Gebaut wurde das Boot bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder unter der Baunummer 5234. Der Baubeginn erfolgte am 1. März 1960, der Stapellauf am 15. September 1960. Am 28. April 1961 wurde die POLLUX in Dienst gestellt. Das Historische Marinearchiv führt sie als Klasse 340.11.
Kennungswechsel von M 1058 zu M 1054
Bei ihrer Indienststellung gehörte die POLLUX zum 1. Minensuchgeschwader. Zunächst trug sie die taktische Kennung M 1058 und wurde in der internen Reihenfolge als SM 11 geführt.
Am 1. Mai 1964 erhielt das Boot die neue Kennung M 1054, unter der es bis zu seiner Außerdienststellung bekannt blieb. Die ursprüngliche Kennung M 1058 war inzwischen an die MARS vergeben worden.
Für den Schiffsfinder ergibt sich damit folgende Kennungsfolge:
M 1058 → M 1054
Die Bezeichnung SM 11 ist dagegen keine weitere taktische Kennung, sondern bezeichnet die Stellung des Bootes innerhalb der Reihenfolge der Schnellen Minensuchboote.
Dienst im 1. Minensuchgeschwader
Die POLLUX versah ihren Dienst im 1. Minensuchgeschwader. Fotografische Belege zeigen das Boot noch 1983 vor Anker in der Geltinger Bucht und 1984 bei Übungen in der westlichen Ostsee als Einheit dieses Geschwaders.
Ihre Hauptaufgabe bestand in der Minenabwehr. Dafür verfügte sie über Räumausrüstung gegen unterschiedliche Minenarten und einen weitgehend amagnetisch ausgelegten Holzrumpf. Neben der Sicherung von Fahrwassern und Seewegen gehörten Ausbildung, Verbandsfahrten sowie nationale und internationale Übungen zum regelmäßigen Dienstbetrieb.
Für 1965/1966 ist eine Grundüberholung dokumentiert. Über den genauen Umfang der Arbeiten macht die ausgewertete Chronik keine weiteren Angaben. Deshalb sollte daraus keine darüber hinausgehende Modernisierung abgeleitet werden.
Am 26. Mai 1992 wurde die M 1054 POLLUX nach mehr als 31 Dienstjahren außer Dienst gestellt.
Historische Daten
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Name: POLLUX
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Typ: Schnelles Minensuchboot
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Klasse: Schütze-Klasse, Klasse 340
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Baureihenbezeichnung: 340.11
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Bauwerft: Abeking & Rasmussen, Lemwerder
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Baunummer: 5234
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Baubeginn: 1. März 1960
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Stapellauf: 15. September 1960
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Indienststellung: 28. April 1961
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Erste Kennung: M 1058
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Interne Reihenbezeichnung: SM 11
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Neue Kennung: M 1054 ab 1. Mai 1964
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Grundüberholung: 1965/1966
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Außerdienststellung: 26. Mai 1992
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Verband: 1. Minensuchgeschwader
Technische Daten
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Verdrängung: maximal 266 t
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Länge: 47,44 m
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Breite: 7,20 m
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Tiefgang: 2,15 m
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Antrieb: zwei Mercedes-Benz-16-Zylinder-Viertakt-Dieselmotoren
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Gesamtleistung: 3.180 kW
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Höchstgeschwindigkeit: 22 kn
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Fahrbereich: 1.000 sm bei 18 kn
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Besatzung: 31 Mann
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Bewaffnung: eine 40-mm-L/70-Kanone
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Räumausrüstung: Räumgenerator mit 900 PS
Verbleib
Nach ihrer Außerdienststellung blieb die POLLUX zunächst erhalten. Im Jahr 1998 wurde das ehemalige Minensuchboot im dänischen Grenaa abgewrackt.
Von Kameraden für Kameraden
Die M 1054 POLLUX gehörte mehr als drei Jahrzehnte zum 1. Minensuchgeschwader. Ihre Laufbahn reichte von der Aufbauphase der Bundesmarine über den gesamten Kalten Krieg bis in die ersten Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung.
Gerade der frühe Kennungswechsel zeigt, warum bei der Schütze-Klasse nicht nur die zuletzt geführte Nummer dokumentiert werden darf. Kameraden der ersten Dienstjahre kannten das Boot noch als M 1058, spätere Besatzungen dagegen als M 1054 POLLUX.