Kategorie: M2660 GEFION

Binnenminensuchboot M 2660 GEFION

Die GEFION gehörte zu den Binnenminensuchbooten der Klasse 394A und stand mehr als 35 Jahre im Dienst der deutschen Bundesmarine und später der Deutschen Marine. Für viele ehemalige Besatzungsangehörige steht ihr Name bis heute für Minenabwehr, Seefahrt und die enge Kameradschaft an Bord eines kleinen Marinebootes.

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Ursprünglich wurde die GEFION als Küstenwachboot der Klasse 362 gebaut. Sie entstand bei der Krögerwerft in Schacht-Audorf und wurde am 17. Februar 1967 als W 33 GEFION in Dienst gestellt.

Zum 1. Januar 1968 wurde das Boot zum Binnenminensuchboot der Klasse 394 umklassifiziert und erhielt die Kennung M 2673. Während einer späteren Zeit in der Reserveflottille wurde die GEFION zeitweise unter der Kennung Y 1654 geführt.

Im Jahr 1973 kehrte sie zum 7. Minensuchgeschwader in Neustadt in Holstein zurück und erhielt ihre bekannte endgültige Kennung:

M 2660 GEFION

Gemeinsam mit ihren Schwesterbooten erfüllte die GEFION Aufgaben der Minenabwehr. Alternativ zur Räumausrüstung konnte sie bis zu 30 Seeminen aufnehmen und als Minenleger eingesetzt werden. Ihre Holzbauweise verringerte die magnetische Eigenwirkung des Bootes und war damit besonders für den Einsatz in minengefährdeten Gewässern geeignet.

Der Dienst auf den vergleichsweise kleinen Binnenminensuchbooten verlangte seemännisches Können, technisches Verständnis und eine eingespielte Besatzung. Bei Übungen, Seefahrten und im täglichen Bordbetrieb musste sich jeder auf den anderen verlassen können.

Am 27. März 2002 wurde die GEFION nach mehr als 35 Dienstjahren endgültig außer Dienst gestellt. Anschließend diente sie als Ausbildungshulk bei der Marinetechnikschule in Parow. Im März 2014 wurde das ehemalige Marineboot zum Abbruch nach Frederikshavn geschleppt.

Geblieben sind die Erinnerungen an gemeinsame Seefahrten, Übungen, Hafenaufenthalte und an eine Kameradschaft, die für viele ehemalige Besatzungsangehörige weit über die aktive Dienstzeit hinaus Bestand hatte.

Dieses Motiv erinnert an das Binnenminensuchboot M 2660 GEFION und an alle Kameraden, die auf ihr gefahren sind.

Technische und historische Einordnung

  • Bootsname: GEFION

  • Letzte Kennung: M 2660

  • Frühere Kennungen: W 33, M 2673 und Y 1654

  • Bootsklasse: Klasse 394A – Frauenlob-Klasse

  • Ursprüngliche Verwendung: Küstenwachboot der Klasse 362

  • Spätere Verwendung: Binnenminensuchboot

  • Bauwerft: Krögerwerft, Schacht-Audorf

  • Indienststellung: 17. Februar 1967

  • Endgültige Außerdienststellung: 27. März 2002

  • Letzter Verband: 7. Minensuchgeschwader

  • Spätere Nutzung: Ausbildungshulk der Marinetechnikschule Parow

  • Verbleib: 2014 zum Abbruch nach Frederikshavn geschleppt