Der militärische Schwerpunkt der Fregatte liegt auf der Ortung und Bekämpfung von U-Booten. Darüber hinaus kann sie große Seegebiete überwachen, Überwasserschiffe bekämpfen, sich und andere Einheiten gegen Luftangriffe verteidigen, Handelsschiffe schützen und als Führungsschiff multinationaler Marineverbände eingesetzt werden.
Besonders prägend sind ihre zahlreichen Einsätze in NATO-Verbänden, bei der Pirateriebekämpfung am Horn von Afrika, im Mittelmeer und an der Nordflanke des Bündnisses. In den Jahren 2022 und 2023 vertrat die MECKLENBURG-VORPOMMERN die Deutsche Marine über lange Zeit in den schnellen maritimen Eingreifkräften der NATO.
Bau und Indienststellung
Die MECKLENBURG-VORPOMMERN wurde beim Bremer Vulkan in Bremen-Vegesack gebaut.
Kiellegung: 23. November 1993
Stapellauf und Taufe: 23. Februar 1995
Indienststellung: 6. Dezember 1996
Kennung: F 218
Internationales Rufzeichen: DRAK
Heimathafen: Wilhelmshaven
Taufpatin war Annemarie Seite, die Ehefrau des damaligen Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Berndt Seite. Mit der Namensgebung erhielt erstmals ein Schiff der Bundesmarine beziehungsweise Deutschen Marine den Namen des 1990 wiedererrichteten Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.
Die MECKLENBURG-VORPOMMERN wurde als letzte der vier Fregatten der Klasse 123 in Dienst gestellt. Mit ihr war der Ersatz der drei Zerstörer der Hamburg-Klasse und der Aufbau des neuen Mehrzweckfregattenverbandes abgeschlossen.
Ein traditionsreicher Name
Der Name MECKLENBURG-VORPOMMERN steht für ein Bundesland, dessen Geschichte und Identität besonders eng mit der Ostsee, dem Schiffbau und der Seefahrt verbunden sind.
Die Fregatte führt das Landeswappen mit dem mecklenburgischen Stierkopf und dem pommerschen Greif. Damit trägt sie beide historischen Landesteile ihres Patenlandes sichtbar über die Weltmeere.
Zwischen der Besatzung und dem Land Mecklenburg-Vorpommern entwickelte sich eine dauerhaft gepflegte Partnerschaft. Besuche von Besatzungsangehörigen im Land, Delegationsreisen nach Wilhelmshaven und Begegnungen mit Landesregierung, Landtag, Kommunen und Vereinen halten diese Verbindung lebendig. Zum 25-jährigen Dienstjubiläum würdigte das Land ausdrücklich die Leistungen der gegenwärtigen und ehemaligen Besatzungen.
Mehrzweckfregatte mit Schwerpunkt U-Boot-Jagd
Die wichtigste militärische Fähigkeit der MECKLENBURG-VORPOMMERN ist die Unterwasserkriegführung.
Zu ihren Aufgaben gehören:
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die Ortung und Bekämpfung von U-Booten,
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die Überwachung großer Seegebiete,
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der Schutz von Schiffsverbänden,
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die Bekämpfung gegnerischer Überwassereinheiten,
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die Selbstverteidigung gegen Flugzeuge und Flugkörper,
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die Unterstützung von Boardingoperationen,
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sowie die Führung multinationaler Marineverbände.
Mit diesem Fähigkeitsschwerpunkt ergänzt die Brandenburg-Klasse die Fregatten der Sachsen-Klasse, deren Hauptaufgabe die weitreichende Luftverteidigung eines Verbandes ist.
U-Boot-Jagd
Im Vorschiff der MECKLENBURG-VORPOMMERN befindet sich ein fest eingebautes Bugsonar. Es sendet Schallimpulse ins Wasser und wertet die zurückkehrenden Echos aus, um getauchte U-Boote zu orten und zu verfolgen.
Eine entscheidende Erweiterung dieser Fähigkeit bilden die Bordhubschrauber. Bis zu zwei Sea Lynx Mk 88A können von der Fregatte aus eingesetzt werden. Für die U-Boot-Jagd verfügen sie über ein absenkbares Tauchsonar und leichte Torpedos.
Die Hubschrauber können große Seegebiete weit außerhalb der unmittelbaren Sonarreichweite des Schiffes untersuchen. Wird ein U-Boot geortet, kann es durch einen Bordhubschrauber oder mit den Torpedorohren der Fregatte bekämpft werden.
Die Bedeutung dieser Fähigkeit ist mit der Rückbesinnung auf Landes- und Bündnisverteidigung wieder deutlich gestiegen. Besonders im Nordatlantik, im Europäischen Nordmeer und in der Ostsee spielt die Suche nach gegnerischen U-Booten eine zentrale Rolle.
Bordhubschrauber
Im Achterschiff besitzt die MECKLENBURG-VORPOMMERN ein großes Flugdeck und einen Hangar für bis zu zwei Bordhubschrauber.
Die Hubschrauber werden nicht nur zur U-Boot-Jagd eingesetzt. Zu ihren weiteren Aufgaben gehören:
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Seeraumüberwachung und Aufklärung,
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Suche und Rettung,
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Transport von Personen und Material,
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Verwundetentransport,
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Unterstützung von Boardingteams,
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sowie die Untersuchung von Kontakten außerhalb des Radarhorizontes.
Für den Flugbetrieb wird zusätzliches Personal des Marinefliegergeschwaders 5 eingeschifft. Bei NATO-Einsätzen fuhr die MECKLENBURG-VORPOMMERN wiederholt mit zwei Sea Lynx und ihrer vollständigen fliegenden Gruppe.
Flugabwehr
Vor der Brücke befindet sich eine Senkrechtstartanlage des Typs Mk 41 mit 16 Zellen.
Aus ihr können Flugabwehrflugkörper des Typs NATO Sea Sparrow beziehungsweise Evolved Sea Sparrow Missile gestartet werden. Sie dienen vor allem der Verteidigung des eigenen Schiffes und des unmittelbaren Umfeldes gegen Flugzeuge und anfliegende Seezielflugkörper.
Die Brandenburg-Klasse war die erste Schiffsklasse der Deutschen Marine, die von Beginn an eine solche fest im Rumpf eingebaute Senkrechtstartanlage erhielt.
Als letzte Verteidigungslinie verfügt die MECKLENBURG-VORPOMMERN über zwei Starter des Nahbereichsverteidigungssystems RAM. Ergänzt wird die Flugabwehr durch das 76-mm-Hauptgeschütz, Marineleichtgeschütze, schwere Maschinengewehre sowie elektronische Gegenmaßnahmen und Täuschkörper.
Bekämpfung von Seezielen
Für die Bekämpfung größerer Überwasserschiffe war die MECKLENBURG-VORPOMMERN ursprünglich mit Flugkörpern des Typs Exocet MM38 ausgerüstet.
Nach dem Ende der Nutzungsdauer dieser Flugkörper wurden auf Einheiten der Klasse Startanlagen für den amerikanischen Seezielflugkörper RGM-84 Harpoon eingerüstet. Dieser kann gegnerische Schiffe außerhalb der unmittelbaren Sichtweite bekämpfen.
Das 76-mm-Hauptgeschütz auf dem Vorschiff kann gegen See- und Luftziele sowie gegen ausgewählte Ziele an der Küste eingesetzt werden. Zwei 27-mm-Marineleichtgeschütze und mehrere schwere Maschinengewehre dienen besonders der Abwehr kleiner, schneller Boote und dem Eigenschutz in Häfen und engen Küstengewässern.
Führungsfähigkeit
Das taktische Zentrum der MECKLENBURG-VORPOMMERN ist die Operationszentrale. Dort werden die Informationen der Radar-, Sonar-, Funk- und elektronischen Aufklärungssysteme zusammengeführt und zu einem gemeinsamen Lagebild verarbeitet.
Über moderne Datenverbindungen kann die Fregatte Informationen mit anderen Schiffen, Luftfahrzeugen und übergeordneten Führungsstellen austauschen.
Aufgrund ihrer umfangreichen Führungs- und Kommunikationsanlagen wurde sie wiederholt als Flaggschiff multinationaler Verbände eingesetzt. Dabei wurden zusätzliche Stabsoffiziere und Spezialisten eingeschifft, die von der Fregatte aus mehrere Schiffe unterschiedlicher Nationen führten. Die Fähigkeit zur Verbandsführung gehört zu den wesentlichen Merkmalen der Brandenburg- und Sachsen-Klasse.
Technische Daten
Kennung: F 218
Name: MECKLENBURG-VORPOMMERN
Klasse: 123
Typ: Mehrzweckfregatte
Bauwerft: Bremer Vulkan, Bremen-Vegesack
Kiellegung: 23. November 1993
Stapellauf: 23. Februar 1995
Indienststellung: 6. Dezember 1996
Länge: rund 139 Meter
Breite: 16,7 Meter
Tiefgang: etwa 6,3 Meter
Einsatzverdrängung: etwa 4.900 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit: mehr als 29 Knoten
Antrieb: kombinierter Diesel- oder Gasturbinenantrieb
Anzahl der Wellen: zwei
Besatzung: abhängig von Einsatz und eingeschifften Kräften etwa 214 bis 236 Soldatinnen und Soldaten
Bordhubschrauber: bis zu zwei Sea Lynx Mk 88A
Rufzeichen: DRAK.
Bewaffnung
Zur Ausrüstung der MECKLENBURG-VORPOMMERN gehören beziehungsweise gehörten abhängig vom Modernisierungsstand:
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ein 76-mm-Hauptgeschütz,
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zwei 27-mm-Marineleichtgeschütze,
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mehrere schwere Maschinengewehre,
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Startanlagen für Seezielflugkörper,
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eine Senkrechtstartanlage Mk 41,
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Flugabwehrflugkörper des Typs NSSM beziehungsweise ESSM,
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zwei RAM-Flugkörperstarter,
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Torpedorohre für Leichtgewichtstorpedos,
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sowie elektronische Täusch- und Gegenmaßnahmen.
Die tatsächlich eingerüstete Bewaffnung kann sich durch Werftliegezeiten, technische Anpassungen und den jeweiligen Einsatzauftrag verändern.
Antrieb
Die MECKLENBURG-VORPOMMERN besitzt einen kombinierten Diesel- und Gasturbinenantrieb nach dem CODOG-Prinzip.
Für die wirtschaftliche Marschfahrt werden Dieselmotoren eingesetzt. Werden hohe Geschwindigkeiten benötigt, können die Gasturbinen genutzt werden. Die Leistung wird über zwei Wellen auf Verstellpropeller übertragen.
Das Antriebskonzept verbindet eine große Reichweite bei normaler Marschfahrt mit der Fähigkeit, kurzfristig Geschwindigkeiten von mehr als 29 Knoten zu erreichen.
Heimathafen und Verbandszugehörigkeit
Der Heimathafen der MECKLENBURG-VORPOMMERN ist seit ihrer Indienststellung Wilhelmshaven.
Zunächst gehörte sie zum 6. Fregattengeschwader. Nach dessen Auflösung wurde sie dem 2. Fregattengeschwader der Einsatzflottille 2 unterstellt.
In diesem Verband dienen die vier Fregatten der Brandenburg-Klasse gemeinsam mit den drei Einheiten der Sachsen-Klasse. Das Geschwader stellt regelmäßig Schiffe für die ständigen NATO-Marineverbände, internationale Einsätze sowie die Landes- und Bündnisverteidigung bereit. Die MECKLENBURG-VORPOMMERN wird weiterhin als Einheit des Geschwaders geführt.
Operation Enduring Freedom
Zu den frühen Auslandseinsätzen der MECKLENBURG-VORPOMMERN gehörte die Beteiligung an der Operation Enduring Freedom.
Deutsche Marineschiffe überwachten dabei nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Seegebiete am Horn von Afrika und unterstützten die Kontrolle wichtiger Schifffahrtswege. Die Fregatte gehörte zu den deutschen Einheiten, die im Rahmen dieser Operation eingesetzt wurden.
Die Einsätze in großer Entfernung vom Heimathafen verlangten von der Besatzung lange Seefahrtszeiten, umfangreiche Seeraumüberwachung und eine enge Zusammenarbeit mit verbündeten Marinen.
Operation Atalanta
Im Jahr 2009 nahm die MECKLENBURG-VORPOMMERN an der europäischen Operation Atalanta teil.
Der Auftrag bestand vor allem darin, Schiffe des Welternährungsprogramms und andere gefährdete Handelsschiffe vor Piratenangriffen zu schützen. Die Fregatte überwachte dazu Seegebiete im Golf von Aden und vor der Küste Somalias.
Die Bordhubschrauber und Boardingkräfte konnten verdächtige Boote aufklären und kontrollieren. Im Mai 2009 kehrte die Fregatte nach Abschluss ihres Atalanta-Einsatzes nach Wilhelmshaven zurück.
EUNAVFOR MED – Operation Sophia
In den Jahren 2016 und 2017 wurde die MECKLENBURG-VORPOMMERN bei der europäischen Marineoperation EUNAVFOR MED – Operation Sophia im Mittelmeer eingesetzt.
Der Verband sollte gegen das Geschäftsmodell von Schleusernetzwerken vorgehen und zugleich Menschen aus Seenot retten. Die Fregatte beteiligte sich an der Überwachung des Seegebietes vor der libyschen Küste, an der Aufklärung verdächtiger Schiffe und an Rettungseinsätzen.
Die Besatzung absolvierte innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit zwei Einsatzperioden vor der Küste Libyens. Nach dem zweiten Einsatz kehrte das Schiff Anfang 2018 nach Wilhelmshaven zurück.
NATO-Einsatz in der Ägäis
Im Januar 2020 lief die MECKLENBURG-VORPOMMERN zur Standing NATO Maritime Group 2 in die Ägäis aus.
Dort beteiligte sie sich an der Seeraumüberwachung und stellte Lageinformationen über Schiffsbewegungen bereit. Diese Informationen wurden mit griechischen und türkischen Behörden sowie mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex ausgetauscht.
Nach rund drei Monaten kehrte die Fregatte im April 2020 nach Wilhelmshaven zurück.
NATO-Nordflanke 2022
Im Jahr 2022 wurde die MECKLENBURG-VORPOMMERN zweimal in den ständigen NATO-Marineverbänden eingesetzt.
Bei der zweiten Einsatzperiode lief sie im September 2022 mit einer Gesamtbesatzung von rund 190 Männern und Frauen sowie zwei Bordhubschraubern aus Wilhelmshaven aus. Ihr Einsatzgebiet lag im Nordatlantik, in der Nordsee und im Bereich der nördlichen Bündnispartner.
Im November 2022 kehrte sie nach Wilhelmshaven zurück. Für Schiff und Besatzung war dies bereits das zweite größere Einsatzvorhaben desselben Jahres.
NATO-Speerspitze 2023
Am 4. Januar 2023 lief die MECKLENBURG-VORPOMMERN erneut aus Wilhelmshaven aus. Sie wurde Teil der maritimen Very High Readiness Joint Task Force, der besonders schnell verfügbaren Eingreifkräfte der NATO.
Die Fregatte übernahm zeitweise die Funktion des Verbandsflaggschiffes. Ein zusätzlicher multinationaler Führungsstab koordinierte von Bord aus die unterstellten Einheiten.
Der Einsatz führte das Schiff unter anderem in den Nordatlantik, die Nordsee und in norwegische Gewässer. Dort nahm der Verband an Übungen teil und trainierte die Sicherung strategisch wichtiger Seewege und Infrastruktur. Im Juli 2023 kehrte die Fregatte zunächst nach Wilhelmshaven zurück; die Aufgabe des deutschen Führungsstabes wurde anschließend von der Fregatte HESSEN übernommen.
Sicherung kritischer Infrastruktur
Während der NATO-Verwendungen gehörte die Sicherung empfindlicher maritimer Infrastruktur zunehmend zu den Aufgaben des Verbandes.
Die MECKLENBURG-VORPOMMERN operierte unter anderem im Umfeld norwegischer Öl- und Gasanlagen. Bilder und Berichte zeigen die Fregatte bei der Sicherung des Seegebietes um Offshoreplattformen und bei Übungen in den norwegischen Fjorden.
Diese Aufgabe gewann nach den Beschädigungen der Nord-Stream-Pipelines und weiteren Vorfällen an Unterwasserkabeln und Pipelines in Nord- und Ostsee besondere Bedeutung.
Patenschaft mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern
Die Fregatte und ihr namensgebendes Bundesland verbindet seit der Indienststellung eine enge Partnerschaft.
Besatzungsdelegationen besuchen regelmäßig das Land und nehmen an Veranstaltungen in Schwerin und anderen Orten teil. Umgekehrt reisen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft zum Schiff nach Wilhelmshaven.
Die Partnerschaft verbindet ein Marineschiff der Nordseeflotte mit einem Bundesland, das selbst stark von der Ostsee, seinen Häfen, Werften und seiner maritimen Geschichte geprägt ist. Zum 25-jährigen Dienstjubiläum dankte das Land den aktiven und ehemaligen Besatzungsangehörigen ausdrücklich für ihren Dienst und ihr Engagement für diese Verbindung.
Modernisierung und weitere Nutzung
Nach nahezu drei Jahrzehnten im Dienst müssen zahlreiche Führungs-, Radar-, Kommunikations- und Waffensysteme der Klasse 123 erneuert werden.
Für die vier Fregatten ist deshalb eine umfangreiche Modernisierung und Nutzungsdauerverlängerung vorgesehen. Dabei sollen unter anderem:
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das Führungs- und Waffeneinsatzsystem,
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Radar- und Feuerleitanlagen,
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Navigationssysteme,
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Kommunikationsanlagen,
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elektronische Aufklärungssysteme,
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sowie Teile der U-Boot-Jagd- und Flugkörperausrüstung
modernisiert oder ersetzt werden.
Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Brandenburg-Klasse ihren Auftrag bis zur Einführung geeigneter Nachfolger weiterhin erfüllen kann.
Aktueller Status
F 218 MECKLENBURG-VORPOMMERN gehört weiterhin zum Bestand der Deutschen Marine und wird als Einheit des 2. Fregattengeschwaders in Wilhelmshaven geführt.
Die Fregatte wurde in den vergangenen Jahren intensiv an der NATO-Nordflanke eingesetzt. Die Deutsche Marine verwendet sie auch in aktuellen Veröffentlichungen weiterhin als Beispiel für die U-Boot-Jagd und die Sicherung des Nordatlantiks und der nördlichen Bündnisgebiete.
Der tatsächliche Fahrbetrieb kann durch Instandsetzungen, Werftaufenthalte und die geplante Modernisierung beeinflusst werden. Eine Außerdienststellung ist nicht dokumentiert.
Kameraden für Kameraden
Die MECKLENBURG-VORPOMMERN blickt auf eine abwechslungsreiche und einsatzreiche Geschichte zurück.
Ihre Besatzungen überwachten Seegebiete am Horn von Afrika, schützten Handelsschiffe vor Piraten, retteten Menschen im Mittelmeer, leisteten Dienst in der Ägäis und vertraten Deutschland in den schnellen Eingreifkräften der NATO.
Besonders die langen Einsatzperioden an der Nordflanke verlangten der Besatzung viel ab. U-Boot-Jagd, Hubschrauberflugbetrieb, die Sicherung kritischer Infrastruktur, das Führen multinationaler Schiffe und monatelange Abwesenheiten vom Heimathafen erforderten seemännisches Können, technische Zuverlässigkeit und eine starke Gemeinschaft an Bord.
Hinter den Radaranlagen, Flugkörpern, Sonaren und Maschinen stehen die Kameradinnen und Kameraden auf der Brücke, in der Operationszentrale, im Maschinenraum, auf dem Flugdeck und in allen weiteren Bereichen des Schiffes.
Die Produkte zur F 218 MECKLENBURG-VORPOMMERN erinnern an die vierte Fregatte der Klasse 123, an ihre weltweiten Einsätze unter Stierkopf und Greif und an alle Kameradinnen und Kameraden, die seit 1996 auf ihr gefahren sind und bis heute auf ihr ihren Dienst versehen.