Gebaut wurde die SCHLESWIG-HOLSTEIN bei H. C. Stülcken Sohn in Hamburg. Die Kiellegung erfolgte am 20. August 1959, genau ein Jahr später lief das Schiff vom Stapel. Am 12. Oktober 1964 wurde D182 in Dienst gestellt.
Zunächst war die SCHLESWIG-HOLSTEIN zusammen mit der HAMBURG dem 1. Zerstörergeschwader unterstellt. Nach der Aufstellung des 2. Zerstörergeschwaders am 1. April 1965 gehörten die Zerstörer der Hamburg-Klasse zu diesem Verband. Heimathafen der SCHLESWIG-HOLSTEIN war Wilhelmshaven.
Unter ihren Besatzungen war die SCHLESWIG-HOLSTEIN auch unter ihrem Spitznamen „Sophie X“ bekannt. Solche Bordnamen gehörten zum Alltag und zur eigenen Identität eines Schiffes und wurden von Generation zu Generation weitergetragen.
Die Zerstörer der Klasse 101 waren für ein breites Aufgabenspektrum ausgelegt. Dazu gehörten die Sicherung von Geleitzügen, die Bekämpfung von See- und Luftzielen, die U-Boot-Jagd sowie das Minenlegen. Mit ihrer starken Artilleriebewaffnung, der Dampfturbinenanlage und einer Höchstgeschwindigkeit von rund 35 Knoten waren sie für die Anforderungen der Bundesmarine in Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik konzipiert.
Wie ihre Schwesterschiffe wurde auch die SCHLESWIG-HOLSTEIN in den 1970er-Jahren umfassend modernisiert. Zu den wichtigsten Veränderungen gehörte die Ausrüstung mit dem Seezielflugkörper MM38 Exocet. Nach der Kampfwertsteigerung wurden die Schiffe als Klasse 101A geführt und blieben noch viele Jahre im Flottendienst.
Über drei Jahrzehnte war D182 für zahlreiche Besatzungen Arbeitsplatz und Heimat auf See. Ausbildungsfahrten, Manöver und der Dienst innerhalb der NATO bestimmten den Alltag ebenso wie Hafenaufenthalte, Wachen und das kameradschaftliche Leben an Bord.
Am 15. Dezember 1994 wurde die SCHLESWIG-HOLSTEIN nach mehr als 30 Jahren Dienst außer Dienst gestellt. Damit war sie die letzte Einheit der Hamburg-Klasse, die aus dem aktiven Dienst ausschied. Das ehemalige Schiff wurde später verkauft und 1998 abgewrackt.
Für die Männer, die auf der SCHLESWIG-HOLSTEIN gefahren sind, bleibt D182 jedoch weit mehr als eine Kennung in der Geschichte der Bundesmarine. Sie steht für gemeinsame Jahre auf See, Kameradschaft und Erinnerungen an ein Schiff, das für viele einen besonderen Platz im Herzen hat.
Ein Spruch, der mit der Tradition dieses Schiffes verbunden wurde, lautete:
„Weder furchtsam noch verwegen.“
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer der Hamburg-Klasse
Klasse: 101 / nach Modernisierung 101A
Kennung: D182
Spitzname: „Sophie X“
Heimathafen: Wilhelmshaven
Indienststellung: 12. Oktober 1964
Außerdienststellung: 15. Dezember 1994
Länge: 133,7 m
Besatzung: rund 280 Mann
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 35 kn
Diese Kollektion erinnert an die Männer, die auf dem Zerstörer SCHLESWIG-HOLSTEIN D182 ihren Dienst geleistet haben. Ein Stück Marinegeschichte, das bis heute in den Erinnerungen seiner Besatzungen weiterlebt.
Von Kameraden – für Kameraden.