Mit einer Länge von 174 Metern und einer Verdrängung von rund 20.200 Tonnen gehört die FRANKFURT AM MAIN zu den größten Einheiten der Deutschen Marine. Sie vereint die Fähigkeiten eines Tankers, Transportschiffes, schwimmenden Warenlagers, Lazaretts, Hubschrauberträgers und Führungsschiffes auf einer gemeinsamen Plattform. (Bundeswehr)
Bau, Taufe und Indienststellung
Die FRANKFURT AM MAIN wurde bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft gebaut.
Taufe und Stapellauf: 5. Januar 2001
Indienststellung: 27. Mai 2002
Kennung: A 1412
Heimathafen: Wilhelmshaven
Verband: Trossgeschwader der Einsatzflottille 2
Taufpatin war die damalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth. Mit der Namensgebung begann zugleich die bis heute gepflegte Patenschaft zwischen dem Einsatzgruppenversorger und der Stadt Frankfurt am Main. (Frankfurt.de)
Zweite Einheit der Berlin-Klasse
Die FRANKFURT AM MAIN ist das zweite von drei Schiffen der Klasse 702.
Zur Berlin-Klasse gehören:
A 1411 BERLIN
A 1412 FRANKFURT AM MAIN
A 1413 BONN
Die Einsatzgruppenversorger wurden entwickelt, um gemischte Marineverbände über längere Zeit fernab ihrer Heimatstützpunkte einsatzfähig zu halten. Sie versorgen Fregatten, Korvetten und andere Einheiten während der Fahrt und reduzieren dadurch die Zahl notwendiger Hafenaufenthalte.
Im Gegensatz zu älteren Tankern und Troßschiffen bündeln die Einsatzgruppenversorger zahlreiche Aufgaben auf einem Schiff. Neben der klassischen Versorgung können sie medizinische Einrichtungen, Bordhubschrauber und zusätzliche Führungsstäbe aufnehmen. (Bundeswehr)
Versorgung auf See
Die wichtigste Aufgabe der FRANKFURT AM MAIN ist die Versorgung anderer Schiffe während der Fahrt.
Bei einem solchen Manöver fahren Einsatzgruppenversorger und Empfängerschiff mit möglichst gleichbleibendem Kurs und gleicher Geschwindigkeit nebeneinander. Zwischen beiden Schiffen werden Leinen, Schläuche und Übergabeeinrichtungen ausgebracht.
Über Schläuche können flüssige Versorgungsgüter wie Schiffsdieselkraftstoff, Flugkraftstoff und Frischwasser abgegeben werden. Proviant, Munition, Ersatzteile und andere Festgüter werden über Hochleinen oder mit Unterstützung der Bordhubschrauber transportiert.
Die FRANKFURT AM MAIN kann gleichzeitig ein Schiff an Backbord und ein weiteres an Steuerbord versorgen. Zusätzlich ist eine Kraftstoffabgabe über das Heck möglich.
Solche Manöver verlangen von den Brückenbesatzungen, dem Maschinenpersonal und den Arbeitsgruppen an den Versorgungsstationen höchste Aufmerksamkeit. Schon geringe Abweichungen bei Kurs, Geschwindigkeit oder Abstand können die zwischen den Schiffen gespannten Leitungen und Schläuche stark belasten.
Versorgungskapazität
Die FRANKFURT AM MAIN kann umfangreiche Mengen an Betriebsstoffen und Versorgungsgütern mitführen.
Zu den veröffentlichten Kapazitäten der Berlin-Klasse gehören:
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rund 9.500 Kubikmeter Kraftstoff,
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mehr als 1.300 Kubikmeter Frischwasser,
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rund 230 Tonnen Proviant,
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etwa 200 Tonnen Munition,
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weitere Festgüter, Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien,
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sowie Container für zusätzliche Ausrüstung.
Die konkrete Beladung richtet sich nach dem jeweiligen Einsatz und den zu unterstützenden Schiffen. Dadurch kann der Einsatzgruppenversorger auf unterschiedliche Verbände und Aufgaben vorbereitet werden. (Bundeswehr)
Bordkräne und Container
Mehrere leistungsfähige Kräne ermöglichen das eigenständige Laden und Löschen schwerer Versorgungsgüter und Container.
Dadurch ist die FRANKFURT AM MAIN nicht ausschließlich auf entsprechend ausgerüstete Hafenanlagen angewiesen. Sie kann auch in Häfen mit eingeschränkter Infrastruktur Material übernehmen oder abgeben.
Container können Werkstätten, Lagerbereiche, medizinische Einrichtungen oder einsatzabhängige Spezialausrüstung enthalten. Diese modulare Ergänzung erhöht die Vielseitigkeit des Schiffes.
Hubschrauberbetrieb
Auf dem Achterschiff befinden sich ein großes Flugdeck und ein Hangar für bis zu zwei Marinehubschrauber.
Die Hubschrauber können eingesetzt werden für:
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den Transport von Personen und Material,
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die schnelle Versorgung anderer Schiffe,
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Suche und Rettung,
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medizinische Evakuierungen,
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Aufklärung,
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Verbindungseinsätze,
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sowie den Transport von Ersatzteilen und dringend benötigten Versorgungsgütern.
Die Versorgung mit Hubschraubern wird als Vertical Replenishment bezeichnet. Sie ist besonders hilfreich, wenn Schiffe nicht dicht genug für eine Versorgung über Schläuche und Hochleinen zusammenfahren können.
Die FRANKFURT AM MAIN wurde für die Aufnahme des neuen Marinehubschraubers NH90 Sea Lion angepasst. Der entsprechende Umbau begann 2021. Übergangsweise kann das Schiff auch kleinere Bordhubschrauber aufnehmen. (Bundeswehr)
Medizinische Versorgung
Eine der wichtigsten Fähigkeiten der FRANKFURT AM MAIN ist die medizinische Versorgung auf See.
Das Schiff verfügt über ein integriertes Marine-Einsatz-Rettungszentrum, kurz iMERZ. Es ermöglicht die unfallchirurgische und intensivmedizinische Erstversorgung verwundeter oder schwer erkrankter Menschen.
Zur medizinischen Ausstattung gehören unter anderem:
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zwei Operationsräume,
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Schock- und Intensivbehandlungsplätze,
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Krankenbetten,
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Röntgentechnik,
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Laborbereiche,
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eine Apotheke,
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eine Zahnstation,
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Behandlungs- und Überwachungsräume,
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sowie Unterkünfte für zusätzlich eingeschifftes Sanitätspersonal.
Insgesamt stehen nach Angaben der Bundeswehr 43 Krankenbetten zur Verfügung, darunter Schock- und Intensivbehandlungsplätze. (Bundeswehr)
Im Februar 2024 erprobten Marine und Sanitätsdienst das neue Rettungszentrum erstmals in größerem Umfang an Bord der FRANKFURT AM MAIN. In einem simulierten Szenario mussten zahlreiche Verwundete aufgenommen, eingestuft, behandelt und für den Weitertransport vorbereitet werden. (Bundeswehr)
Führungsfähigkeit
Die FRANKFURT AM MAIN kann zusätzliche Führungsstäbe und Spezialisten aufnehmen.
Dafür stehen Arbeitsräume, Kommunikationsmittel und Unterkünfte zur Verfügung. Über Funk-, Satelliten- und Datenverbindungen können von Bord aus maritime Operationen geplant und koordiniert werden.
Der Einsatzgruppenversorger kann somit nicht nur logistische Unterstützung leisten, sondern auch als Führungsplattform eines nationalen oder multinationalen Verbandes dienen.
Technische Daten
Kennung: A 1412
Name: FRANKFURT AM MAIN
Klasse: 702
Klassenbezeichnung: Berlin-Klasse
Typ: Einsatzgruppenversorger
Bauwerft: Flensburger Schiffbau-Gesellschaft
Taufe und Stapellauf: 5. Januar 2001
Indienststellung: 27. Mai 2002
Länge: 174 Meter
Breite: 24 Meter
Tiefgang: rund 7,4 Meter
Verdrängung: rund 20.200 Tonnen
Antrieb: zwei Dieselmotoren
Gesamtleistung: rund 10.600 Kilowatt beziehungsweise 14.400 PS
Anzahl der Propeller: zwei
Höchstgeschwindigkeit: mehr als 20 Knoten
Stammbesatzung: rund 161 Soldatinnen und Soldaten
Zusätzliches Personal: bis zu 72 Personen
Bordhubschrauber: bis zu zwei Sea King oder NH90 Sea Lion. (Bundeswehr)
Zusätzlich eingeschiffte Kräfte
Abhängig vom jeweiligen Auftrag kann die FRANKFURT AM MAIN zahlreiche zusätzliche Kräfte aufnehmen.
Dazu können gehören:
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Ärztinnen und Ärzte,
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Sanitätspersonal,
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Hubschrauberbesatzungen und Techniker,
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Boardingteams,
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Verbandsstäbe,
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Verbindungsoffiziere,
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Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter,
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sowie weitere Fachkräfte.
Beim Indo-Pacific Deployment 2024 befanden sich rund 200 Soldatinnen und Soldaten an Bord. Neben der Stammbesatzung gehörten dazu insbesondere Offizieranwärter, die während der langen Reise ihr Praktikum in der Flotte absolvierten. (Bundeswehr)
Bewaffnung und Eigenschutz
Die FRANKFURT AM MAIN ist in erster Linie ein Versorgungsschiff. Dennoch verfügt sie über eine Bewaffnung zur Selbstverteidigung.
Dazu gehören:
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vier 27-mm-Marineleichtgeschütze,
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vier schwere Maschinengewehre im Kaliber 12,7 Millimeter,
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sowie tragbare Flugabwehrflugkörper.
Die Marineleichtgeschütze dienen insbesondere der Abwehr kleiner und schneller Boote. Die schweren Maschinengewehre können zur Sicherung des Schiffes in Häfen, Küstengewässern und bei entsprechenden Bedrohungslagen eingesetzt werden.
Da der Einsatzgruppenversorger eine besonders wichtige logistische Einheit darstellt, operiert er in gefährdeten Seegebieten normalerweise innerhalb eines geschützten Marineverbandes. (Bundeswehr)
Heimathafen und Verbandszugehörigkeit
Die FRANKFURT AM MAIN ist im Marinestützpunkt Wilhelmshaven beheimatet.
Sie gehört zum Trossgeschwader der Einsatzflottille 2. Dort sind die großen logistischen Unterstützungsschiffe der Deutschen Marine zusammengefasst.
Der Verband stellt Einsatzgruppenversorger, Tanker, Schlepper und weitere Hilfsschiffe für nationale und internationale Einsätze, NATO-Verbände und Ausbildungsfahrten bereit.
Frühe Einsätze
Bereits kurz nach ihrer Indienststellung wurde die FRANKFURT AM MAIN für internationale Einsätze und Marineverbände verwendet.
Zu ihren dokumentierten Verwendungen gehörten unter anderem:
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Operation Enduring Freedom,
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UNIFIL vor der Küste des Libanon,
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Operation Active Endeavour im Mittelmeer,
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Operation Sophia,
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NATO-Verwendungen in der Ägäis,
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internationale Ausbildungsverbände,
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sowie zahlreiche nationale und multinationale Übungen.
Die unterschiedlichen Aufgaben zeigten früh, dass der Einsatzgruppenversorger weit mehr leisten konnte als die reine Abgabe von Kraftstoff und Proviant.
Operation Sophia im Mittelmeer
Im Jahr 2016 wurde die FRANKFURT AM MAIN im Rahmen der europäischen Mission EUNAVFOR MED Operation Sophia im zentralen Mittelmeer eingesetzt.
Die Operation richtete sich gegen das Geschäftsmodell von Schleusernetzwerken. Gleichzeitig waren die eingesetzten Schiffe verpflichtet, Menschen in Seenot zu retten.
Die FRANKFURT AM MAIN übernahm im Mittelmeer die Aufgaben des Schwesterschiffes BERLIN und arbeitete unter anderem mit der Korvette LUDWIGSHAFEN AM RHEIN zusammen. (Bundeswehr Journal)
Während dieser Einsatzzeit rettete die Besatzung mehrere Tausend Menschen aus nicht seetüchtigen Booten. Der Einsatz stellte besondere Anforderungen an die medizinischen Einrichtungen, die Unterbringung, die Versorgung und die gesamte Organisation an Bord.
NATO-Einsatz in der Ägäis
Die FRANKFURT AM MAIN wurde wiederholt zur Unterstützung des NATO-Verbandes in der Ägäis eingesetzt.
Der Auftrag bestand vor allem in der Seeraumüberwachung und im Austausch von Informationen über Schiffsbewegungen. Diese Informationen wurden unter anderem mit griechischen und türkischen Behörden sowie der europäischen Grenzschutzagentur Frontex geteilt.
Im Jahr 2023 lief das Schiff erneut für einen mehrmonatigen Einsatz in Richtung Ägäis aus. (Bundeswehr)
Indo-Pacific Deployment 2024
Am 7. Mai 2024 verließ die FRANKFURT AM MAIN Wilhelmshaven zu einem der bedeutendsten Unternehmen ihrer bisherigen Dienstzeit.
Gemeinsam mit der Fregatte BADEN-WÜRTTEMBERG nahm sie am Indo-Pacific Deployment 2024 teil. Die Reise führte über den Atlantik, den Panamakanal und den Pazifik bis nach Ost- und Südostasien sowie anschließend durch den Indischen Ozean zurück nach Europa.
Der Einsatzgruppenversorger stellte während der Reise die logistische Unterstützung des Verbandes sicher. Er versorgte nicht nur das deutsche Begleitschiff, sondern führte auch gemeinsame Seeversorgungsmanöver mit Einheiten verbündeter Marinen durch. (Bundeswehr)
Die Fahrt diente der Ausbildung, der Zusammenarbeit mit Partnerstaaten und der sichtbaren Unterstützung freier Seewege und der regelbasierten internationalen Ordnung.
Zu den besuchten Regionen und Häfen gehörten unter anderem:
Im Oktober 2024 machte die FRANKFURT AM MAIN gemeinsam mit der BADEN-WÜRTTEMBERG in Singapur fest. (Bundeswehr)
Ausbildung im Indo-Pazifik
Während des Indo-Pacific Deployments nahm die FRANKFURT AM MAIN an zahlreichen multinationalen Übungen teil.
Dazu gehörten:
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Versorgung auf See,
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gemeinsame Manöver mit Fregatten und Zerstörern,
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Flug- und Hubschrauberübungen,
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Seenotrettung,
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medizinische Ausbildung,
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Verbandsführung,
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sowie die Zusammenarbeit mit Marinen unterschiedlicher Nationen.
Die lange Reise stellte hohe Anforderungen an Besatzung und Technik. Die Mannschaft blieb grundsätzlich während der gesamten siebenmonatigen Unternehmung an Bord, während auf der begleitenden Fregatte ein Besatzungswechsel vorgesehen war. (Bundeswehr)
Quadriga und Northern Coasts 2025
Im August und September 2025 nahm die FRANKFURT AM MAIN an der Bundeswehr-Übungsserie Quadriga 2025 teil.
Während der Teilübung Role2Sea stand insbesondere die medizinische Rettungskette im Mittelpunkt. Das iMERZ wurde genutzt, um die Versorgung Verwundeter auf See und deren Übergabe an Einrichtungen an Land zu trainieren.
Anschließend beteiligte sich der Einsatzgruppenversorger an Northern Coasts 2025 in der Ostsee. Dort versorgte er unter anderem verbündete Einheiten und unterstützte die Übung zur Verteidigung der NATO-Ostflanke. (Bundeswehr)
Patenschaft mit Frankfurt am Main
Die Stadt Frankfurt am Main und die Besatzung ihres Patenschiffes verbindet seit der Taufe eine enge Partnerschaft.
Delegationen der Besatzung besuchen regelmäßig die Stadt und werden im Römer empfangen. Umgekehrt reisen Vertreter der Stadt zum Schiff nach Wilhelmshaven.
Besonders zur Adventszeit entwickelte sich der Besuch von Besatzungsangehörigen in Frankfurt zu einer festen Tradition. Die Verbindung wird nicht nur auf offizieller Ebene gepflegt, sondern auch durch persönliche Kontakte, soziale Einrichtungen und kameradschaftliche Begegnungen. (Frankfurt.de)
Das Frankfurter Stadtwappen am Schiff trägt die Verbindung zur Patenstadt bei Einsätzen und Ausbildungsfahrten über die Weltmeere.
Aktueller Status
A 1412 FRANKFURT AM MAIN gehört weiterhin zum aktiven Bestand der Deutschen Marine und ist dem Trossgeschwader in Wilhelmshaven unterstellt.
Nach dem Indo-Pacific Deployment 2024 wurde das Schiff 2025 erneut intensiv für medizinische Übungen, die Versorgung multinationaler Verbände und die Verteidigungsausbildung in der Ostsee eingesetzt. (Bundeswehr)
Kameraden für Kameraden
Die FRANKFURT AM MAIN ist ein schwimmender Versorgungsstützpunkt für ganze Marineverbände.
Ihre Besatzung übernimmt Kraftstoff, Wasser, Proviant, Munition und Ersatzteile, verwaltet umfangreiche Bestände und übergibt die Versorgungsgüter bei jedem Wetter an andere Schiffe.
Gleichzeitig müssen der Hubschrauberbetrieb, die medizinische Einsatzbereitschaft, die technischen Anlagen und der tägliche Schiffsbetrieb aufrechterhalten werden. Seeleute, Techniker, Logistiker, Sanitätspersonal, Marineflieger und eingeschiffte Stäbe arbeiten dabei eng zusammen.
Die Rettung Tausender Menschen im Mittelmeer, der monatelange Einsatz im Indo-Pazifik, die Versorgung verbündeter Schiffe und die enge Verbindung zur Patenstadt Frankfurt prägen die Geschichte dieses Einsatzgruppenversorgers.
Die Produkte zur A 1412 FRANKFURT AM MAIN erinnern an die zweite Einheit der Berlin-Klasse und an alle Kameradinnen und Kameraden, die seit 2002 auf diesem Schiff gefahren sind und bis heute auf ihm ihren Dienst versehen.