Kategorie: Zerstörer 119 FLETCHER-Klasse

Die sechs Zerstörer der FLETCHER-Klasse gehörten zu den ersten großen Kampfschiffen der jungen Bundesmarine und prägten deren Aufbau entscheidend mit.

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Da für die Planung und den Bau eigener größerer Einheiten zunächst die Zeit fehlte, übernahm die Bundesmarine zwischen 1958 und 1960 sechs ehemalige amerikanische Zerstörer der FLETCHER-Klasse. Die im Zweiten Weltkrieg für die US Navy gebauten Schiffe wurden im Rahmen der amerikanischen Ausrüstungshilfe bereitgestellt und bei der Bundesmarine als Klasse 119 geführt.

Die Einheiten erhielten keine traditionellen Schiffsnamen, sondern wurden als Zerstörer 1 bis Zerstörer 6 bezeichnet. Unter den Kameraden waren vor allem die Kurzformen Z 1 bis Z 6 gebräuchlich. Mit ihrer markanten Silhouette, der starken Artilleriebewaffnung und ihren hohen Fahrleistungen verkörperten sie noch deutlich den klassischen Zerstörerbau ihrer Entstehungszeit.

Die FLETCHER-Zerstörer übernahmen wichtige Aufgaben bei der Ausbildung der Besatzungen und beim Aufbau einsatzfähiger deutscher Seestreitkräfte. Sie nahmen an zahlreichen Manövern und Übungen innerhalb der NATO teil, dienten als Begleitschiffe und wurden unter anderem für die U-Boot-Abwehr sowie zur Sicherung der Ostseezugänge eingesetzt.

Das Leben an Bord verlangte den Besatzungen viel ab. Die Schiffe stammten aus einer anderen Epoche, boten wenig Komfort und erforderten einen hohen personellen und technischen Aufwand. Wachen, Manöver, Seefahrten und das enge Zusammenleben schufen eine besondere Bordgemeinschaft. Für viele ehemalige Besatzungsangehörige sind Z 1 bis Z 6 deshalb weit mehr als alte Zerstörer – sie stehen für Kameradschaft, Ausbildung und gemeinsame Jahre auf See.

Zur Klasse 119 gehörten:

D170 ZERSTÖRER 1
D171 ZERSTÖRER 2
D172 ZERSTÖRER 3
D178 ZERSTÖRER 4
D179 ZERSTÖRER 5
D180 ZERSTÖRER 6

Mit der Einführung modernerer Einheiten endete nach und nach die Dienstzeit der deutschen FLETCHER-Zerstörer. Ihre Aufgaben wurden schließlich von den Fregatten der BREMEN-Klasse übernommen. Damit verschwanden zwar die charakteristischen Silhouetten von Z 1 bis Z 6 aus dem Flottenbild, doch ihre Bedeutung für die Anfangsjahre der Bundesmarine und die Erinnerungen ihrer Besatzungen blieben erhalten.

Von Kameraden – für Kameraden.