Ihr ursprünglicher und bis heute wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Ortung und Bekämpfung von U-Booten. Darüber hinaus kann die BAYERN Seegebiete überwachen, Überwasserschiffe bekämpfen, sich und andere Einheiten gegen Luftangriffe verteidigen, Handelsschiffe schützen und Führungsaufgaben innerhalb multinationaler Marineverbände übernehmen.
Besondere Bekanntheit erlangte die Fregatte durch ihre fast siebenmonatige Präsenz- und Ausbildungsfahrt in den Indo-Pazifik von August 2021 bis Februar 2022. Dabei legte sie rund 43.000 Seemeilen zurück und besuchte zahlreiche Partnerstaaten zwischen dem Horn von Afrika, Australien und Japan.
Bau und Indienststellung
Die BAYERN wurde bei der Thyssen Nordseewerke GmbH in Emden gebaut.
Kiellegung: 16. Dezember 1993
Stapellauf und Taufe: 30. Juni 1994
Indienststellung: 15. Juni 1996
Kennung: F 217
Internationales Rufzeichen: DRAJ
Heimathafen: Wilhelmshaven
Die Taufe nahm Karin Stoiber, die Ehefrau des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, vor. Mit der Namensgebung wurde die Patenschaftstradition zwischen dem Freistaat Bayern und der Deutschen Marine fortgesetzt.
Ein traditionsreicher Schiffsname
Die Fregatte ist nicht das erste Schiff der Bundesmarine beziehungsweise Deutschen Marine, das den Namen BAYERN trägt.
Ihre unmittelbare Namensvorgängerin war der Zerstörer D 183 BAYERN der Hamburg-Klasse, der von 1965 bis 1993 im Dienst stand. Die enge Verbindung zwischen dem Freistaat und seiner Marineeinheit wurde nach dessen Außerdienststellung mit der neuen Fregatte fortgeführt.
Die heutige BAYERN führt das weiß-blaue Rautenwappen ihres Patenlandes und trägt den Namen des Freistaates bei Übungen, Einsätzen und Hafenbesuchen über die Weltmeere.
Mehrzweckfregatte mit Schwerpunkt U-Boot-Jagd
Die BAYERN wurde für ein breites militärisches Aufgabenspektrum konzipiert. Ihr besonderer Schwerpunkt ist jedoch die Unterwasserkriegführung.
Zu ihren Aufgaben gehören:
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die Ortung und Bekämpfung von U-Booten,
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die Überwachung großer Seegebiete,
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der Schutz von Schiffsverbänden,
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die Bekämpfung gegnerischer Überwassereinheiten,
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die Selbstverteidigung gegen Flugzeuge und Flugkörper,
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die Unterstützung von Boardingoperationen,
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sowie die Führung multinationaler Marineverbände.
Die Fregatte kann sowohl selbstständig als auch innerhalb eines nationalen oder internationalen Verbandes eingesetzt werden.
U-Boot-Jagd
Im Vorschiff der BAYERN befindet sich ein fest eingebautes Bugsonar. Es sendet Schallimpulse aus und wertet deren Echos aus, um getauchte U-Boote zu orten, zu verfolgen und deren Bewegungen zu beurteilen.
Eine wesentliche Erweiterung dieser Fähigkeit bilden die Bordhubschrauber. Bis zu zwei Sea Lynx Mk 88A können von der Fregatte aus eingesetzt werden. Für die U-Boot-Jagd verfügen sie über Tauchsonar und leichte Torpedos.
Dadurch kann ein erheblich größeres Seegebiet untersucht werden, als dies allein mit den Sensoren des Schiffes möglich wäre. Wird ein U-Boot geortet, kann es entweder durch einen Bordhubschrauber oder mit den Torpedorohren der Fregatte bekämpft werden.
Bordhubschrauber
Im Achterschiff verfügt die BAYERN über ein großes Flugdeck und einen Hangar für bis zu zwei Bordhubschrauber.
Die Hubschrauber können neben der U-Boot-Jagd auch eingesetzt werden für:
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Seeraumüberwachung und Aufklärung,
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Suche und Rettung,
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Transport von Personen und Material,
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Verwundetentransport,
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Unterstützung von Boardingteams,
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sowie die Aufklärung außerhalb des unmittelbaren Radarhorizontes.
Für den Flugbetrieb wird zusätzliches Personal der Marineflieger eingeschifft. Die Zusammenarbeit zwischen der Schiffsbesatzung und der fliegenden Gruppe erfordert eine genaue Abstimmung zwischen Brücke, Operationszentrale, Flugdeckpersonal, Technikern und Hubschrauberbesatzungen.
Flugabwehr
Vor der Brücke befindet sich die Senkrechtstartanlage Mk 41 mit 16 Startzellen. Aus ihr können Flugabwehrflugkörper des Typs NATO Sea Sparrow beziehungsweise Evolved Sea Sparrow Missile gestartet werden.
Diese Flugkörper dienen vor allem der Verteidigung der Fregatte und ihres unmittelbaren Umfeldes gegen Flugzeuge und anfliegende Seezielflugkörper.
Als letzte Verteidigungslinie verfügt die BAYERN über zwei Starter des Systems Rolling Airframe Missile, kurz RAM. Ergänzt wird die Flugabwehr durch das 76-mm-Hauptgeschütz, Marineleichtgeschütze, schwere Maschinengewehre sowie elektronische Gegenmaßnahmen und Täuschkörper.
Bekämpfung von Seezielen
Für die Bekämpfung größerer Überwasserschiffe war die BAYERN ursprünglich mit Seezielflugkörpern des Typs Exocet MM38 ausgestattet.
Nach deren Ausmusterung wurden Startanlagen für den amerikanischen Seezielflugkörper RGM-84 Harpoon eingerüstet. Der Flugkörper kann gegnerische Schiffe außerhalb der unmittelbaren Sichtweite bekämpfen und nähert sich seinem Ziel in geringer Höhe über der Wasseroberfläche.
Das 76-mm-Hauptgeschütz auf dem Vorschiff kann gegen See- und Luftziele sowie gegen ausgewählte Ziele an der Küste eingesetzt werden. Zwei 27-mm-Marineleichtgeschütze und mehrere schwere Maschinengewehre dienen insbesondere der Abwehr kleiner und schneller Boote.
Führungs- und Aufklärungsfähigkeit
Das taktische Zentrum der BAYERN ist die Operationszentrale. Dort werden Informationen aus den Radar-, Sonar-, Funk- und elektronischen Aufklärungssystemen zusammengeführt und zu einem gemeinsamen Lagebild verarbeitet.
Die Fregatte kann diese Informationen über Datenverbindungen mit anderen Schiffen, Flugzeugen, Hubschraubern und übergeordneten Führungsstellen austauschen.
Dank ihrer umfangreichen Kommunikations- und Führungssysteme kann die BAYERN auch als Führungsplattform eines multinationalen Marineverbandes eingesetzt werden.
Technische Daten
Kennung: F 217
Name: BAYERN
Klasse: 123
Typ: Mehrzweckfregatte
Bauwerft: Thyssen Nordseewerke GmbH, Emden
Kiellegung: 16. Dezember 1993
Stapellauf: 30. Juni 1994
Indienststellung: 15. Juni 1996
Länge: rund 139 Meter
Breite: 16,7 Meter
Tiefgang: etwa 6,2 bis 6,3 Meter
Einsatzverdrängung: rund 4.500 bis 4.900 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit: mehr als 29 Knoten
Antrieb: kombinierter Diesel- oder Gasturbinenantrieb
Anzahl der Wellen: zwei
Besatzung: ursprünglich rund 214 Soldatinnen und Soldaten, abhängig vom Auftrag zuzüglich eingeschiffter Kräfte
Bordhubschrauber: bis zu zwei Sea Lynx Mk 88A
Rufzeichen: DRAJ.
Bewaffnung
Zur Ausrüstung der BAYERN gehören beziehungsweise gehörten abhängig vom jeweiligen Modernisierungsstand:
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ein 76-mm-Hauptgeschütz,
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zwei 27-mm-Marineleichtgeschütze,
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mehrere schwere Maschinengewehre,
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Startanlagen für Seezielflugkörper,
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ein Vertical Launching System Mk 41,
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Flugabwehrflugkörper des Typs NSSM beziehungsweise ESSM,
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zwei RAM-Flugkörperstarter,
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Torpedorohre für Leichtgewichtstorpedos,
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sowie Täuschkörperwurfanlagen.
Die tatsächliche Ausrüstung kann sich durch Werftliegezeiten, Modernisierungen und den jeweiligen Einsatzauftrag verändern.
Antrieb
Die BAYERN besitzt einen kombinierten Diesel- und Gasturbinenantrieb nach dem CODOG-Prinzip.
Für die wirtschaftliche Marschfahrt werden zwei Dieselmotoren genutzt. Werden hohe Geschwindigkeiten benötigt, können die Gasturbinen eingesetzt werden. Die Leistung wird über zwei Wellen auf Verstellpropeller übertragen.
Damit verbindet die Fregatte eine große Reichweite bei normaler Marschfahrt mit der Fähigkeit, kurzfristig eine Geschwindigkeit von mehr als 29 Knoten zu erreichen.
Heimathafen und Verbandszugehörigkeit
Der Heimathafen der BAYERN ist seit ihrer Indienststellung Wilhelmshaven.
Bis Anfang 2006 gehörte sie zum 6. Fregattengeschwader. Nach dessen Auflösung wurde die Fregatte dem 2. Fregattengeschwader unterstellt.
Gemeinsam mit ihren Schwesterschiffen und den Fregatten der Sachsen-Klasse stellt der Verband große Kampfschiffe für die Landes- und Bündnisverteidigung, NATO-Verbände, internationale Einsätze, U-Boot-Jagd und weltweite Präsenzfahrten bereit.
Einsätze und internationale Verbände
Während ihrer langen Dienstzeit nahm die BAYERN an zahlreichen Übungen, Ausbildungsfahrten, NATO-Verbänden und Auslandseinsätzen teil.
Ihre Einsatzgebiete umfassten unter anderem:
Dabei wurde sie zur Seeraumüberwachung, U-Boot-Jagd, Verbandsführung, Sicherung von Schifffahrtswegen und Unterstützung internationaler Missionen eingesetzt.
UNIFIL vor dem Libanon
Die BAYERN beteiligte sich an der maritimen Komponente der Mission United Nations Interim Force in Lebanon, kurz UNIFIL.
Die eingesetzten Marineschiffe überwachen das Seegebiet vor der libanesischen Küste und unterstützen den Libanon beim Aufbau eigener Fähigkeiten zur Sicherung seiner Seegrenzen. Die BAYERN wurde dabei auch als Teil beziehungsweise Führungsschiff des multinationalen Marineverbandes eingesetzt. Die Beteiligung ist unter anderem in Veröffentlichungen des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr dokumentiert.
Operation Atalanta
Die BAYERN wurde außerdem bei der europäischen Operation Atalanta am Horn von Afrika eingesetzt.
Der Auftrag der Mission bestand vor allem darin, Schiffe des Welternährungsprogramms und gefährdete Handelsschiffe vor Piratenangriffen zu schützen. Dazu überwachten die eingesetzten Einheiten große Seegebiete im Golf von Aden und vor der Küste Somalias.
Die Fregatte kehrte im Juni 2015 nach einem rund sechsmonatigen Einsatz vor Somalia nach Wilhelmshaven zurück. Die Bayerische Staatsregierung würdigte dabei ausdrücklich die Leistung der Besatzung und die Verbindung zwischen Schiff und Patenland.
Präsenz- und Ausbildungsfahrt in den Indo-Pazifik
Am 2. August 2021 verließ die BAYERN ihren Heimathafen Wilhelmshaven zu einer außergewöhnlichen Präsenz- und Ausbildungsfahrt in den Indo-Pazifik.
Die Reise führte das Schiff durch das Mittelmeer, den Indischen Ozean und den westlichen Pazifik. Die Fregatte besuchte unter anderem Pakistan, Australien, Guam, Japan, Südkorea, Singapur, Vietnam, Sri Lanka und Indien.
Zu den Aufgaben gehörten:
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die Teilnahme an internationalen Übungen,
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die Zusammenarbeit mit Partnernationen,
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die Unterstützung der Überwachung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea,
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die Ausbildung der Besatzung,
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Hafenbesuche und diplomatische Repräsentationsaufgaben,
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sowie ein sichtbares Eintreten für freie Seewege und die Einhaltung des internationalen Seerechts.
Die Reise war die erste deutsche Marinefahrt dieser Art in die Region seit vielen Jahren. Sie wurde deshalb nicht nur als Ausbildungsfahrt, sondern auch als sichtbares außen- und sicherheitspolitisches Signal wahrgenommen.
43.000 Seemeilen in sieben Monaten
Am 18. Februar 2022 kehrte die BAYERN nach Wilhelmshaven zurück.
Während der fast siebenmonatigen Reise hatte sie etwa 43.000 Seemeilen zurückgelegt. Das entspricht ungefähr 80.000 Kilometern beziehungsweise rund zwei Erdumrundungen.
Die Besatzung hatte dabei unter wechselnden klimatischen Bedingungen operiert – vom Mittelmeer über den Indischen Ozean bis in die Seegebiete Ostasiens und des Pazifiks.
Die Fahrt wurde zu einem der bekanntesten Unternehmen der Deutschen Marine seit der Wiedervereinigung und zu einem prägenden Kapitel in der Geschichte der Fregatte.
Patenschaft mit dem Freistaat Bayern
Zwischen der Fregatte und dem Freistaat Bayern besteht eine besonders enge Patenschaft.
Die Verbindung knüpft an die Patenschaft des Freistaates mit dem früheren Zerstörer D 183 BAYERN an. Nach dessen Außerdienststellung wurde sie von der neuen Fregatte fortgeführt.
Die Patenschaft wird durch Besuche von Besatzungsmitgliedern in Bayern, Delegationsreisen nach Wilhelmshaven, Kontakte zu Staatsregierung und Landtag sowie durch einen Freundeskreis gepflegt.
Das weiß-blaue Rautenwappen am Schiff erinnert sichtbar an das Patenland. Bei ihren weltweiten Fahrten trägt die Fregatte damit nicht nur ihren Namen, sondern auch ein Stück bayerischer Identität über die Meere.
Freundeskreis Fregatte Bayern
Der Freundeskreis Fregatte Bayern unterstützt die Verbindung zwischen Schiff, Besatzung, ehemaligen Fahrern und dem Patenland.
Er begleitet Patenschaftsveranstaltungen, hält den Kontakt zu früheren Besatzungsangehörigen und trägt dazu bei, die Geschichte und Gegenwart der Fregatte in Bayern bekannt zu machen.
Die Patenschaft ist damit keine rein offizielle Verbindung. Sie lebt von persönlichen Begegnungen, gegenseitigen Besuchen und einer Kameradschaft, die inzwischen mehrere Besatzungsgenerationen umfasst.
30 Jahre Fregatte BAYERN
Am 15. Juni 2026 jährte sich die Indienststellung der Fregatte zum 30. Mal.
Die Deutsche Marine würdigte das Jubiläum mit einem Festakt in Wilhelmshaven. Vertreter des Bayerischen Landtages betonten dabei die enge Verbindung zwischen dem Freistaat und der Besatzung. Das Jubiläum belegt zugleich, dass die BAYERN auch drei Jahrzehnte nach ihrer Indienststellung weiterhin als Schiff der Deutschen Marine erhalten ist.
Modernisierung und weitere Nutzung
Nach drei Jahrzehnten im Dienst müssen zahlreiche Führungs-, Radar-, Kommunikations- und Waffensysteme der Brandenburg-Klasse erneuert werden.
Für die vier Fregatten ist deshalb eine umfassende Modernisierung und Nutzungsdauerverlängerung vorgesehen. Dabei sollen unter anderem:
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das Führungs- und Waffeneinsatzsystem,
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Radar- und Feuerleitanlagen,
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Navigationssysteme,
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Kommunikationsanlagen,
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elektronische Aufklärungssysteme,
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sowie Teile der U-Boot-Jagd- und Flugkörperausrüstung
modernisiert oder ersetzt werden.
Die Arbeiten sollen dazu beitragen, die Schiffe technisch nutzbar und militärisch einsatzfähig zu halten, bis geeignete Nachfolger zur Verfügung stehen.
Aktueller Status
F 217 BAYERN gehört weiterhin zum Bestand der Deutschen Marine und ist dem 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven zugeordnet.
Das im Juni 2026 begangene 30-jährige Dienstjubiläum zeigt, dass die Verbindung zwischen Schiff, Besatzung und Patenland weiterhin aktiv gepflegt wird.
Der tatsächliche Fahr- und Einsatzbetrieb kann durch Instandsetzungen, Werftaufenthalte und die geplante Modernisierung beeinflusst werden. Eine öffentlich belastbar dokumentierte Außerdienststellung liegt nicht vor.
Kameraden für Kameraden
Die BAYERN hat in drei Jahrzehnten zahlreiche Seegebiete befahren und sehr unterschiedliche Aufträge erfüllt.
Ihre Besatzungen jagten U-Boote, sicherten Schiffsverbände, überwachten internationale Seewege, leisteten Dienst vor dem Libanon und am Horn von Afrika und trugen das weiß-blaue Wappen bis nach Australien, Japan und in den westlichen Pazifik.
Die Indo-Pazifik-Fahrt von 2021 und 2022 stellte besondere Anforderungen an Schiff und Besatzung. Rund 43.000 Seemeilen, monatelange Abwesenheit vom Heimathafen, zahlreiche Übungen und ständig wechselnde Einsatzbedingungen verlangten seemännisches Können, technische Zuverlässigkeit und eine starke Gemeinschaft an Bord.
Hinter den Sensoren, Flugkörpern, Maschinen und Hubschraubern stehen die Kameradinnen und Kameraden auf der Brücke, in der Operationszentrale, im Maschinenraum, auf dem Flugdeck und in allen weiteren Bereichen des Schiffes.
Die Produkte zur F 217 BAYERN erinnern an die dritte Fregatte der Klasse 123, an drei Jahrzehnte unter dem weiß-blauen Rautenwappen und an alle Kameradinnen und Kameraden, die seit 1996 auf ihr gefahren sind und ihren Namen über die Weltmeere getragen haben.