Kategorie: P6146 S46 FUCHS

Schnellboot S46 FUCHS (P6146)

Geschichte

Die Fuchs (S46) war ein Flugkörperschnellboot der Klasse 148 (Tiger-Klasse). Sie gehörte zur ersten Gruppe dieser Bootsklasse und wurde dem 3. Schnellbootgeschwader in Flensburg zugeteilt. Die Fuchs wurde am 17. Oktober 1973 in Dienst gestellt.

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Mit der Tiger-Klasse wurde die Schnellbootwaffe der Bundesmarine von klassischen Torpedoschnellbooten auf moderne Flugkörperschnellboote umgestellt. Die Hauptbewaffnung bestand aus vier Seezielflugkörpern MM38 Exocet, ergänzt durch ein 76-mm-OTO-Melara-Geschütz, eine 40-mm-Bofors-Flak und die Möglichkeit zum Minenlegen.

Die Fuchs gehörte zunächst zum 3. Schnellbootgeschwader in Flensburg. Nach der Auflösung des 3. Schnellbootgeschwaders wechselte sie mit den verbliebenen Booten zum 5. Schnellbootgeschwader nach Olpenitz. In den letzten Dienstjahren gehörte sie damit zu den Booten, die den Übergang vom Flensburger Verband in das 5. Schnellbootgeschwader noch mitmachten.

Am 16. Dezember 2002 wurde die Fuchs bei der Deutschen Marine außer Dienst gestellt. Sie gehörte damit zu den letzten Booten der Klasse 148 im deutschen Dienst.

Aufgabe und Besonderheiten

Die Fuchs war als Flugkörperschnellboot für den schnellen Angriff gegen gegnerische Überwasserstreitkräfte vorgesehen. Ihre Stärke lag in hoher Geschwindigkeit, kleiner Silhouette, kurzer Reaktionszeit und der Fähigkeit, mit Exocet-Flugkörpern Ziele auf größere Entfernung zu bekämpfen.

Eine sichtbare Besonderheit der Klasse 148 waren spätere Nachrüstungen im Bereich der elektronischen Kampfführung. Einige Boote erhielten die EloKa-Anlage OCTOPUS, die besonders im Mastbereich erkennbar war. Dadurch konnten sich Boote derselben Klasse je nach Zeitraum äußerlich unterscheiden. Für diese Beschreibung wird OCTOPUS als wichtige spätere Nachrüstung der Tiger-Klasse erwähnt, ohne jeden einzelnen Bauzustand gesondert darzustellen.

Technische Daten

Klasse: 148, Tiger-Klasse
Typ: Flugkörperschnellboot
Kennung: S46 / P6146
Indienststellung: 17. Oktober 1973
Außerdienststellung: 16. Dezember 2002

Länge: ca. 47 m
Breite: ca. 7 m
Tiefgang: ca. 2,7 m
Verdrängung: ca. 265 t
Antrieb: 4 MTU-Dieselmotoren
Leistung: ca. 14.400 PS
Geschwindigkeit: ca. 38 kn
Besatzung: etwa 30 Soldaten

Bewaffnung:

4 × MM38 Exocet-Seezielflugkörper
1 × 76-mm-OTO-Melara-Geschütz
1 × 40-mm-Bofors L/70
Minenlegevorrichtung optional

Geschwaderzugehörigkeit

Die Fuchs gehörte zunächst zum 3. Schnellbootgeschwader in Flensburg.

Nach der Auflösung des 3. Schnellbootgeschwaders wechselte sie zum 5. Schnellbootgeschwader nach Olpenitz.

Rufzeichen

Internationales Funkrufzeichen: DRBF.

Verbleib

Nach ihrer Außerdienststellung wurde die Fuchs an Ägypten abgegeben und dort als 6. October weitergeführt.

Von Kameraden für Kameraden

Die Fuchs gehörte zu den Booten der Tiger-Klasse, die fast bis zum Ende der deutschen Schnellbootära im Dienst standen. Als Boot des 3. Schnellbootgeschwaders und später des 5. Schnellbootgeschwaders steht sie für die letzte lange Einsatzphase der Klasse 148.

Für ihre Besatzungen bedeutete der Dienst auf der Fuchs moderne Technik, hohe Fahrt, enge Räume und das sichere Zusammenspiel im Verband. Sie war eines jener Boote, auf denen sich der Wandel der Schnellbootwaffe besonders deutlich zeigte: vom klassischen Schnellbootgedanken hin zum leistungsfähigen Flugkörperträger – von Kameraden für Kameraden.