Die SCHÜTZE entstand auf der Werft Abeking & Rasmussen in Lemwerder. Der Bau begann am 15. Oktober 1957, der Stapellauf erfolgte am 20. Mai 1958. Am 14. April 1959 wurde das Boot in Dienst gestellt und erhielt die Kennung M 1062.
Als Typschiff diente die SCHÜTZE nicht nur der Erprobung des neuen Bootstyps, sondern auch der Einführung neuer Verfahren in der Minenabwehr. Die schnellen Minensuchboote waren für die Räumung von Kontakt-, Magnet- und akustischen Minen in den Küstengewässern der Nord- und Ostsee ausgelegt. Darüber hinaus wurden sie regelmäßig im Rahmen nationaler und NATO-Manöver eingesetzt. Die Klasse löste schrittweise die älteren Räumboote der Bundesmarine ab und übernahm deren Aufgaben in den Minensuchgeschwadern.
Im Laufe ihrer langen Dienstzeit blieb die SCHÜTZE im Wesentlichen ihrer ursprünglichen Aufgabe als Schnelles Minensuchboot treu. Im Gegensatz zu einzelnen Schwesterschiffen erfolgte kein Umbau zu einem Minentaucherboot oder einer anderen Sonderverwendung. Das Boot gehörte damit zu den klassischen Vertretern der Schütze-Klasse, die bis in die frühen 1990er-Jahre hinein den Kern der deutschen Minenabwehr bildeten.
Wie zahlreiche Einheiten der Klasse war auch die SCHÜTZE von den bekannten Materialproblemen der frühen Holzaufbauten betroffen. Der verwendete Ilomba-Holzwerkstoff erwies sich langfristig als anfällig für Pilzbefall, weshalb viele Boote wiederholt umfangreiche Werftliegezeiten und Instandsetzungen benötigten. Diese Erfahrungen flossen später in die Entwicklung der Hameln-Klasse ein.
Nach über 33 Dienstjahren wurde die M 1062 SCHÜTZE am 26. November 1992 außer Dienst gestellt.
Technische Daten
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Typ: Schnelles Minensuchboot
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Klasse: Schütze-Klasse (Klasse 341)
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Werft: Abeking & Rasmussen, Lemwerder
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Baunummer: 5224
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Baubeginn: 15. Oktober 1957
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Stapellauf: 20. Mai 1958
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Indienststellung: 14. April 1959
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Außerdienststellung: 26. November 1992
Geschwaderzugehörigkeit
Die SCHÜTZE wurde als erstes Boot ihrer Klasse in den Verband der Minensuchstreitkräfte übernommen. Für die endgültige Fassung werde ich die vollständige zeitliche Zuordnung zu den einzelnen Minensuchgeschwadern nochmals mit dem Historischen Marinearchiv und weiteren Primärquellen abgleichen, damit sämtliche Versetzungen und Zeiträume lückenlos dokumentiert sind.
Rufzeichen
Die Rufzeichen der frühen Schütze-Klasse änderten sich im Verlauf der Dienstzeit mehrfach. Hier erfolgt vor der endgültigen Veröffentlichung ebenfalls noch ein vollständiger Quellenabgleich.
Verbleib
Nach der Außerdienststellung wurde die SCHÜTZE 1998 verkauft. Das ehemalige Minensuchboot befand sich später als Auflieger in Stralsund. Für 2010/2011 existieren gut dokumentierte Berichte über ein Sinken und anschließendes Heben des Rumpfes. Diese Ereignisse sind durch zeitgenössische Bildquellen belegt.
Von Kameraden für Kameraden
Als Typschiff der Schütze-Klasse markiert die M 1062 SCHÜTZE den Beginn einer neuen Epoche der deutschen Minenabwehr. Über drei Jahrzehnte stand sie stellvertretend für die Schnellen Minensuchboote, die bei zahllosen Übungen, NATO-Einsätzen und Ausbildungsfahrten ihren Dienst versahen. Ihr Name bleibt untrennbar mit dem Aufbau der Minenstreitkräfte der Bundesmarine verbunden.
Beispiel: Die SCHÜTZE zeigt den von uns gewünschten Aufbau: ein durchgehender historischer Lebenslauf von Bau und Indienststellung über die gesamte Einsatzzeit bis zum gesicherten Verbleib – ohne Aufteilung in mehrere Dienstphasen. Genau dieses Schema werden wir für alle 30 Boote der Klassen 340 und 341 beibehalten.