Ihr ursprünglicher Schwerpunkt liegt auf der Ortung und Bekämpfung von U-Booten. Darüber hinaus kann die SCHLESWIG-HOLSTEIN Seegebiete überwachen, Überwasserschiffe bekämpfen, sich gegen Luftangriffe verteidigen, Handelsschiffe schützen und Führungsaufgaben in multinationalen Marineverbänden übernehmen.
Besondere Bekanntheit erlangte die Fregatte 2015 bei der Rettung von mehreren Tausend Menschen im Mittelmeer. An Bord wurde das Mädchen Sophia geboren, nach dem die europäische Marineoperation EUNAVFOR MED später den Namen Operation Sophia erhielt.
Bau und Indienststellung
Die SCHLESWIG-HOLSTEIN wurde bei den Howaldtswerken-Deutsche Werft AG in Kiel gebaut.
Kiellegung: 1. Juli 1993
Stapellauf: 8. Juni 1994
Indienststellung: 24. November 1995
Kennung: F 216
Internationales Rufzeichen: DRAI
Heimathafen: Wilhelmshaven
Mit ihrer Indienststellung wurde der Name SCHLESWIG-HOLSTEIN erneut an ein Schiff der deutschen Marine vergeben. Unmittelbare Vorgängerin war der Zerstörer D 182 SCHLESWIG-HOLSTEIN der Hamburg-Klasse, der 1994 außer Dienst gestellt worden war. Die neue Fregatte übernahm damit einen traditionsreichen Namen, jedoch nicht die militärische Tradition früherer Schiffe aus anderen deutschen Marinen.
Zweite Einheit der Brandenburg-Klasse
Die SCHLESWIG-HOLSTEIN wurde als Mehrzweckfregatte mit einem besonderen Schwerpunkt auf der U-Boot-Jagd konzipiert.
Ihre Aufgaben umfassen:
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die Ortung und Bekämpfung von U-Booten,
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die Überwachung großer Seegebiete,
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die Bekämpfung von Überwasserschiffen,
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die Selbstverteidigung gegen Flugzeuge und Flugkörper,
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den Schutz von Schiffsverbänden,
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die Unterstützung von Boardingoperationen,
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sowie die Führung multinationaler Marineeinheiten.
Die umfangreichen Funk-, Datenübertragungs- und Führungssysteme ermöglichen es dem Schiff, auch als Führungsplattform eines NATO-Verbandes eingesetzt zu werden.
Schwerpunkt U-Boot-Jagd
Die wichtigste militärische Fähigkeit der SCHLESWIG-HOLSTEIN ist die Unterwasserkriegführung.
Im Vorschiff befindet sich ein Bugsonar des Typs DSQS-23BZ. Damit kann die Fregatte Schallimpulse aussenden und deren Echos auswerten, um getauchte U-Boote zu orten und zu verfolgen.
Die Reichweite der U-Boot-Jagd wird durch bis zu zwei Bordhubschrauber erheblich erweitert. Die ursprünglich verwendeten Sea Lynx Mk 88A können mit Tauchsonar und leichten Torpedos ausgerüstet werden. Sie suchen Seegebiete weit außerhalb der unmittelbaren Sonarreichweite des Schiffes ab.
Wird ein U-Boot geortet, kann es entweder durch einen Bordhubschrauber oder mit den Torpedorohren der Fregatte bekämpft werden.
Bordhubschrauber
Im Achterschiff verfügt die SCHLESWIG-HOLSTEIN über ein großes Flugdeck und einen Hangar für bis zu zwei Bordhubschrauber.
Neben der U-Boot-Jagd können die Hubschrauber eingesetzt werden für:
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die Seeraumüberwachung,
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die Suche und Rettung,
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den Transport von Personen und Material,
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den Verwundetentransport,
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die Unterstützung von Boardingteams,
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sowie die Aufklärung außerhalb des Radarhorizontes der Fregatte.
Für den Flugbetrieb wird zusätzliches Personal der Marineflieger eingeschifft. Die Zusammenarbeit zwischen Schiffsbesatzung und fliegender Gruppe gehört zu den anspruchsvollsten Arbeitsbereichen an Bord.
Flugabwehr
Vor der Brücke befindet sich die Senkrechtstartanlage Mk 41 mit 16 Zellen.
Aus ihr können Flugabwehrflugkörper des Typs NATO Sea Sparrow beziehungsweise Evolved Sea Sparrow Missile gestartet werden. Sie dienen der Verteidigung gegen Flugzeuge und anfliegende Seezielflugkörper.
Zusätzlich verfügt die Fregatte über zwei Starter des Nahbereichsverteidigungssystems RAM. Diese bilden die letzte Abwehrlinie gegen Flugkörper, Flugzeuge und andere Bedrohungen im unmittelbaren Umfeld des Schiffes.
Ergänzt wird die Flugabwehr durch das 76-mm-Geschütz, zwei 27-mm-Marineleichtgeschütze, schwere Maschinengewehre und elektronische Täuschmaßnahmen.
Bekämpfung von Seezielen
Für die Bekämpfung größerer Überwasserschiffe war die SCHLESWIG-HOLSTEIN ursprünglich mit Seezielflugkörpern des Typs Exocet MM38 ausgerüstet.
Nach dem Ende der Nutzungsdauer der Exocet wurden Startanlagen für den amerikanischen Seezielflugkörper RGM-84 Harpoon eingerüstet. Der Flugkörper kann gegnerische Schiffe außerhalb der direkten Sichtweite bekämpfen.
Das 76-mm-Hauptgeschütz auf dem Vorschiff kann gegen See- und Luftziele sowie gegen ausgewählte Ziele an der Küste eingesetzt werden.
Die 27-mm-Marineleichtgeschütze und schweren Maschinengewehre dienen insbesondere der Bekämpfung kleiner und schneller Boote sowie dem Eigenschutz in Häfen und engen Küstengewässern.
Technische Daten
Kennung: F 216
Name: SCHLESWIG-HOLSTEIN
Klasse: 123
Typ: Mehrzweckfregatte
Bauwerft: Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Kiel
Kiellegung: 1. Juli 1993
Stapellauf: 8. Juni 1994
Indienststellung: 24. November 1995
Länge: 139 Meter
Breite: 16,7 Meter
Tiefgang: etwa 6,3 Meter
Einsatzverdrängung: etwa 4.900 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit: mehr als 29 Knoten
Antrieb: kombinierter Diesel- oder Gasturbinenantrieb
Gesamtleistung: rund 38.000 Kilowatt beziehungsweise 51.700 PS
Anzahl der Wellen: zwei
Besatzungsstärke: abhängig von Einsatz und eingeschifften Kräften rund 214 bis 236 Soldatinnen und Soldaten
Bordhubschrauber: bis zu zwei Sea Lynx Mk 88A
Rufzeichen: DRAI.
Bewaffnung
Zur dokumentierten Bewaffnung der SCHLESWIG-HOLSTEIN gehören:
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ein 76-mm-Hauptgeschütz,
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zwei 27-mm-Marineleichtgeschütze,
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vier schwere Maschinengewehre im Kaliber 12,7 mm,
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Startanlagen für Seezielflugkörper des Typs Harpoon,
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eine Senkrechtstartanlage Mk 41,
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Flugabwehrflugkörper des Typs NSSM beziehungsweise ESSM,
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zwei RAM-Flugkörperstarter,
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Torpedorohre für Leichtgewichtstorpedos,
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sowie Täuschkörperwurfanlagen.
Die tatsächliche Ausrüstung kann sich durch Werftliegezeiten, Modernisierungen und den jeweiligen Einsatzauftrag verändern.
Antrieb
Die SCHLESWIG-HOLSTEIN besitzt einen kombinierten Diesel- und Gasturbinenantrieb nach dem CODOG-Prinzip.
Für wirtschaftliche Marschfahrt werden Dieselmotoren genutzt. Werden hohe Geschwindigkeiten benötigt, kommen die Gasturbinen zum Einsatz. Die Maschinen wirken über zwei Wellen auf Verstellpropeller.
Damit verbindet die Fregatte eine hohe Reichweite bei normaler Marschfahrt mit der Fähigkeit, kurzfristig Geschwindigkeiten von mehr als 29 Knoten zu erreichen.
Heimathafen und Verbandszugehörigkeit
Der Heimathafen der SCHLESWIG-HOLSTEIN ist seit ihrer Indienststellung Wilhelmshaven.
Sie gehört zum 2. Fregattengeschwader der Einsatzflottille 2. In diesem Verband sind die Fregatten der Brandenburg- und Sachsen-Klasse zusammengefasst.
Die SCHLESWIG-HOLSTEIN wird dort weiterhin als aktive Einheit geführt. Das 2. Fregattengeschwader stellt Schiffe für NATO-Verbände, internationale Einsätze, Landes- und Bündnisverteidigung, U-Boot-Jagd und weltweite Marineoperationen bereit.
Internationale Einsätze
Die SCHLESWIG-HOLSTEIN nahm während ihrer Dienstzeit an zahlreichen NATO-Verbänden, Übungen und Auslandseinsätzen teil.
Zu ihren Aufgaben gehörten unter anderem:
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die Bekämpfung der Piraterie,
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die Überwachung internationaler Schifffahrtswege,
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die Seenotrettung im Mittelmeer,
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die Kontrolle von Seegebieten,
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die Unterstützung bei der Bewältigung von Flucht- und Migrationsbewegungen,
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sowie die Mitarbeit in den ständigen Marineverbänden der NATO.
Die Fregatte operierte im Atlantik, in Nord- und Ostsee, im Mittelmeer, im Golf von Aden und im Indischen Ozean.
Operation Atalanta
Im Jahr 2010 wurde die SCHLESWIG-HOLSTEIN bei der europäischen Operation Atalanta am Horn von Afrika eingesetzt.
Ziel der Operation war es, Schiffe des Welternährungsprogramms und andere gefährdete Handelsschiffe vor Piratenangriffen zu schützen. Dazu überwachten die eingesetzten Kriegsschiffe große Seegebiete im Golf von Aden und vor der Küste Somalias.
Die Bordhubschrauber der Fregatte wurden dabei zur Aufklärung verdächtiger Boote und zur Überwachung des Seegebietes eingesetzt. Eine Dokumentation der Bundeswehr zeigt den Flugbetrieb eines Sea Lynx von der SCHLESWIG-HOLSTEIN während dieses Einsatzes.
Seenotrettung im Mittelmeer
Eine der prägendsten Missionen der SCHLESWIG-HOLSTEIN begann im Juni 2015.
Gemeinsam mit dem Tender WERRA löste sie die Fregatte HESSEN und den Einsatzgruppenversorger BERLIN bei der deutschen Seenotrettungsmission im Mittelmeer ab.
Die Besatzung suchte nach überfüllten und seeuntüchtigen Booten, nahm Menschen aus Seenot auf, versorgte Verletzte und Erkrankte und übergab die Geretteten anschließend an die zuständigen Behörden.
Bis zum Ende ihrer Mission rettete die SCHLESWIG-HOLSTEIN nach dokumentierten Angaben 2.428 Menschen. Die Besatzung bewältigte damit innerhalb weniger Monate eine Aufgabe, die weit außerhalb des klassischen Einsatzprofils einer U-Boot-Jagd-Fregatte lag.
Am 22. Juli 2015 rettete die Fregatte allein bei mehreren aufeinanderfolgenden Einsätzen 283 Menschen. Der Rettungstag dauerte vom ersten Funkspruch der Seenotleitstelle in Rom bis zur Übergabe der letzten Schiffbrüchigen am folgenden Tag.
Die Geburt von Sophia
Am 24. August 2015 brachte eine aus Somalia stammende Frau an Bord der SCHLESWIG-HOLSTEIN ein Mädchen zur Welt.
Das Kind erhielt den Namen Sophia. Wenige Wochen später wurde dieser Name für die europäische Marineoperation EUNAVFOR MED Operation Sophia übernommen.
Die Geburt war ein außergewöhnliches Ereignis in der Geschichte der Deutschen Marine. Sie steht bis heute sinnbildlich für den humanitären Einsatz der Besatzung und für die Tausenden Menschen, die von deutschen Marineschiffen aus Seenot gerettet wurden.
Einsatz in der Ägäis
Von August 2021 bis Februar 2022 wurde die SCHLESWIG-HOLSTEIN erneut im östlichen Mittelmeer eingesetzt.
Sie gehörte zur Standing NATO Maritime Group 2 und übernahm zeitweise die Funktion des Flaggschiffes in der Ägäis. Der Auftrag bestand vor allem in der Seeraumüberwachung und im Austausch von Lageinformationen mit griechischen und türkischen Behörden sowie der europäischen Grenzschutzagentur Frontex.
Nach 179 Tagen Abwesenheit kehrte die Fregatte am 11. Februar 2022 nach Wilhelmshaven zurück. Rund viereinhalb Monate davon hatte sie unmittelbar im Einsatzgebiet verbracht.
„Sophie-X“
Innerhalb der Marine ist die SCHLESWIG-HOLSTEIN auch unter dem Beinamen „Sophie-X“ bekannt.
Der Name spielt auf das internationale Rufzeichen und den Schiffsnamen an und hat sich innerhalb der Besatzung und unter ehemaligen Fahrern als kameradschaftliche Bezeichnung etabliert. Er findet sich auch in offiziellen beziehungsweise marinenahen Berichten über das Schiff.
Verbindung zum Land Schleswig-Holstein
Die Fregatte trägt den Namen des nördlichsten deutschen Bundeslandes und führt dessen Wappen am Schiff.
Die Beziehung zwischen dem Land, den Bürgern und der Besatzung wird durch gegenseitige Besuche und einen eigenen Freundeskreis gepflegt. Der Freundeskreis der Fregatte Schleswig-Holstein unterstützt die Verbindung zwischen dem Schiff, ehemaligen Besatzungsangehörigen und Menschen aus dem namensgebenden Bundesland.
Für die Besatzung bedeutet diese Verbindung, dass das Schiff nicht nur eine militärische Kennung trägt. Der Name SCHLESWIG-HOLSTEIN steht zugleich für eine landschaftliche und maritime Heimat, die eng mit Nord- und Ostsee verbunden ist.
Modernisierung
Nach rund drei Jahrzehnten im Dienst müssen Führungs-, Radar-, Kommunikations- und Waffensysteme der Klasse 123 grundlegend erneuert werden.
Für die vier Schiffe ist deshalb eine umfassende Fähigkeitsanpassung und Nutzungsdauerverlängerung vorgesehen. Dabei sollen unter anderem:
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das Führungs- und Waffeneinsatzsystem,
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Radar- und Feuerleitanlagen,
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Navigationssysteme,
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Kommunikationsanlagen,
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elektronische Systeme,
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sowie Teile der U-Boot-Jagd- und Flugkörperausrüstung
modernisiert oder ersetzt werden.
Die SCHLESWIG-HOLSTEIN hatte bereits in früheren Modernisierungsphasen neue Täuschkörperwurfanlagen und Marineleichtgeschütze erhalten. Der weitere Umbau soll dazu beitragen, dass das Schiff bis zur Verfügbarkeit geeigneter Nachfolger einsatzfähig bleibt.
Aktueller Status
F 216 SCHLESWIG-HOLSTEIN gehört weiterhin zum aktiven Bestand des 2. Fregattengeschwaders in Wilhelmshaven. Sie wird von der Deutschen Marine auch in aktuellen Darstellungen des Verbandes als dessen Einheit geführt.
Öffentlich zugängliche Quellen dokumentieren zuletzt längere Instandsetzungs- und Werftphasen sowie den Einsatz in der Ägäis bis Februar 2022. Eine belastbare öffentliche Angabe zu einem späteren größeren Auslandseinsatz liegt derzeit nicht vor.
Das Schiff bleibt damit Teil der operativen Flotte, auch wenn der tatsächliche Fahrbetrieb durch Instandhaltung und die geplante Modernisierung beeinflusst wird.
Kameraden für Kameraden
Die SCHLESWIG-HOLSTEIN ist eine Fregatte mit einer außergewöhnlichen Geschichte.
Ihre Besatzungen jagten U-Boote, begleiteten NATO-Verbände, überwachten Seegebiete, schützten Schifffahrtswege und leisteten Dienst am Horn von Afrika und in der Ägäis.
Besonders prägend bleibt jedoch der Einsatz im Mittelmeer 2015. Die Rettung von 2.428 Menschen und die Geburt der kleinen Sophia an Bord zeigten, dass eine Fregattenbesatzung neben ihrem militärischen Auftrag auch in einer humanitären Ausnahmesituation bestehen kann.
Hinter jedem Einsatz stehen Kameradinnen und Kameraden, die auf der Brücke, in der Operationszentrale, im Maschinenraum, auf dem Flugdeck, im Sanitätsbereich und auf den Booten ihren Dienst leisten. Sie tragen gemeinsam die Verantwortung für das Schiff und für die Menschen, die ihnen anvertraut sind.
Die Produkte zur F 216 SCHLESWIG-HOLSTEIN erinnern an die „Sophie-X“, an ihre lange Dienstzeit unter dem Wappen des nördlichsten Bundeslandes und an alle Kameradinnen und Kameraden, die seit 1995 auf dieser Fregatte gefahren sind.