Der Baubeginn erfolgte am 29. September 1960, der Stapellauf am 15. März 1961. Am 5. Oktober 1961 stellte die Bundesmarine das Boot in Dienst.
Von M 1086 zu M 1055
Bei ihrer Indienststellung führte die SIRIUS zunächst die taktische Kennung M 1086. Innerhalb der fortlaufenden Reihe der Schnellen Minensuchboote wurde sie als SM 13 bezeichnet. Am 1. Mai 1964 erhielt sie die neue Kennung M 1055, die sie bis zu ihrer Außerdienststellung behielt.
Für den Schiffsfinder ergibt sich damit die Kennungsfolge:
M 1086 → M 1055
Die Bezeichnung SM 13 war keine zusätzliche taktische Kennung, sondern die laufende Nummer innerhalb der Baureihe der Schnellen Minensuchboote. Auch das Bundesarchiv ordnet die SIRIUS als SM 13 SIRIUS (II), M 1055 ein.
Dienst im 1. Minensuchgeschwader
Die SIRIUS wurde mit ihrer Indienststellung dem 1. Minensuchgeschwader zugeteilt. Der Verband war in Flensburg stationiert und wurde in den 1960er-Jahren vollständig mit Booten der Schütze-Klasse ausgestattet.
Als Schnelles Minensuchboot war die SIRIUS für die Minenabwehr und das Offenhalten von Fahrwassern vorgesehen. Die Schütze-Klasse konnte sowohl als Minensucher als auch als Minenleger eingesetzt werden und bildete über viele Jahre einen wesentlichen Bestandteil der deutschen Minenstreitkräfte.
Für 1965 ist eine Grundüberholung verzeichnet. Da die ausgewertete Chronik keine Einzelheiten zu den ausgeführten Arbeiten nennt, sollte für den Schiffsfinder keine weitergehende technische Modernisierung behauptet werden.
Am 1. November 1990 wurde die M 1055 SIRIUS nach gut 29 Dienstjahren außer Dienst gestellt.
Historische Daten
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Name: SIRIUS
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Typ: Schnelles Minensuchboot
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Klasse: Schütze-Klasse, Klasse 340
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Baureihenbezeichnung: 340.13
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Bauwerft: Abeking & Rasmussen, Lemwerder
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Baunummer: 5236
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Baubeginn: 29. September 1960
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Stapellauf: 15. März 1961
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Indienststellung: 5. Oktober 1961
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Erste Kennung: M 1086
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Reihenbezeichnung: SM 13
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Neue Kennung: M 1055 ab 1. Mai 1964
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Grundüberholung: 1965
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Außerdienststellung: 1. November 1990
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Verband: 1. Minensuchgeschwader
Technische Daten
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Maximale Verdrängung: 266 t
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Länge: 47,44 m
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Breite: 7,20 m
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Tiefgang: 2,15 m
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Antrieb: zwei Mercedes-Benz-16-Zylinder-Viertakt-Dieselmotoren
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Gesamtleistung: 3.180 kW
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Höchstgeschwindigkeit: 22 kn
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Fahrbereich: 1.000 sm bei 18 kn
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Besatzung: 31 Mann
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Bewaffnung: eine 40-mm-L/70-Kanone
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Räumausrüstung: Räumgenerator mit 900 PS
Verbleib
Nach ihrer Außerdienststellung blieb die ehemalige SIRIUS zunächst erhalten. Für 1999 ist ein Verkauf nach Aschaffenburg belegt. In den Jahren 2004/2005 wurde das ehemalige Minensuchboot schließlich in Erlenbach abgewrackt.
Von Kameraden für Kameraden
Die M 1055 SIRIUS gehörte nahezu drei Jahrzehnte zum 1. Minensuchgeschwader und erlebte damit einen großen Teil der Geschichte der Minenstreitkräfte im Kalten Krieg. Ihre Laufbahn reichte von der Aufbauphase der Bundesmarine bis unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung.
Auch bei der SIRIUS zeigt sich, warum die frühen Kennungen nicht weggelassen werden dürfen. Kameraden der ersten Dienstjahre kannten das Boot noch als M 1086, während spätere Besatzungen auf der M 1055 SIRIUS fuhren.