Kategorie: M2664 DIANA

M 2664 DIANA – Binnenminensuchboot der Frauenlob-Klasse

Die DIANA war ein Binnenminensuchboot der Frauenlob-Klasse, Klasse 394A, und gehörte fast drei Jahrzehnte zu den Minenstreitkräften der Bundesmarine und später der Deutschen Marine.

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Das Boot wurde auf der Krögerwerft in Rendsburg gebaut. Der Baubeginn erfolgte am 26. Mai 1966, der Stapellauf am 13. Dezember 1966. Am 21. September 1967 wurde die DIANA in Dienst gestellt und dem 7. Minensuchgeschwader in Neustadt in Holstein unterstellt.

Vom Küstenwachboot zum Binnenminensuchboot

Die Boote der Frauenlob-Klasse waren ursprünglich als Küstenwachboote der Klasse 362 vorgesehen. Die DIANA führte bei ihrer Indienststellung zunächst die Kennung W 37 und wurde als Küstenwachboot bezeichnet.

Bereits zum 1. Januar 1968 erfolgte die Umklassifizierung zum Binnenminensuchboot der Klasse 394. Gleichzeitig erhielt das Boot die Kennung M 2677.

Da das 7. Minensuchgeschwader zeitweise nicht als NATO-Verband eingestuft war, wechselten die Boote erneut ihre Kennungen. Die DIANA führte ab 1969 vorübergehend die Kennung Y 1658. Mit der NATO-Zuordnung des Geschwaders erhielt sie 1973 schließlich ihre dauerhaft bekannte Kennung:

M 2664 DIANA

Die vollständige Kennungsfolge lautete damit:

W 37 – M 2677 – Y 1658 – M 2664

Dienst im 7. Minensuchgeschwader

Die DIANA blieb während ihrer gesamten deutschen Dienstzeit dem in Neustadt stationierten 7. Minensuchgeschwader zugeordnet.

Die vergleichsweise kleinen und wendigen Binnenminensuchboote waren vor allem für den Einsatz in küstennahen Gewässern, Hafenzufahrten, Flussmündungen und anderen begrenzten Seegebieten vorgesehen. Ihre Aufgabe bestand darin, Seewege und Zufahrten nach Minen abzusuchen und mit mechanischem Minenräumgerät freizuhalten.

Der hölzerne Bootskörper sollte die magnetische Eigenwirkung des Bootes verringern und damit das Risiko bei der Arbeit in verminten Gewässern reduzieren.

Neben der eigentlichen Minenabwehr gehörten Ausbildungsfahrten, Manöver und Geschwaderübungen zum regelmäßigen Dienstbetrieb. Über viele Jahre prägten die Boote der Frauenlob-Klasse das Bild des Marinestützpunktes Neustadt.

Technische Daten

Klasse: Frauenlob-Klasse, Klasse 394A
Bootstyp: Binnenminensuchboot
Bauwerft: Krögerwerft, Rendsburg
Baunummer: 1317
Länge: etwa 43,8 Meter
Breite: etwa 8,2 Meter
Tiefgang: etwa 2,1 Meter
Verdrängung: rund 238 Tonnen
Antrieb: zwei Mercedes-Maybach-Dieselmotoren
Gesamtleistung: etwa 2.000 PS
Besatzung: rund 28 Soldaten
Bewaffnung: ein 40-mm-Bofors-Geschütz
Ausrüstung: mechanisches Minenräumgerät

Außerdienststellung und Dienst in Estland

Nach mehr als 27 Dienstjahren wurde die M 2664 DIANA am 16. Februar 1995 aus dem Dienst der Deutschen Marine genommen.

1997 übernahm die estnische Marine das ehemalige Binnenminensuchboot. Am 5. September 1997 wurde es unter der neuen Kennung M 415 und dem Namen OLEV in Dienst gestellt.

Damit setzte sich die Laufbahn des früheren deutschen Minensuchbootes noch mehr als ein Jahrzehnt in der estnischen Marine fort. Im Jahr 2008 wurde die OLEV dort außer Dienst gestellt.

Auch Jahre später lag das ehemalige Boot noch im Bereich des Hafens von Noblessner in Tallinn. Sein weiterer endgültiger Verbleib ist nicht zweifelsfrei dokumentiert.

Kameraden für Kameraden

Die DIANA war für viele Soldaten mehr als nur ein Binnenminensuchboot. Sie war Arbeitsplatz, Unterkunft und für Monate oder Jahre ein gemeinsames Zuhause.

Auf engem Raum entstanden Kameradschaften, die häufig weit über die aktive Dienstzeit hinaus Bestand hatten. Das Motiv der M 2664 DIANA erinnert an das Boot, seine Besatzungen und an eine Epoche der deutschen Minenstreitkräfte, in der seemännisches Können, technisches Verständnis und gegenseitiges Vertrauen unverzichtbar waren.

Von Kameraden für Kameraden – zur Erinnerung an die Besatzungen der M 2664 DIANA.