nürnberg und Rothenburg ob der Tauber.
Mit der Namensgebung setzte die Bundesmarine die Tradition fort, Versorgungsschiffe und Transporter nach deutschen Landschaften, Gebirgen und Waldgebieten zu benennen.
Der Name wurde von der Besatzung bei Übungen, Geschwaderfahrten und Hafenbesuchen über mehr als 24 Jahre in zahlreiche europäische Seegebiete getragen.
Auftrag als Minentransporter
Die Hauptaufgabe der STEIGERWALD bestand darin, Seeminen aus Depots und Marinestützpunkten zu den Minenstreitkräften zu transportieren.
Je nach Auftrag konnten unterschiedliche Minentypen und die dazugehörige Ausrüstung aufgenommen werden. Dazu gehörten:
-
Ankertauminen,
-
Grundminen,
-
Fernzündminen,
-
Übungsminen,
-
Minenzünder,
-
Transportgestelle,
-
Ersatzteile,
-
sowie weiteres Material für Minenlegeoperationen.
Die Minen wurden in besonders eingerichteten Laderäumen untergebracht. Dort mussten sie gegen Verrutschen, Stöße, Feuchtigkeit und unzulässige Temperaturveränderungen geschützt werden.
Beim Umgang mit der explosiven Ladung galten strenge Sicherheitsvorschriften. Sämtliche Arbeitsabläufe vom Laden über die Lagerung bis zum Ausbringen der Minen mussten sorgfältig vorbereitet und überwacht werden.
Minenlegen über das Heck
Die STEIGERWALD war nicht nur für den Transport von Seeminen vorgesehen. Sie konnte die mitgeführten Waffen auch selbst ausbringen.
Im Inneren des Schiffes befanden sich Schienen, Transportwagen und Führungseinrichtungen. Auf diesen Anlagen wurden die Minen aus den Laderäumen zum Achterschiff bewegt.
Am Heck verfügten die Schiffe der Klasse 762 über mehrere Minenpforten. Zusätzlich konnten Minen über Bahnen auf dem Hauptdeck bereitgestellt und ausgebracht werden.
Während eines Minenlegeeinsatzes fuhr die STEIGERWALD einen zuvor genau berechneten Kurs mit möglichst gleichbleibender Geschwindigkeit. Die Minen wurden in einer festgelegten Reihenfolge und in bestimmten Abständen ins Wasser gegeben.
Die genaue Position jeder ausgelegten Mine musste dokumentiert werden. Eigene und verbündete Einheiten benötigten diese Angaben, damit sichere Fahrwege festgelegt und spätere Räumoperationen vorbereitet werden konnten.
Bedeutung der Minenkriegführung
Seeminen gehören zu den wirkungsvollsten Waffen der Seekriegführung. Bereits eine begrenzte Anzahl kann wichtige Fahrwasser, Hafenzufahrten und Meerengen sperren oder die Bewegungsfreiheit gegnerischer Schiffe erheblich einschränken.
Für die Verteidigungsplanung der Bundesmarine war die Ostsee von besonderer Bedeutung. Ihre engen Durchfahrten, geringen Wassertiefen und begrenzten Schifffahrtswege boten günstige Voraussetzungen für den Einsatz von Seeminen.
Die STEIGERWALD sollte eigene Minensperren vorbereiten und ausbringen. Dadurch ergänzte sie die Minensuch- und Minenjagdboote, deren Aufgabe in der Suche und Räumung gegnerischer Minen bestand.
Transport, Legen, Suchen und Räumen von Minen bildeten gemeinsam einen wesentlichen Teil der maritimen Verteidigung während des Kalten Krieges.
Erste Verbandszugehörigkeit
Nach ihrer Indienststellung gehörte die STEIGERWALD zunächst zu den Versorgungseinheiten der Bundesmarine.
Die beiden Schiffe der Klasse 762 waren anfangs dem Trossschiffverband beziehungsweise dem 1. Versorgungsgeschwader zugeordnet. Ihre besondere Konstruktion und ihr militärischer Auftrag unterschieden sie jedoch deutlich von gewöhnlichen Transport- und Versorgungsschiffen.
Anschließend wurden SACHSENWALD und STEIGERWALD den Minenstreitkräften unterstellt.
Dienst im 1. Minensuchgeschwader
Ab 1972 gehörte die STEIGERWALD zum 1. Minensuchgeschwader in Flensburg-Mürwik.
Der Verband verfügte damit neben seinen Minensuchbooten und Unterstützungseinheiten über eigene Schiffe für den Transport und das Ausbringen von Seeminen.
Die Stationierung in Flensburg war für den Einsatz in der westlichen Ostsee besonders geeignet. Von dort aus konnte die STEIGERWALD schnell die Flensburger Förde, die dänischen Meerengen und die wichtigen Seegebiete zwischen Deutschland und Dänemark erreichen.
Über mehr als zwei Jahrzehnte gehörte das Schiff zum vertrauten Bild des Marinestützpunktes Flensburg-Mürwik.
Zusammenarbeit mit Minensuchbooten und Tendern
Bei Übungen arbeitete die STEIGERWALD eng mit Minensuchbooten, Tendern und weiteren Einheiten zusammen.
Eine typische Übung konnte mehrere aufeinanderfolgende Abschnitte umfassen:
-
Übernahme der Übungsminen,
-
technische Kontrolle und Vorbereitung,
-
Transport in das vorgesehene Seegebiet,
-
Berechnung der Minensperre,
-
Ausbringen der Minen,
-
Dokumentation ihrer Positionen,
-
Suche durch die Minensuchboote,
-
sowie anschließende Räumung und Bergung.
Die STEIGERWALD konnte außerdem Minen und Material an andere Einheiten übergeben. Historische Aufnahmen zeigen das Schiff gemeinsam mit Tendern und Minensuchbooten bei der Vorbereitung solcher Operationen.
Geschützte Minenräume
Der Transport von Seeminen erforderte besonders gesicherte Ladebereiche.
Die Minenräume verfügten über Einrichtungen zur Belüftung, Überwachung und Brandbekämpfung. Temperaturen und Zustand der Ladung mussten regelmäßig kontrolliert werden.
Der äußere Zugang zu den geschützten Bereichen erfolgte durch eine ABC-Schleuse mit Dekontaminierungsmöglichkeiten. Dadurch sollte die Besatzung auch unter atomarer, biologischer oder chemischer Bedrohung weiterarbeiten können.
Die technische Unterteilung des Schiffes sollte verhindern, dass sich ein Brand oder eine Beschädigung unkontrolliert auf sämtliche Ladebereiche ausbreitete.
In den Minenräumen galten besonders strenge Vorschriften gegen Funkenbildung, offenes Feuer und unzulässige elektrische Arbeiten.
Ladeeinrichtungen
Die Minen wurden mit den bordeigenen Kränen übernommen und anschließend auf speziellen Transportwagen innerhalb des Schiffes bewegt.
Schienen und Führungen verbanden die Übernahmestellen mit den Lagerbereichen und den Minenlegeeinrichtungen am Heck.
Die Anlagen ermöglichten es, schwere Minen kontrolliert durch das Schiff zu bewegen und beim Minenlegen in der vorgesehenen Reihenfolge bereitzustellen.
Decksmannschaft, Minenpersonal, Maschinenbesatzung und Brücke mussten während des gesamten Vorgangs eng zusammenarbeiten. Jede Mine musste eindeutig gekennzeichnet, technisch überprüft und dem richtigen Platz innerhalb der geplanten Sperre zugeordnet sein.
Technische Daten
Kennung: A 1438
Name: STEIGERWALD
Klasse: 762
Klassenbezeichnung: Sachsenwald-Klasse
Typ: Minentransporter und Minenleger
Bauwerft: H. C. Stülcken Sohn beziehungsweise Blohm + Voss, Hamburg
Indienststellung: 20. August 1969
Außerdienststellung: 4. November 1993
Heimathafen: Flensburg-Mürwik
Verband: zuletzt 1. Minensuchgeschwader
Länge: 111 Meter
Breite: 13,9 Meter
Tiefgang: rund 3,4 Meter
Verdrängung: rund 2.962 Tonnen
Antrieb: zwei Dieselmotoren
Leistung: jeweils rund 2.800 PS
Anzahl der Wellen: zwei
Propeller: zwei Verstellpropeller
Höchstgeschwindigkeit: etwa 17 Knoten
Besatzung: rund 65 Soldaten.
Antrieb und Manövrierfähigkeit
Die STEIGERWALD wurde von zwei Dieselmotoren mit jeweils rund 2.800 PS angetrieben.
Jeder Motor wirkte über eine eigene Welle auf einen Verstellpropeller. Durch die Veränderung der Propellerblattstellung konnten Geschwindigkeit und Schub angepasst werden, ohne die Drehrichtung der Motoren wechseln zu müssen.
Die Höchstgeschwindigkeit lag bei etwa 17 Knoten.
Beim Minenlegen war jedoch eine gleichmäßige und exakt eingehaltene Geschwindigkeit wichtiger als eine hohe Fahrt. Bereits geringe Abweichungen hätten die Abstände zwischen den ausgelegten Minen und damit die geplante Wirkung der Sperre verändert.
Auch beim Manövrieren mit anderen Schiffen, bei der Übernahme von Minen und in den engen Gewässern der Flensburger Förde war eine präzise Schiffsführung erforderlich.
Bewaffnung
Zur ursprünglichen Bewaffnung der STEIGERWALD gehörten zwei 40-mm-Doppellafetten.
Ein Geschützstand befand sich im vorderen Bereich, der zweite achtern. Die Geschütze dienten dem Eigenschutz gegen Luftziele und kleinere Überwassereinheiten.
Ein Minentransporter mit großen Mengen explosiver Ladung wäre in einem militärischen Konflikt ein besonders wertvolles und gefährdetes Ziel gewesen.
Die Besatzung musste deshalb neben dem Minendienst auch Artillerieausbildung, Gefechtsdienst, Brandabwehr und weitere Sicherungsaufgaben beherrschen.
Modernisierung in den 1980er-Jahren
In den 1980er-Jahren wurden beide Schiffe der Sachsenwald-Klasse modernisiert.
Die offene Brücke wurde umgebaut und durch eine geschütztere Ausführung ersetzt. Hinter der Brücke entstand ein zusätzlicher Raum für elektronische Unterstützungsmaßnahmen.
Auf Höhe des Schornsteins wurden an beiden Seiten des Oberdecks Plattformen für Düppelraketenwerfer des Typs Breda angebracht. Die Werfer konnten Metallstreifen und andere Täuschkörper ausstoßen, die auf gegnerischen Radargeräten Scheinziele erzeugten.
Dadurch sollten radargelenkte Seezielflugkörper vom Schiff abgelenkt werden. Die Bedienung der Täuschkörperwerfer erfolgte aus dem neu eingerichteten Raum für elektronische Kampfführung.
Besondere Schornsteinverkleidung
Die STEIGERWALD erhielt später zusätzlich eine auffällige Verkleidung ihres Schornsteins.
Diese Konstruktion sollte die heißen Abgase besser mit der Umgebungsluft vermischen und dadurch die Wärmesignatur des Schiffes verringern.
Eine geringere Hitzesignatur erschwerte die Erfassung durch infrarotgelenkte Flugkörper. Die STEIGERWALD unterschied sich durch diese spätere Veränderung äußerlich von ihrem Schwesterschiff SACHSENWALD.
Die Maßnahme zeigte, wie sich die Bedrohungslage während der langen Dienstzeit verändert hatte. Neben Radar und klassischen Luftangriffen mussten zunehmend moderne Seezielflugkörper berücksichtigt werden.
Leben an Bord
Die Besatzung der STEIGERWALD bestand aus rund 65 Soldaten.
Das Schiff bot mehr Raum als die kleineren Minensuchboote. Ein erheblicher Teil des Rumpfes wurde jedoch von den Minenräumen, Transportanlagen und technischen Einrichtungen beansprucht.
Der tägliche Dienst umfasste:
-
Brücken- und Maschinenwachen,
-
Wartung der Antriebsanlagen,
-
Kontrolle der Minenräume,
-
Pflege der Kräne und Transportbahnen,
-
Ausbildung im Minenlegen,
-
Waffen- und Gefechtsdienst,
-
Brand- und Leckabwehr,
-
ABC-Abwehr,
-
sowie den allgemeinen Bordbetrieb.
Beim Umgang mit Minen war besondere Disziplin erforderlich. Arbeitsabläufe durften nicht eigenmächtig verändert oder beschleunigt werden.
Jeder an einer Lade- oder Minenlegeoperation beteiligte Kamerad musste seine Aufgabe und die damit verbundenen Gefahren genau kennen.
Bordhund Flecki
Zur Geschichte der STEIGERWALD gehört auch der Bordhund Flecki.
Bordhunde waren auf verschiedenen Schiffen und Booten der früheren Bundesmarine anzutreffen. Sie gehörten zum Bordalltag, begleiteten ihre Besatzungen und wurden häufig zu Maskottchen und festen Mitgliedern der Bordgemeinschaft.
Flecki wird in Erinnerungen ehemaliger Marineangehöriger ausdrücklich als Bordhund der STEIGERWALD genannt.
Solche persönlichen Erinnerungen zeigen eine Seite des Bordlebens, die in technischen Daten und offiziellen Unterlagen kaum sichtbar wird.
Mann-über-Bord-Unfall 1970
Am 1. Juni 1970 ereignete sich auf der STEIGERWALD ein Mann-über-Bord-Vorfall.
Der Vorgang wurde von der Marine untersucht und ist in den Havarieakten des Bundesarchivs dokumentiert.
Mann-über-Bord-Lagen gehörten zu den gefährlichsten Notfällen an Bord. Besonders bei kaltem Wasser, starkem Seegang oder schlechter Sicht musste die Besatzung innerhalb kürzester Zeit reagieren.
Solche Ereignisse führten regelmäßig zu einer Überprüfung der Abläufe und flossen in die weitere Sicherheitsausbildung ein.
Kollision im Jahr 1972
Am 13. November 1972 war die STEIGERWALD an einer Kollision mit dem Handelsschiff KARIN beteiligt.
Auch dieser Zwischenfall wurde durch den zuständigen Havarieuntersucher der Marine geprüft und ist im Bundesarchiv dokumentiert.
Kollisionen konnten insbesondere in engen oder stark befahrenen Gewässern schwere Folgen haben. Für einen Minentransporter war ein solcher Unfall wegen seiner besonderen Ladung mit zusätzlichen Risiken verbunden.
Navigation, Ausguck, Kommunikation und die Einhaltung der Kollisionsverhütungsregeln gehörten deshalb zu den wichtigsten Aufgaben der Brückenbesatzung.
Übungen und Geschwaderfahrten
Während ihrer langen Dienstzeit nahm die STEIGERWALD an zahlreichen nationalen und internationalen Übungen teil.
Ihre hauptsächlichen Einsatzgebiete waren:
-
die westliche Ostsee,
-
die dänischen Meerengen,
-
die Nordsee,
-
sowie weitere europäische Küstengewässer.
Sie arbeitete dabei unter anderem zusammen mit:
-
Minensuchbooten,
-
schnellen Minensuchbooten,
-
Küstenminenjägern,
-
Tendern,
-
Versorgungsschiffen,
-
Marinefliegern,
-
sowie Einheiten verbündeter NATO-Marinen.
Bei Geschwaderfahrten und Hafenbesuchen vertrat die STEIGERWALD gemeinsam mit den anderen Einheiten die Minenstreitkräfte der Bundesmarine.
Die letzten Dienstjahre
Nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Ende des Kalten Krieges veränderten sich die militärischen Anforderungen grundlegend.
Der Bedarf an großen Spezialschiffen für den Transport und das Verlegen umfangreicher eigener Minensperren ging zurück. Gleichzeitig konnten moderne Minen auch von anderen Schiffen, Booten und Luftfahrzeugen ausgebracht werden.
Die SACHSENWALD wurde bereits 1991 außer Dienst gestellt. Die STEIGERWALD blieb noch zwei weitere Jahre beim 1. Minensuchgeschwader im Einsatz.
Damit war sie die letzte aktive Einheit ihrer Klasse.
Außerdienststellung
Am 4. November 1993 wurde A 1438 STEIGERWALD nach mehr als 24 Dienstjahren außer Dienst gestellt.
Mit ihrer Außerdienststellung endete die Geschichte der Sachsenwald-Klasse in der Deutschen Marine.
Das Schiff wurde anschließend an die bundeseigene Verwertungsgesellschaft VEBEG übergeben. Eine Übernahme durch eine ausländische Marine oder eine museale Erhaltung erfolgte nicht.
Verbleib
Die ehemalige STEIGERWALD wurde nach ihrer Aussonderung verkauft und anschließend zerlegt beziehungsweise der Materialverwertung zugeführt.
Ein Schiffsnummernverzeichnis nennt als Verwerter ein Kabelrecyclingunternehmen in Liebenwalde.
Das genaue Datum der vollständigen Zerlegung ist nicht zweifelsfrei dokumentiert.
Keines der beiden Schiffe der Sachsenwald-Klasse blieb als Museumsschiff erhalten.
Bedeutung der STEIGERWALD
Die STEIGERWALD erfüllte eine besondere Aufgabe innerhalb der Bundesmarine.
Sie transportierte große Mengen Seeminen, unterstützte die Minenstreitkräfte und konnte selbst vollständige Minensperren ausbringen. Damit verband sie logistische und operative Fähigkeiten auf einem gemeinsamen Schiff.
Ihre mehr als 24-jährige Dienstzeit fiel fast vollständig in die Zeit des Kalten Krieges. In dieser Epoche spielten Minensperren in der Ostsee und den dänischen Meerengen eine wichtige Rolle in der Verteidigungsplanung.
Durch ihre spätere Außerdienststellung war die STEIGERWALD zugleich der letzte Minentransporter und Minenleger ihrer Klasse im aktiven Dienst.
Kameraden für Kameraden
Die STEIGERWALD war ein Spezialschiff mit einer besonders verantwortungsvollen Aufgabe.
Ihre Besatzung übernahm explosive Ladung, kontrollierte und sicherte die Minen und brachte sie nach genau berechneten Plänen aus. Jeder Arbeitsschritt verlangte Konzentration, technisches Können und die genaue Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.
Brücke, Maschine, Decksmannschaft, Minendienst und Waffenpersonal mussten eng zusammenarbeiten. Jeder Kamerad musste sich darauf verlassen können, dass der andere seine Aufgabe zuverlässig erfüllte.
Die langen Jahre in Flensburg, die Übungen mit den Minensuchbooten, die Modernisierungen und die besondere Erinnerung an Bordhund Flecki prägten die Geschichte dieses Schiffes.
Die Produkte zur A 1438 STEIGERWALD erinnern an die letzte Einheit der Sachsenwald-Klasse – und an alle Kameraden, die zwischen 1969 und 1993 auf diesem Minentransporter und Minenleger gefahren sind.
-
Minentransporter A1438 STEIGERWALD - Emaille Tasse (Silber)
5.0 / 5.0
(1) 1 Bewertungen insgesamt
Normaler Preis €24,90 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €24,90 EUR