Kategorie: EGV A1413 BONN

A 1413 BONN – Einsatzgruppenversorger der Klasse 702

Der Einsatzgruppenversorger A 1413 BONN ist die dritte und jüngste Einheit der Berlin-Klasse, Klasse 702. Seit seiner Indienststellung im Jahr 2013 unterstützt das Schiff deutsche und multinationale Marineverbände mit Kraftstoff, Frischwasser, Proviant, Munition, Ersatzteilen, medizinischer Versorgung und zusätzlichen Führungsmöglichkeiten.

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Mit einer Verdrängung von rund 20.900 Tonnen ist die BONN die größte und leistungsstärkste Einheit ihrer Klasse. Gegenüber ihren mehr als zehn Jahre älteren Schwesterschiffen BERLIN und FRANKFURT AM MAIN erhielt sie eine stärkere Antriebsanlage sowie zahlreiche technische Verbesserungen.

Bau, Taufe und Indienststellung

Die BONN entstand in Zusammenarbeit mehrerer deutscher Werften.

Der Rumpf wurde bei der Peene-Werft in Wolgast gebaut. Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft fertigte wesentliche Teile der Aufbauten. Rumpf und Aufbauten wurden anschließend in Emden zusammengefügt. Die Systemintegration lag in der Verantwortung von Lürssen.

Kiellegung: 16. September 2010
Ausdocken des Rumpfes: 27. April 2011
Taufe: 17. April 2012
Indienststellung: 13. September 2013
Kennung: A 1413
Internationales Rufzeichen: DRKC
Heimathafen: Wilhelmshaven
Verband: Trossgeschwader der Einsatzflottille 2

Taufpatin war Hanne Hufschmidt, die Ehefrau des damaligen Bonner Oberbürgermeisters Jürgen Nimptsch. Die Taufe fand in Emden im Beisein des damaligen Bundesverteidigungsministers Thomas de Maizière statt.

Dritte Einheit der Berlin-Klasse

Zur Berlin-Klasse gehören:

A 1411 BERLIN
A 1412 FRANKFURT AM MAIN
A 1413 BONN

Die Einsatzgruppenversorger wurden entwickelt, um Marineverbände über längere Zeit fernab ihrer Heimatstützpunkte einsatzfähig zu halten. Sie versorgen Fregatten, Korvetten und andere Einheiten während der Fahrt und reduzieren dadurch die Zahl notwendiger Hafenaufenthalte.

Die BONN ist dabei weit mehr als ein großer Tanker. Sie vereint die Fähigkeiten eines Versorgungsschiffes, Transporters, schwimmenden Warenlagers, Hubschrauberträgers, Lazaretts und Führungsschiffes auf einer gemeinsamen Plattform.

Technische Weiterentwicklung

Zwischen dem Bau der beiden ersten Einsatzgruppenversorger und der BONN lagen mehr als zehn Jahre. Die Erfahrungen aus dem Betrieb von BERLIN und FRANKFURT AM MAIN konnten deshalb in die Konstruktion des dritten Schiffes einfließen.

Die BONN erhielt unter anderem:

  • eine stärkere und wirtschaftlichere Antriebsanlage,

  • eine modernisierte elektrische Energieversorgung,

  • verbesserte Einrichtungen für die Hubschrauberführung,

  • eine weiterentwickelte sanitätsdienstliche Ausstattung,

  • veränderte Rettungssysteme,

  • modernere Beiboote,

  • sowie angepasste Unterkünfte und Arbeitsbereiche.

Die beiden Dieselmotoren leisten zusammen rund 14.400 Kilowatt beziehungsweise etwa 20.000 PS. Damit besitzt die BONN deutlich mehr Antriebsleistung als ihre beiden Schwesterschiffe. Die höhere Leistung unterstützt das Schiff insbesondere bei häufigen Geschwindigkeitsänderungen und anspruchsvollen Versorgungsmanövern.

Versorgung auf See

Die wichtigste Aufgabe der BONN ist die Versorgung anderer Schiffe während der Fahrt.

Bei einem Versorgungsmanöver fahren der Einsatzgruppenversorger und das Empfängerschiff mit möglichst gleicher Geschwindigkeit und auf parallelem Kurs. Zwischen den Schiffen werden Leinen, Schläuche und Versorgungseinrichtungen ausgebracht.

Über Schlauchleitungen können unter anderem übertragen werden:

  • Schiffsdieselkraftstoff,

  • Flugkraftstoff,

  • Schmierstoffe,

  • sowie Frischwasser.

Festgüter werden mit Ladegeschirr, Hochleinen, Kränen oder Hubschraubern übergeben. Dazu gehören:

  • Proviant und Kühlgüter,

  • Munition,

  • Ersatzteile,

  • medizinisches Material,

  • technische Verbrauchsgüter,

  • sowie Gegenstände des täglichen Bordbedarfs.

Die BONN kann gleichzeitig Schiffe auf der Backbord- und Steuerbordseite versorgen. Zusätzlich ist die Abgabe von Kraftstoff über das Heck möglich.

Solche Manöver verlangen höchste Aufmerksamkeit. Kurs, Geschwindigkeit und Abstand müssen über längere Zeit genau eingehalten werden. Brücke, Maschinenanlage und die Besatzungen der Versorgungsstationen müssen dabei eng zusammenarbeiten.

Transport- und Lagerkapazitäten

Die BONN verfügt über umfangreiche Tank-, Lager- und Containerkapazitäten.

Die Berlin-Klasse kann unter anderem rund 9.500 Kubikmeter Kraftstoff, mehr als 1.300 Kubikmeter Frischwasser, etwa 230 Tonnen Proviant und rund 200 Tonnen Munition aufnehmen. Die BONN verfügt außerdem über zahlreiche Containerstellplätze und große Lagerbereiche für Festgüter und Ersatzteile.

Die genaue Beladung wird vor jedem Einsatz an den Bedarf des zu unterstützenden Verbandes angepasst. Dadurch kann das Schiff unterschiedliche Typen von Fregatten, Korvetten, Minenabwehrfahrzeugen und Unterstützungsschiffen versorgen.

Die Einsatzgruppenversorger können zudem Müll, Abwasser und andere Rückstände von den Schiffen eines Verbandes übernehmen. Damit unterstützen sie nicht nur die Versorgung, sondern auch die Entsorgung während langer Seefahrtsabschnitte.

Bordkräne und Container

Leistungsfähige Bordkräne ermöglichen das selbstständige Laden und Löschen schwerer Versorgungsgüter und Container.

Dadurch ist die BONN nicht vollständig auf die Infrastruktur eines Hafens angewiesen. Sie kann auch in weniger gut ausgerüsteten Häfen Material übernehmen oder abgeben.

Container können abhängig vom Auftrag unterschiedliche Einrichtungen enthalten, beispielsweise:

  • Werkstätten,

  • Ersatzteillager,

  • medizinische Ausrüstung,

  • Kühlbereiche,

  • Unterkünfte,

  • oder weitere einsatzabhängige Spezialausrüstung.

Diese modulare Bauweise erhöht die Vielseitigkeit des Schiffes erheblich.

Hubschrauberbetrieb

Auf dem Achterschiff befinden sich ein großes Flugdeck und ein Hangar für bis zu zwei Marinehubschrauber.

Die Hubschrauber können eingesetzt werden für:

  • den Transport von Personal und Material,

  • die Versorgung anderer Schiffe,

  • Suche und Rettung,

  • medizinische Evakuierungen,

  • Aufklärung,

  • Verbindungseinsätze,

  • sowie den schnellen Transport dringend benötigter Ersatzteile.

Die Übergabe von Material mit Hubschraubern wird als Vertical Replenishment bezeichnet. Sie ergänzt die Versorgung über Schläuche, Leinen und Ladegeschirr.

Im April 2021 wurde die Eignung der BONN für den neuen Marinehubschrauber NH90 Sea Lion erprobt. Dabei wurden Anflugverfahren, Landung, Abstellen und Bewegen des Hubschraubers auf dem Flugdeck getestet.

Medizinische Versorgung

Die BONN kann ein umfangreiches Marineeinsatzrettungszentrum aufnehmen.

Die medizinische Einrichtung ermöglicht die Behandlung schwer verletzter oder erkrankter Menschen auf See. Zur Ausstattung gehören abhängig vom jeweiligen Rüstzustand unter anderem:

  • Operationsräume,

  • Intensivbehandlungsplätze,

  • Schockräume,

  • diagnostische Einrichtungen,

  • Laborbereiche,

  • Röntgentechnik,

  • Sterilisationsbereiche,

  • Zahnbehandlungsmöglichkeiten,

  • Krankenbetten,

  • sowie Arbeits- und Aufenthaltsräume für medizinisches Personal.

Verwundete können mit Hubschraubern oder Booten an Bord gebracht, stabilisiert, operiert und bis zu ihrem Weitertransport versorgt werden.

Die sanitätsdienstlichen Fähigkeiten sind nicht nur für militärische Einsätze wichtig. Sie können ebenso bei Evakuierungen, Rettungseinsätzen und humanitärer Hilfe genutzt werden.

Führungsfähigkeit

Die BONN verfügt über zusätzliche Unterkünfte, Arbeitsräume und Kommunikationseinrichtungen für einen eingeschifften Führungsstab.

Dadurch kann das Schiff zeitweise als Flaggschiff eines multinationalen Marineverbandes eingesetzt werden. Von Bord aus können Übungen, Überwachungsaufgaben und Einsatzoperationen geplant und geführt werden.

Moderne Funk-, Satelliten- und Datenverbindungen ermöglichen den Austausch von Informationen mit anderen Schiffen, Luftfahrzeugen und Führungsstellen an Land.

Die Kombination aus Versorgung, Medizin, Hubschrauberbetrieb und Führungsfähigkeit macht die BONN zu einem der vielseitigsten Schiffe der Deutschen Marine.

Technische Daten

Kennung: A 1413
Name: BONN
Klasse: 702
Klassenbezeichnung: Berlin-Klasse
Typ: Einsatzgruppenversorger
Kiellegung: 16. September 2010
Taufe: 17. April 2012
Indienststellung: 13. September 2013
Länge: 174 Meter
Breite: 24 Meter
Tiefgang: rund 7,4 Meter
Verdrängung: rund 20.900 Tonnen
Antrieb: zwei Dieselmotoren
Gesamtleistung: rund 14.400 Kilowatt beziehungsweise 20.000 PS
Anzahl der Propeller: zwei
Höchstgeschwindigkeit: mehr als 20 Knoten
Stammbesatzung: rund 167 Soldatinnen und Soldaten
Zusätzliches Personal: bis zu 72 Personen
Bordhubschrauber: bis zu zwei
Rufzeichen: DRKC
Heimathafen: Wilhelmshaven
Verband: Trossgeschwader.

Besatzung und eingeschiffte Kräfte

Die Stammbesatzung der BONN besteht aus rund 167 Soldatinnen und Soldaten.

Abhängig vom Auftrag können weitere Kräfte eingeschifft werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Ärztinnen und Ärzte,

  • Sanitätspersonal,

  • Hubschrauberbesatzungen und Techniker,

  • Boardingteams,

  • Führungsstäbe,

  • Verbindungsoffiziere,

  • Dolmetscher,

  • sowie Ausbildungspersonal und Offizieranwärter.

Bei Auslandseinsätzen kann die Gesamtzahl der Menschen an Bord dadurch deutlich über 200 liegen.

Das Zusammenleben und Arbeiten auf einem großen Versorgungsschiff verlangt eine besonders gute Abstimmung. Logistik, Schiffsführung, Maschinenbetrieb, Sanitätsdienst, Flugbetrieb und Einsatzführung müssen jederzeit miteinander verbunden werden.

Bewaffnung und Eigenschutz

Die BONN ist kein Kampfschiff im klassischen Sinne. Sie verfügt jedoch über Waffen zur Selbstverteidigung.

Zur Ausstattung gehören:

  • vier 27-mm-Marineleichtgeschütze MLG 27,

  • vier schwere Maschinengewehre im Kaliber 12,7 Millimeter,

  • sowie tragbare Flugabwehrwaffen vom Typ Stinger.

Die Marineleichtgeschütze dienen insbesondere der Abwehr kleiner und schneller Boote. Die schweren Maschinengewehre können zur Sicherung des Schiffes in Häfen, engen Küstengewässern und bei entsprechenden Bedrohungslagen eingesetzt werden.

Da ein Einsatzgruppenversorger für die Einsatzfähigkeit eines gesamten Verbandes von besonderer Bedeutung ist, wird er in gefährdeten Seegebieten normalerweise durch Fregatten, Korvetten und weitere Einheiten geschützt.

Heimathafen und Verbandszugehörigkeit

Die BONN ist im Marinestützpunkt Wilhelmshaven beheimatet.

Sie gehört zum Trossgeschwader der Einsatzflottille 2. In diesem Verband sind die großen Versorgungsschiffe und weitere Unterstützungseinheiten der Deutschen Marine zusammengefasst.

Das Trossgeschwader stellt die schwimmende Logistik für nationale und internationale Marineoperationen sicher. Seine Schiffe versorgen Verbände, stellen medizinische Fähigkeiten bereit und nehmen regelmäßig an Übungen und NATO-Verwendungen teil.

Einsätze und internationale Verbände

Seit ihrer Indienststellung nahm die BONN an zahlreichen nationalen und multinationalen Übungen, NATO-Verbänden und europäischen Einsätzen teil.

Zu ihren Aufgaben gehörten:

  • die Versorgung von Marineverbänden,

  • die Seeraumüberwachung,

  • die Unterstützung von Embargo- und Sanktionskontrollen,

  • die Aufnahme von Boardingteams,

  • die medizinische Unterstützung,

  • die Bereitstellung eines Verbandsstabes,

  • sowie die Führung multinationaler Schiffe.

Die BONN wurde unter anderem im Mittelmeer, in der Ägäis, in Nord- und Ostsee, im Nordatlantik und im Europäischen Nordmeer eingesetzt.

Seenotrettung im Mittelmeer

Im Jahr 2015 wurde die BONN gemeinsam mit der Fregatte HESSEN zur Seenotrettung in das Mittelmeer entsandt.

Die Besatzungen suchten dort nach überfüllten und nicht seetüchtigen Booten, nahmen Menschen aus Seenot auf und versorgten Verletzte und Erkrankte.

Die großzügigen Decksflächen, die medizinische Ausstattung und die großen Versorgungskapazitäten machten den Einsatzgruppenversorger für eine solche Aufgabe besonders geeignet.

Der Einsatz stellte die Besatzung dennoch vor außergewöhnliche Herausforderungen. Neben dem regulären Schiffsbetrieb mussten innerhalb kurzer Zeit zahlreiche gerettete Menschen untergebracht, verpflegt und medizinisch versorgt werden.

EUNAVFOR MED Operation Irini

Die BONN wurde wiederholt bei der europäischen Operation EUNAVFOR MED Irini im Mittelmeer eingesetzt.

Der Hauptauftrag der Operation ist die Überwachung des von den Vereinten Nationen verhängten Waffenembargos gegen Libyen. Dazu werden verdächtige Schiffe aufgeklärt und bei entsprechender Rechtsgrundlage kontrolliert.

Weitere Aufgaben umfassen das Sammeln von Informationen über illegale Erdölausfuhren und die Beobachtung von Schleuseraktivitäten.

Im Jahr 2021 befand sich die BONN mehr als drei Monate mit rund 210 Besatzungsangehörigen im Irini-Einsatz. Neben der Seeraumüberwachung wurden Boardingoperationen vorbereitet und durchgeführt.

Auch 2023 wurde das Schiff bei Irini eingesetzt. Neben dem eigentlichen Auftrag führte die Besatzung regelmäßig Ausbildungen in Brandbekämpfung und Leckabwehr durch.

Einsatz in der Ägäis

Im Jahr 2022 wurde die BONN in der Ägäis eingesetzt.

Dort gehörte sie zu einem NATO-Verband aus deutschen, griechischen und türkischen Einheiten. Die Hauptaufgabe bestand in der Seeraumüberwachung und im Austausch von Informationen über Schiffsbewegungen.

Die BONN diente dabei zeitweise als Flaggschiff. Ein eingeschiffter Führungsstab koordinierte von Bord aus die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten.

Ende Oktober 2022 wurde die Führungsaufgabe an den Tender ELBE übergeben. Anschließend kehrte die BONN im November nach Wilhelmshaven zurück.

NATO-Nordflanke 2024

Am 15. Januar 2024 verließ die BONN Wilhelmshaven, um für rund drei Monate Teil der besonders schnell verfügbaren maritimen Eingreifkräfte der NATO zu werden.

Das Einsatzgebiet umfasste Nord- und Ostsee sowie den Nordatlantik. Die BONN unterstützte den Verband mit Kraftstoff, Material, medizinischen Fähigkeiten und Führungsmöglichkeiten.

Zu den Übungen gehörten unter anderem Joint Warrior und Nordic Response. Dabei trainierten die beteiligten Nationen die Verstärkung und Verteidigung der NATO-Nordflanke unter anspruchsvollen winterlichen Bedingungen.

Nach Abschluss des Einsatzes kehrte die BONN am 5. April 2024 nach Wilhelmshaven zurück.

Werftliegezeiten und Instandsetzung

Im Februar 2024 musste die BONN wegen eines technischen Schadens vorübergehend die Warnowwerft in Rostock-Warnemünde anlaufen. Dort wurden außerplanmäßige Reparaturen durchgeführt.

Am 1. Juli 2024 begann anschließend eine planmäßige umfangreiche Instandsetzungsphase bei German Naval Yards. Dabei wurden unter anderem Motoren, Getriebe, Pumpen, Generatoren und weitere Komponenten der Antriebsanlage überholt.

Anfang 2025 wurde das Schiff nach Abschluss wesentlicher Hauptarbeiten an eine Ausrüstungspier verholt, wo weitere Arbeiten durchgeführt wurden.

Solche Werftphasen sind notwendig, um die Einsatzbereitschaft eines großen und technisch komplexen Schiffes langfristig zu erhalten.

Übung Mjølner 2026

Im Frühjahr 2026 nahm die BONN an der multinationalen Übung Mjølner 2026 in norwegischen Gewässern teil.

Dabei unterstützte sie den beteiligten Marineverband mit Kraftstoff und Versorgungsgütern. Die Bundeswehr dokumentierte unter anderem eine Betankung auf See, bei der die Besatzungen der beteiligten Schiffe unter anspruchsvollen Bedingungen zusammenarbeiteten.

Die Teilnahme zeigte, dass die BONN nach ihren Instandsetzungsarbeiten wieder im internationalen Übungsbetrieb eingesetzt wurde.

Patenschaft mit der Bundesstadt Bonn

Zwischen dem Einsatzgruppenversorger und der Bundesstadt Bonn besteht seit der Taufe eine enge Patenschaft.

Die Verbindung wird durch gegenseitige Besuche, Empfänge und persönliche Kontakte zwischen Besatzung, Stadtverwaltung, Vereinen und Bürgern gepflegt.

Das Bonner Stadtwappen wird sichtbar am Schiff geführt und begleitet den Einsatzgruppenversorger bei seinen weltweiten Fahrten.

Für die Besatzung bietet die Patenschaft eine Verbindung zu einer Stadt außerhalb des Marinestützpunktes. Für Bonn wiederum trägt das Schiff den Namen und das Wappen der Stadt über die Meere und vertritt sie bei internationalen Übungen und Hafenbesuchen.

Aktueller Status

A 1413 BONN gehört weiterhin zum aktiven Bestand der Deutschen Marine und ist dem Trossgeschwader in Wilhelmshaven unterstellt.

Nach umfangreichen Instandsetzungsarbeiten nahm das Schiff 2026 wieder an multinationalen Übungen und Versorgungsmanövern teil. Damit bleibt die jüngste und leistungsstärkste Einheit der Berlin-Klasse ein wichtiger Bestandteil der deutschen und multinationalen Flottenlogistik.

Kameraden für Kameraden

Die BONN ist weit mehr als ein großes Versorgungsschiff.

Ihre Besatzung sorgt dafür, dass ganze Marineverbände über lange Zeit in See bleiben können. Kraftstoff, Wasser, Proviant, Munition und Ersatzteile müssen übernommen, gelagert, verwaltet und bei jedem Wetter sicher an andere Schiffe übergeben werden.

Gleichzeitig müssen Hubschrauberbetrieb, medizinische Einsatzbereitschaft, Führungsfähigkeit und der tägliche Schiffsbetrieb gewährleistet bleiben.

Seeleute, Techniker, Logistiker, Sanitätspersonal, Marineflieger und eingeschiffte Stäbe arbeiten dabei eng zusammen. Jeder Bereich ist darauf angewiesen, dass die anderen zuverlässig funktionieren.

Die Einsätze im Mittelmeer und in der Ägäis, die NATO-Verwendungen an der Nordflanke, die Versorgungsmanöver im Nordmeer und die enge Verbindung zur Bundesstadt Bonn prägen die Geschichte dieses Schiffes.

Die Produkte zur A 1413 BONN erinnern an die dritte Einheit der Berlin-Klasse und an alle Kameradinnen und Kameraden, die seit 2013 auf diesem Einsatzgruppenversorger gefahren sind und bis heute auf ihm ihren Dienst versehen.