Kategorie: P6087 S18 Häher

Schnellboot S18 HÄHER (P6087)

Geschichte

Die Häher (S18) war ein Torpedo-Schnellboot der Klasse 140 (Jaguar-Klasse) und gehörte zur zweiten Gruppe dieser Bootsklasse. Während die ersten Boote der Klasse 140 im 3. Schnellbootgeschwader Raubtiernamen trugen, erhielten die Boote des 5. Schnellbootgeschwaders Vogelnamen. Die Häher wurde am 5. April 1960 in Dienst gestellt.

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Die Häher gehörte zum 5. Schnellbootgeschwader. Dieses Geschwader wurde am 1. Oktober 1959 in Neustadt in Holstein aufgestellt und später nach Olpenitz verlegt. Die Boote des Geschwaders bildeten mit ihren Vogelnamen die zweite Gruppe der Jaguar-Klasse.

Während ihrer Dienstzeit war die Häher Teil des laufenden Ausbildungs-, Manöver- und Bereitschaftsdienstes der Schnellbootwaffe. Die Boote der Jaguar-Klasse waren für schnelle Torpedoangriffe gegen gegnerische Überwasserstreitkräfte vorgesehen und spielten im Verteidigungskonzept der NATO für Nord- und Ostsee eine wichtige Rolle.

Am 15. Dezember 1974 wurde die Häher bei der Bundesmarine außer Dienst gestellt. Anschließend wurde sie an die Türkische Marine abgegeben.


Aufgabe und Besonderheiten

Die Häher war als Torpedo-Schnellboot für den schnellen Angriff auf gegnerische Überwasserstreitkräfte gebaut. Ihr Einsatzkonzept beruhte auf hoher Geschwindigkeit, überraschendem Angriff und schnellem Lösen aus dem Gefecht.

Wie alle Boote der Klasse 140 verfügte sie über vier 533-mm-Torpedorohre und zwei 40-mm-Bofors-Geschütze. Zusätzlich konnten die Boote zum Minenlegen eingesetzt werden. Mit ihrer geringen Größe, hohen Geschwindigkeit und starken Bewaffnung waren sie typische Schnellboote des Kalten Krieges.

Eine besondere Einzelgeschichte der Häher ist nach den bislang belastbaren Quellen nicht gesichert. Deshalb bleibt der Text hier bewusst bei den belegbaren Daten und ordnet das Boot in die Geschichte des 5. Schnellbootgeschwaders ein.


Technische Daten

Klasse: 140, Jaguar-Klasse
Typ: Torpedo-Schnellboot
Kennung: S18 / P6087
Indienststellung: 5. April 1960
Außerdienststellung: 15. Dezember 1974

Länge: 42,62 m
Breite: 7,10 m
Tiefgang: ca. 2,10 m
Verdrängung: ca. 183 t
Antrieb: 4 Dieselmotoren
Leistung: rund 12.000 PS
Geschwindigkeit: ca. 42 kn
Besatzung: 39 Soldaten

Bewaffnung:

4 × 533-mm-Torpedorohre
2 × 40-mm-Bofors L/70
Wasserbomben
Minenlegeeinrichtung optional anstelle der achteren Torpedorohre

 


Geschwaderzugehörigkeit

Die Häher gehörte zum 5. Schnellbootgeschwader.

Das Geschwader war zunächst in Neustadt in Holstein stationiert und verlegte später nach Olpenitz.


Verbleib

Nach ihrer Außerdienststellung am 15. Dezember 1974 wurde die Häher an die Türkische Marine abgegeben und dort als P333 Mızrak geführt. Als türkische Außerdienststellung wird der 17. Juni 1993 genannt.


Von Kameraden für Kameraden

Die Häher gehörte zu den Vogelbooten des 5. Schnellbootgeschwaders und war Teil jener Schnellbootgeneration, die über viele Jahre den Dienst in Neustadt und später in Olpenitz prägte. Auf diesen Booten war wenig Raum, aber viel Verantwortung. Jeder Mann an Bord musste sich auf den anderen verlassen können.

Für ihre Besatzungen bedeutete die Häher schnelle Fahrt, Maschinenlärm, Seegang, Wachsamkeit und Kameradschaft auf engstem Raum. Sie steht für die Zeit, in der die Schnellbootwaffe der Bundesmarine mit kleinen, schnellen und kampfstarken Booten ihren Beitrag zur Bündnisverteidigung leistete – von Kameraden für Kameraden.