Die WAAGE wurde bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder gebaut. Nach dem Stapellauf erfolgte am 19. März 1962 die Indienststellung bei der Bundesmarine. Zunächst wurde das Boot als SM 5 WAAGE geführt und dem 5. Minensuchgeschwader zugeteilt.
Zu den Hauptaufgaben gehörten die Suche und Räumung von See- und Ankertauminen, die Ausbildung der Besatzung sowie die Teilnahme an nationalen und multinationalen Übungen im Rahmen der NATO. Wie alle Boote der Schütze-Klasse verfügte die WAAGE über mechanische und fernwirkende Räumgeräte und war mit einem 40-mm-L/70-Bofors-Geschütz bewaffnet.
Eine Besonderheit der frühen Dienstzeit war ihre zeitweilige Verwendung als Wachboot. Die WAAGE gehörte zu lediglich fünf Booten der Schütze-Klasse, die vor dem Einbau der Kabeltrommelwinde mit einem zweiten 40-mm-Geschütz ausgerüstet waren. Nach Abschluss dieser Erprobungs- und Wachbootphase erhielten sie ihre endgültige Minensuchausrüstung und wurden wieder entsprechend ihrer eigentlichen Aufgabe eingesetzt.
Während ihrer langen Dienstzeit wurde die WAAGE mehrfach technisch überholt und an den jeweiligen Stand der Minenabwehr angepasst. Dadurch blieb sie bis Anfang der 1990er-Jahre einsatzfähig und gehörte zu den am längsten genutzten Booten ihrer Klasse.
Am 30. Mai 1992 wurde die M 1063 WAAGE nach mehr als 30 Dienstjahren außer Dienst gestellt. Damit zählte sie zu den letzten aktiven Einheiten der Schütze-Klasse.
Verbleib
Nach ihrer Außerdienststellung blieb die WAAGE zunächst erhalten. Anders als viele Schwesterschiffe wurde sie nicht unmittelbar abgewrackt, sondern als schwimmendes Ziel weiterverwendet. Diese Nutzung diente der Ausbildung und Erprobung der Marine.
Erst nach Abschluss dieser letzten militärischen Verwendung endete der Lebensweg des Bootes. Damit gehörte die WAAGE zu den Einheiten der Schütze-Klasse, die auch nach ihrer Außerdienststellung noch einige Zeit im Bestand der Marine verblieben.
Technische Daten
Klasse: Schütze-Klasse (Klasse 341.05)
Typ: Schnelles Minensuchboot
Kennung: M 1063
Name: WAAGE
Ursprüngliche Bezeichnung: SM 5
-
Bauwerft: Abeking & Rasmussen, Lemwerder
-
Indienststellung: 19. März 1962
-
Außerdienststellung: 30. Mai 1992
Länge: 47,20 m
Breite: 7,00 m
Tiefgang: 2,20 m
Verdrängung: ca. 266 t
Antrieb: 2 Maybach-16-Zylinder-Dieselmotoren
Leistung: ca. 4.400 PS
Höchstgeschwindigkeit: ca. 20 kn
Bewaffnung: 1 × 40-mm-L/70-Bofors-Geschütz (in der frühen Wachbootphase zeitweise 2 × 40-mm-L/70)
Besatzung: etwa 31 Mann