Kategorie: P6084 S29 Alk

Schnellboot S29 ALK (P6084)

Geschichte

Die Alk (S29) war ein Torpedo-Schnellboot der Klasse 140 (Jaguar-Klasse) und gehörte zur zweiten Gruppe dieser Bootsklasse. Diese Boote trugen Vogelnamen und wurden dem 5. Schnellbootgeschwader zugeteilt. Das Bundesarchiv führt die Alk (P6084) ausdrücklich unter den Booten, die mit ihrer Indienststellung dem 5. Schnellbootgeschwader zugeordnet wurden; zugleich zählt es sie zur Klasse 140. Außerdem zeigt die Übersicht, dass ihr späteres Nachfolgeboot im 5. Schnellbootgeschwader die S55 Alk (P6155) der Tiger-Klasse war.

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Nach den verfügbaren Flottenübersichten wurde die Alk am 14. Januar 1960 in Dienst gestellt. Ein interessanter archivalischer Hinweis belegt zudem die Alk gemeinsam mit S30 Pelikan in Cuxhaven am 21. März 1961. Das passt gut zu der Erinnerung, dass Schnellboote des 5. Schnellbootgeschwaders dort zumindest zeitweise präsent waren, ohne dass daraus automatisch ein dauerhafter Heimathafen Cuxhaven abzuleiten wäre.

Im aktiven Dienst gehörte die Alk zu den Vogelbooten des 5. Schnellbootgeschwaders, das zunächst in Neustadt in Holstein und später in Olpenitz beheimatet war. Sie stand damit in jener Reihe von Booten, die den Schnellbootdienst der Bundesmarine in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren prägten. Ihre Außerdienststellung fällt in das Jahr 1974; bei dem genauen Datum weichen die verfügbaren Übersichten voneinander ab, deshalb nenne ich hier bewusst nur das gesicherte Jahr. Anschließend wurde sie an die Türkische Marine abgegeben und dort nur noch als Ersatzteilträger verwendet.


Aufgabe und Besonderheiten

Die Alk war als klassisches Torpedo-Schnellboot für den schnellen Angriff auf gegnerische Überwasserstreitkräfte vorgesehen. Wie die übrigen Boote der Jaguar-Klasse sollte sie mit hoher Geschwindigkeit angreifen, ihre Torpedos einsetzen und sich anschließend rasch wieder lösen. Zusätzlich konnten die Boote zum Minenlegen verwendet werden.

Eine besondere Einzelgeschichte wie bei manchen anderen Booten der Klasse ist für die Alk bislang nicht eindeutig dokumentiert. Historisch greifbar ist jedoch der belegte Aufenthalt mit der Pelikan in Cuxhaven im März 1961. Gerade solche kleinen, archivalisch fassbaren Hinweise machen ein Boot im Nachschlagewerk persönlicher und konkreter.


Technische Daten

Klasse: 140, Jaguar-Klasse
Typ: Torpedo-Schnellboot
Kennung: S29 / P6084
Indienststellung: 14. Januar 1960
Außerdienststellung: 1974

Länge: 42,62 m
Breite: 7,10 m
Tiefgang: ca. 2,10 m
Verdrängung: ca. 183 t
Antrieb: 4 Dieselmotoren
Leistung: rund 12.000 PS
Geschwindigkeit: ca. 42 kn
Besatzung: 39 Mann

Bewaffnung:

4 × 533-mm-Torpedorohre
2 × 40-mm-Bofors L/70
Wasserbomben
Minenlegeeinrichtung möglich


Geschwaderzugehörigkeit

Die Alk gehörte zum 5. Schnellbootgeschwader. Das ist im Bundesarchiv eindeutig belegt.


Verbleib

Nach ihrer Außerdienststellung im Jahr 1974 wurde die Alk an die Türkische Marine abgegeben. Dort diente sie nach den verfügbaren Übersichten nicht mehr als aktives Schnellboot, sondern nur noch als Ersatzteilträger.


Von Kameraden für Kameraden

Die Alk gehörte zu den Vogelbooten des 5. Schnellbootgeschwaders und stand damit für die Jahre des Schnellbootdienstes in Neustadt und später in Olpenitz. Wie ihre Schwesterschiffe war sie kein großes Schiff mit viel Platz, sondern ein schnelles, forderndes Boot, auf dem jeder Mann an Bord zählte.

Der archivalisch belegte Aufenthalt in Cuxhaven zusammen mit der Pelikan zeigt, dass sich hinter jeder Kennung mehr verbirgt als nur ein Name in einer Liste. Für ehemalige Besatzungsangehörige sind genau solche Erinnerungen oft das, was ein Boot lebendig hält. So bleibt auch die Alk ein Teil der Geschichte der grauen Flotte – von Kameraden für Kameraden.