Kategorie: SM-Boot M1097 GEMMA

M 1097 GEMMA – Schnelles Minensuchboot der Schütze-Klasse

Die M 1097 GEMMA gehörte zur Schütze-Klasse, Klasse 341, einer umfangreichen Serie schneller Minensuchboote der Bundesmarine. Die Boote waren für die Minenabwehr in den Küstengewässern sowie in den Zufahrten und Seeverbindungen von Nord- und Ostsee vorgesehen. Ihr weitgehend amagnetischer Holzrumpf sollte die Gefährdung durch magnetisch wirkende Seeminen reduzieren.

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Gebaut wurde die GEMMA bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder unter der Baunummer 5230. Der Baubeginn erfolgte am 10. April 1959, der Stapellauf am 6. Oktober 1959. Am 10. Mai 1960 wurde das Boot bei der Bundesmarine in Dienst gestellt und dem 5. Minensuchgeschwader zugeteilt.

Innerhalb des Geschwaders wurde die GEMMA zunächst zusätzlich unter der internen Bezeichnung SM 7 geführt. Ihr Haupteinsatzgebiet lag in der Minenabwehr. Dazu gehörten die Ausbildung der Besatzung, Minensuch- und Räumübungen, Geschwaderfahrten sowie die Teilnahme an nationalen und multinationalen Manövern.

Die Schütze-Klasse bildete über viele Jahre einen wichtigen Bestandteil der deutschen Minenabwehrverbände. Die Boote vereinten eine für Minensucher vergleichsweise hohe Geschwindigkeit mit einem geringen magnetischen Eigenschutzwert und konnten unterschiedliche mechanische und fernwirkende Räumgeräte einsetzen.

Über einzelne besondere Einsätze der GEMMA liegen nur wenige zuverlässig belegte Angaben vor. In einigen Darstellungen wird erwähnt, dass sie während der ersten Dienstjahre zeitweise als Wachboot verwendet worden sei. Die zugrunde liegenden Quellen widersprechen sich jedoch bei der Zuordnung dieser Verwendung. Deshalb wird diese Angabe nicht als gesicherter Bestandteil ihres Lebenslaufes übernommen.

Nach mehr als 27 Dienstjahren wurde die M 1097 GEMMA am 18. Dezember 1987 außer Dienst gestellt. Damit endete ihre aktive Laufbahn bei der Bundesmarine.

Verbleib

Nach der Außerdienststellung blieb die GEMMA erhalten und wurde in Wilhelmshaven als privates Wohnboot genutzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Booten der Schütze-Klasse wurde sie somit zunächst nicht verschrottet, sondern für eine zivile Nutzung umgebaut.

Über viele Jahre lag das ehemalige Minensuchboot im Bereich des Ems-Jade-Kanals südlich von Wilhelmshaven. Mit zunehmendem Alter verschlechterte sich sein Zustand jedoch erheblich. Im August 2013 sank die GEMMA an ihrem Liegeplatz beziehungsweise wurde dort als teilweise gesunkenes Wrack dokumentiert.

Das ehemalige Boot wurde später wieder gehoben, blieb jedoch in einem stark verfallenen Zustand erhalten. Eine dauerhafte Sicherung oder Restaurierung erfolgte nicht. Im September 2016 wurde die GEMMA schließlich in Wilhelmshaven abgebrochen.

Damit endete der ungewöhnlich lange Lebensweg des Bootes fast drei Jahrzehnte nach seiner Außerdienststellung. Die GEMMA gehört zu den Einheiten der Schütze-Klasse, die nach ihrer Marinezeit noch über viele Jahre sichtbar erhalten blieben, schließlich jedoch nicht dauerhaft bewahrt werden konnten.

Technische Daten

Klasse: Schütze-Klasse, Klasse 341.07
Typ: Schnelles Minensuchboot
Kennung: M 1097
Name: GEMMA
Interne Anfangsbezeichnung: SM 7

Bauwerft: Abeking & Rasmussen, Lemwerder
Baunummer: 5230
Baubeginn: 10. April 1959
Stapellauf: 6. Oktober 1959
Indienststellung: 10. Mai 1960
Außerdienststellung: 18. Dezember 1987

Verdrängung: maximal etwa 266 t
Länge: 47,20 m
Breite: 7,00 m
Tiefgang: 2,20 m

Antrieb: zwei Maybach-16-Zylinder-Viertakt-Dieselmotoren
Gesamtleistung: etwa 4.400 PS
Höchstgeschwindigkeit: etwa 20 kn
Fahrbereich: etwa 1.000 Seemeilen bei 18 kn

Bewaffnung: mindestens ein 40-mm-L/70-Bofors-Geschütz
Besatzung: etwa 31 Mann