{"title":"Fregatte 124 - SACHSEN -Klasse","description":"\u003ch1\u003eSachsen-Klasse – Luftverteidigungsfregatten der Klasse 124\u003c\/h1\u003e\n\u003cp\u003eDie \u003cstrong\u003eSachsen-Klasse\u003c\/strong\u003e, militärische Klassenbezeichnung \u003cstrong\u003eKlasse 124 beziehungsweise F124\u003c\/strong\u003e, umfasst drei Luftverteidigungsfregatten der Deutschen Marine:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eF 219 \u003cstrong\u003eSACHSEN\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eF 220 \u003cstrong\u003eHAMBURG\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eF 221 \u003cstrong\u003eHESSEN\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie zwischen November 2004 und April 2006 in Dienst gestellten Schiffe gehören zum \u003cstrong\u003e2. Fregattengeschwader\u003c\/strong\u003e der Einsatzflottille 2 und sind in Wilhelmshaven stationiert. Gemeinsam mit den Fregatten der Brandenburg-Klasse bilden sie den Kern der großen Mehrzweckkampfschiffe dieses Verbandes.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Sachsen-Klasse wurde vor allem für die weiträumige Überwachung des Luftraums und den Schutz größerer Marineverbände vor Bedrohungen aus der Luft entwickelt. Innerhalb der NATO werden die Schiffe wegen dieser Schwerpunktfähigkeit als \u003cstrong\u003eMajor Air Defender\u003c\/strong\u003e eingeordnet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eNeben der Verbandsflugabwehr können sie andere Kriegsschiffe führen, Seeziele bekämpfen, U-Boote orten und angreifen sowie weltweit an nationalen und multinationalen Einsätzen teilnehmen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eEntwicklung und historische Einordnung\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Entwicklung der Klasse 124 begann vor dem Hintergrund der absehbaren Außerdienststellung der drei Zerstörer der Lütjens-Klasse.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese hatten seit Ende der 1960er-Jahre die weitreichende Flugabwehr der Bundesmarine getragen. Mit der Außerdienststellung des letzten Zerstörers im Jahr 2003 entstand vorübergehend eine Lücke bei der spezialisierten Verbandsflugabwehr. Die Sachsen-Klasse wurde entwickelt, um diese Fähigkeit mit moderner Radar-, Führungs- und Flugkörpertechnik wiederherzustellen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eObwohl die Einheiten offiziell als Fregatten bezeichnet werden, übernahmen sie damit einen wesentlichen Teil der Aufgaben früherer Lenkwaffenzerstörer. Ihre Größe, Bewaffnung, Führungsfähigkeit und Hauptaufgabe unterscheiden sie deutlich von älteren deutschen Fregatten, deren Schwerpunkt häufig auf U-Boot-Jagd oder allgemeinem Geleitschutz lag.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Klasse 124 stellt daher weniger eine direkte Fortentwicklung einer einzelnen älteren Fregattenklasse dar. Sie ist vielmehr der funktionale Nachfolger der deutschen Luftverteidigungszerstörer.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eBauprogramm\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie drei Schiffe wurden im Rahmen eines gemeinsamen deutschen Werftenprogramms gebaut. Als Grundlage diente die bereits bei der Brandenburg-Klasse bewährte Schiffskonstruktion, die jedoch für die neuen Radar-, Führungs- und Flugabwehrsysteme erheblich weiterentwickelt wurde.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Indienststellungen erfolgten:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eF 219 SACHSEN am \u003cstrong\u003e4. November 2004\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eF 220 HAMBURG am \u003cstrong\u003e13. Dezember 2004\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eF 221 HESSEN am \u003cstrong\u003e21. April 2006\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eMit der HESSEN war die Klasse vollständig in die Deutsche Marine übernommen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eEine ursprünglich erwogene vierte Einheit wurde nicht gebaut. Die Klasse besteht deshalb aus drei Schiffen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eHauptauftrag: Verbandsflugabwehr\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie wichtigste Aufgabe der Sachsen-Klasse ist der Schutz eines Marineverbandes vor Angriffen aus der Luft.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eBedrohungen können ausgehen von:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eKampfflugzeugen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eHubschraubern,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eDrohnen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSeezielflugkörpern,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eMarschflugkörpern,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eunter bestimmten Voraussetzungen ballistischen Flugkörpern.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Schiffe sollen solche Ziele möglichst früh erkennen, verfolgen, bewerten und bei Bedarf bekämpfen. Sie schützen dabei nicht nur sich selbst, sondern auch andere Schiffe im Verband.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eEine einzelne Fregatte der Klasse 124 kann mit ihrem Weitbereichsradar einen sehr großen Luftraum überwachen. Die Bundeswehr beschreibt die Fähigkeit sinngemäß damit, dass ein Schiff den Luftraum über der gesamten Nordsee erfassen könnte. Das Radar kann mehr als 1.000 Luftziele gleichzeitig verfolgen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese Fähigkeit macht die Klasse besonders wertvoll für den Schutz:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003evon Flugzeugträgerverbänden,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003evon amphibischen Verbänden,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003evon Versorgungsschiffen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003evon Konvois,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003emultinationaler Einsatzgruppen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Schiffe wurden deshalb mehrfach in Kampfgruppen der US Navy integriert.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eMehrschichtige Flugabwehr\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Flugabwehr der Sachsen-Klasse ist in mehrere Reichweitenbereiche gegliedert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür weit entfernte Ziele stehen Flugkörper des Typs \u003cstrong\u003eStandard Missile 2 – SM-2\u003c\/strong\u003e zur Verfügung. Sie werden aus der senkrechten Startanlage Mk 41 verschossen und dienen vor allem zur Bekämpfung von Flugzeugen und Flugkörpern auf größere Entfernung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür mittlere Entfernungen wird die \u003cstrong\u003eEvolved Sea Sparrow Missile – ESSM\u003c\/strong\u003e eingesetzt. Sie kann ebenfalls aus dem Mk-41-Startsystem verschossen werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZur unmittelbaren Selbstverteidigung besitzt jedes Schiff zwei Starter des Systems \u003cstrong\u003eRIM-116 RAM\u003c\/strong\u003e. Ein Starter befindet sich auf dem Vorschiff, der andere auf dem Hangar. RAM dient besonders der Abwehr anfliegender Lenkflugkörper im Nahbereich.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDamit entsteht grundsätzlich ein gestaffelter Schutzschirm:\u003c\/p\u003e\n\u003col\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSM-2 für die weiträumige Abwehr,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eESSM für den mittleren Bereich,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eRAM für die unmittelbare Selbstverteidigung.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ol\u003e\n\u003ch2\u003eSenkrechtstartanlage Mk 41\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eIm Vorschiffsbereich befindet sich ein \u003cstrong\u003eVertical Launching System Mk 41\u003c\/strong\u003e mit 32 Startzellen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAus diesen Zellen können Flugabwehrraketen vom Typ SM-2 und ESSM verschossen werden. Eine Zelle nimmt entweder einen SM-2-Flugkörper oder einen Vierfachbehälter mit vier ESSM auf.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie tatsächliche Zusammenstellung der Flugkörper kann abhängig vom Auftrag variieren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer senkrechte Start ermöglicht es, Flugkörper in sehr kurzer Zeit gegen Bedrohungen aus unterschiedlichen Richtungen einzusetzen. Anders als bei schwenkbaren Startern muss die Abschussanlage nicht zunächst mechanisch auf das Ziel ausgerichtet werden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eSMART-L-Weitbereichsradar\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDas auffälligste Sensorsystem der Klasse ist das auf dem achteren Aufbau montierte \u003cstrong\u003eSMART-L-Radar\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSMART-L ist ein weitreichendes dreidimensionales Luftraumüberwachungsradar. Es erfasst Luftziele auf Entfernungen von mehr als 400 Kilometern und kann gleichzeitig über 1.000 Kontakte verfolgen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSeine Aufgabe besteht vor allem darin:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eLuftziele frühzeitig zu entdecken,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eBewegungsrichtung und Geschwindigkeit zu bestimmen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eden Luftraum großflächig zu überwachen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eZieldaten für die weitere Bekämpfung bereitzustellen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eDaten mit verbündeten Schiffen und Führungssystemen auszutauschen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie große Reichweite erlaubt es der Fregatte, nicht nur sich selbst, sondern einen weit auseinandergezogenen Verband zu schützen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eAPAR-Multifunktionsradar\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eErgänzt wird SMART-L durch das \u003cstrong\u003eActive Phased Array Radar – APAR\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Sachsen-Klasse war der erste deutsche Kriegsschiffstyp mit einem solchen Radar. Anders als ein klassisches rotierendes Radar besitzt APAR vier fest am Mast montierte Antennenflächen. Dadurch kann das System den Luftraum ohne mechanische Drehung rund um das Schiff überwachen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAPAR dient unter anderem:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder präzisen Zielverfolgung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Feuerleitung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Begleitung eigener Flugabwehrflugkörper,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Überwachung von See- und Luftzielen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Unterstützung mehrerer gleichzeitiger Bekämpfungsvorgänge.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDas Zusammenspiel von SMART-L und APAR ist ein Kernelement der Luftverteidigungsfähigkeit:\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSMART-L übernimmt die weitreichende Suche und Frühwarnung. APAR verfolgt ausgewählte Ziele mit hoher Genauigkeit und unterstützt die Bekämpfung.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eFührungs- und Waffeneinsatzsystem\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eAlle Informationen der Radar-, Sonar-, Aufklärungs- und Kommunikationsanlagen laufen im \u003cstrong\u003eFührungs- und Waffeneinsatzsystem\u003c\/strong\u003e zusammen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDieses verarbeitet:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eeigene Sensordaten,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eMeldungen verbündeter Schiffe,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eInformationen von Luftfahrzeugen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eDaten aus militärischen Kommunikationsnetzen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003etaktische Lageinformationen über und unter Wasser.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDas System erstellt daraus ein gemeinsames Lagebild und unterstützt die Besatzung bei der Bewertung möglicher Bedrohungen. Die Rechen- und Führungsfunktionen sind redundant auf mehrere Rechner verteilt, damit das Schiff auch bei technischen Ausfällen oder Gefechtsschäden handlungsfähig bleibt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Operationszentrale der Sachsen-Klasse gehört zu den größten der Deutschen Marine. Dort arbeiten im Gefechtsbetrieb zahlreiche Spezialisten für Radar, elektronische Kampfführung, Sonar, Navigation, Kommunikation und Waffeneinsatz zusammen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eVerbandsführung\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Klasse 124 ist nicht nur für die eigene Gefechtsführung ausgelegt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDurch ihre leistungsfähigen Funk-, Satelliten- und Datenverbindungen können die Schiffe größere nationale oder multinationale Marineverbände führen. Dazu kann zusätzliches Stabspersonal eingeschifft werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Fregatte stellt dann unter anderem:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edas gemeinsame Lagebild,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie Kommunikation innerhalb des Verbandes,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie Koordination der Luftverteidigung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie Planung von Operationen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie Verbindung zu höheren NATO- oder EU-Führungsstellen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDiese Fähigkeit ist besonders bei ständigen NATO-Einsatzverbänden, Flugzeugträgerkampfgruppen und multinationalen Großübungen von Bedeutung.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eSeezielbekämpfung\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eZur Bekämpfung gegnerischer Überwasserschiffe verfügt die Sachsen-Klasse über Flugkörper des Typs \u003cstrong\u003eRGM-84 Harpoon\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Flugkörper werden aus zwei Vierfachstartern auf den Aufbauten verschossen. Sie besitzen eine Reichweite von mehr als 140 Kilometern und fliegen ihr Ziel in geringer Höhe über der Wasseroberfläche an.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDarüber hinaus kann das 76-Millimeter-Geschütz gegen kleinere und mittlere Seeziele eingesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003e76-Millimeter-Geschütz\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eAuf dem Vorschiff befindet sich ein \u003cstrong\u003e76-Millimeter-Compact-Geschütz\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eEs kann verwendet werden gegen:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eÜberwasserschiffe,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003ekleine schnelle Boote,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eLuftziele,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eZiele in Küstennähe.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Bundeswehr gibt die Reichweite mit mehr als 18 Kilometern an.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür die unmittelbare Abwehr kleiner Boote stehen zusätzlich zwei 27-Millimeter-Maschinenkanonen und mehrere schwere Maschinengewehre zur Verfügung.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eU-Boot-Jagd\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eObwohl die Luftverteidigung den Schwerpunkt bildet, besitzt die Sachsen-Klasse auch Fähigkeiten zur U-Boot-Jagd.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZur Ausstattung gehören:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eBugsonar DSQS-21Bmod,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eLeichtgewichtstorpedos MU90,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eTorpedorohre,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003ebis zu zwei Bordhubschrauber Sea Lynx Mk 88A.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDas Bugsonar sucht das Unterwassergebiet vor und um das Schiff nach möglichen U-Booten ab. Für die Bekämpfung können Torpedos direkt vom Schiff oder von eingeschifften Bordhubschraubern eingesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Bordhubschrauber vergrößern den U-Boot-Jagd-Radius erheblich. Sie können weit außerhalb der Reichweite des bordeigenen Sonars operieren und dort Tauchsonar, Sonarbojen und Torpedos einsetzen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIn gemischten Verbänden ergänzt die Sachsen-Klasse damit besonders die stärker auf U-Boot-Jagd spezialisierten Fregatten der Brandenburg-Klasse.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eBordhubschrauber\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDer Hangar bietet Platz für bis zu zwei Hubschrauber vom Typ \u003cstrong\u003eSea Lynx Mk 88A\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSie dienen unter anderem:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder U-Boot-Jagd,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Aufklärung von Seezielen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Zielzuweisung für Harpoon-Flugkörper,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edem Transport von Personal und Material,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Seenotrettung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Überwachung großer Seegebiete.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eFür den regulären Einsatz der Hubschrauber kommt zusätzliches Personal des Marinefliegerkommandos an Bord.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eElektronische Kampfführung und Selbstschutz\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Schiffe verfügen über Anlagen zur elektronischen Aufklärung und elektronischen Kampfführung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese Systeme können:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003efremde Radarsignale erkennen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003ederen Richtung bestimmen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003emögliche Bedrohungen klassifizieren,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eWarnungen an die Operationszentrale geben,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eGegenmaßnahmen unterstützen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eZur passiven Abwehr anfliegender Flugkörper besitzt die Klasse Täuschkörperwurfanlagen des Typs \u003cstrong\u003eMASS\u003c\/strong\u003e. Diese können je nach Bedrohung unterschiedliche Radar-, Infrarot- oder kombinierte Täuschkörper ausbringen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZiel ist, einen anfliegenden Flugkörper vom Schiff abzulenken oder seine Zielerfassung zu stören.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eAntrieb\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Sachsen-Klasse besitzt einen kombinierten Diesel- und Gasturbinenantrieb nach dem \u003cstrong\u003eCODAG-Prinzip\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür wirtschaftliche Marschfahrt stehen zwei Dieselmotoren zur Verfügung. Bei hohen Geschwindigkeiten kann zusätzlich eine Gasturbine zugeschaltet werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Gesamtleistung beträgt rund 38.300 Kilowatt beziehungsweise etwa 52.100 PS. Über zwei Propeller erreichen die Schiffe eine Höchstgeschwindigkeit von ungefähr 29 Knoten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese Antriebsform verbindet eine vergleichsweise wirtschaftliche Langstreckenfahrt mit der Möglichkeit, bei Bedarf schnell hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eBesatzung\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Sachsen-Klasse gehört zu den personalintensivsten Schiffstypen der Deutschen Marine.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie technische Übersicht der Bundeswehr nennt eine Stammbesatzung von etwa \u003cstrong\u003e214 Soldatinnen und Soldaten\u003c\/strong\u003e. Bei eingeschifften Bordhubschraubern kommen ungefähr 18 Angehörige der Marineflieger hinzu. Zusätzlich kann Stabs- oder Einsatzpersonal aufgenommen werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie vergleichsweise hohe Besatzungsstärke ergibt sich insbesondere aus:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder umfangreichen Operationszentrale,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eden komplexen Radar- und Flugabwehrsystemen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Fähigkeit zur Verbandsführung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edem Flugdienst,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder U-Boot-Jagd,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder technischen Betreuung der zahlreichen Anlagen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003ch2\u003eEinsätze und internationale Zusammenarbeit\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eSeit ihrer Indienststellung wurden die Schiffe weltweit eingesetzt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eTypische Aufgaben waren und sind:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eIntegration in ständige NATO-Marineverbände,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSchutz amerikanischer und französischer Flugzeugträger,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eAnti-Piraterie-Operationen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSeeraumüberwachung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eEmbargo- und Sicherungseinsätze,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eTeilnahme an internationalen Großübungen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eFührung multinationaler Marineverbände.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie HAMBURG und die HESSEN wurden mehrfach in Kampfgruppen amerikanischer Flugzeugträger integriert. Die SACHSEN nahm unter anderem an der EU-geführten Operation Atalanta zur Bekämpfung der Piraterie teil.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Klasse bewies dabei, dass deutsche Schiffe nicht lediglich Begleitschutz leisten, sondern zentrale Aufgaben bei der Luftverteidigung und taktischen Führung eines Verbandes übernehmen können.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eEUNAVFOR ASPIDES\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eEine besondere Bewährungsprobe stellte der Einsatz der HESSEN im Jahr 2024 bei \u003cstrong\u003eEUNAVFOR ASPIDES\u003c\/strong\u003e im Roten Meer dar.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Mission dient dem Schutz der internationalen Handelsschifffahrt vor Angriffen aus dem von den Huthi kontrollierten Teil des Jemen. Die Fregatte musste dort Handelsschiffe und den eigenen Verband vor Drohnen und Flugkörpern schützen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer Einsatz zeigte, dass die ursprünglich für die klassische Verbandsflugabwehr konzipierten Fähigkeiten der Klasse auch für die Abwehr moderner asymmetrischer Luftbedrohungen von hoher Bedeutung sind. Das SMART-L-Radar kann Ziele über große Entfernungen erfassen; SM-2, ESSM und RAM bieten unterschiedliche Bekämpfungsmöglichkeiten.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eBeitrag zur NATO-Raketenabwehr\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Klasse 124 soll auch einen Beitrag zur integrierten Luft- und Raketenabwehr der NATO leisten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eBei der Übung \u003cstrong\u003eFormidable Shield 2017\u003c\/strong\u003e wurde die SACHSEN in einen multinationalen Verband zur Abwehr ballistischer Flugkörper eingebunden. Ihre Aufgabe bestand dabei vor allem darin, den Verband gegen Flugzeuge und Seezielflugkörper zu schützen und mit ihren Sensoren zum gemeinsamen Lagebild beizutragen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür eine weitergehende Rolle als Frühwarn- und Zuweisungssensor gegen ballistische Flugkörper war beziehungsweise ist eine Modernisierung des SMART-L-Radars vorgesehen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Schiffe sollen ballistische Flugkörper früh erkennen und deren Flugbahn bestimmen können. Die eigentliche Bekämpfung könnte anschließend durch entsprechend ausgerüstete verbündete Schiffe oder landgestützte Systeme erfolgen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eModernisierungen und Obsoleszenzbeseitigung\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDa elektronische Systeme und Rechnertechnik wesentlich schneller veralten als die Schiffskörper, benötigt die Klasse umfangreiche Modernisierungen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZu den wichtigen Bereichen gehören:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eErneuerung des SMART-L-Radars,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eModernisierung des Führungs- und Waffeneinsatzsystems,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eErsatz veralteter Rechner und Kommunikationsanlagen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eAnpassung der elektronischen Kampfführung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eErhalt der Flugkörperfähigkeit,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eModernisierung der Senkrechtstartanlagen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eEinbindung in moderne NATO-Datennetze.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eBesonders bekannt wurde der Austausch der Senkrechtstartanlage auf der SACHSEN. Nach einem Munitionsunfall im Jahr 2018 wurde das betroffene Startsystem ersetzt. Ende 2023 meldete die Marine die erneute Einsatzbereitschaft des Schiffes mit der neuen Anlage.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eGrenzen der Klasse\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eTrotz ihrer hohen Leistungsfähigkeit ist die Sachsen-Klasse nicht unbegrenzt einsetzbar.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Schiffe besitzen lediglich 32 Zellen im Mk-41-Startsystem. Die Zahl der mitgeführten weitreichenden Flugabwehrflugkörper ist daher begrenzt. Bei intensiven Einsätzen hängt die Durchhaltefähigkeit stark von der tatsächlichen Beladung, der Bedrohungslage und der Verfügbarkeit von Nachschubflugkörpern ab.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZudem erreichen Schiffe, Sensoren und Waffen inzwischen ein Alter, das regelmäßige und teilweise umfangreiche Modernisierungen erforderlich macht.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Klasse wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts für damals erwartete Bedrohungen entwickelt. Drohnenschwärme, sehr schnelle Flugkörper und neue ballistische Bedrohungen stellen inzwischen zusätzliche Anforderungen an Sensorik, Bewaffnung und Munitionsvorrat.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eTechnische Daten\u003c\/h2\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eSchiffstyp:\u003c\/strong\u003e Luftverteidigungsfregatte\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eKlasse:\u003c\/strong\u003e Sachsen-Klasse\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eKlassenbezeichnung:\u003c\/strong\u003e Klasse 124 beziehungsweise F124\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eAnzahl der Einheiten:\u003c\/strong\u003e drei\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eHeimathafen:\u003c\/strong\u003e Wilhelmshaven\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eVerbandszugehörigkeit:\u003c\/strong\u003e 2. Fregattengeschwader, Einsatzflottille 2\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eLänge über alles:\u003c\/strong\u003e 143,0 Meter\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eBreite:\u003c\/strong\u003e 17,4 Meter\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eTiefgang:\u003c\/strong\u003e etwa 6,0 Meter\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eVerdrängung:\u003c\/strong\u003e etwa 5.800 Tonnen\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eAntrieb:\u003c\/strong\u003e CODAG\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eGasturbinen:\u003c\/strong\u003e eine\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eDieselmotoren:\u003c\/strong\u003e zwei\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eGesamtleistung:\u003c\/strong\u003e rund 38.300 Kilowatt beziehungsweise 52.100 PS\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003ePropeller:\u003c\/strong\u003e zwei\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eHöchstgeschwindigkeit:\u003c\/strong\u003e etwa 29 Knoten\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eStammbesatzung:\u003c\/strong\u003e rund 214 Personen\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003ezusätzliches Hubschrauberpersonal:\u003c\/strong\u003e etwa 18 Personen\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eBordhubschrauber:\u003c\/strong\u003e bis zu zwei Sea Lynx Mk 88A\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eWeitbereichsradar:\u003c\/strong\u003e SMART-L\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eMultifunktionsradar:\u003c\/strong\u003e APAR\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eBugsonar:\u003c\/strong\u003e DSQS-21Bmod\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eHauptgeschütz:\u003c\/strong\u003e ein 76-Millimeter-Compact-Geschütz\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eSenkrechtstartsystem:\u003c\/strong\u003e Mk 41 VLS mit 32 Zellen\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eweitreichende Flugabwehr:\u003c\/strong\u003e SM-2\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003emittlere Flugabwehr:\u003c\/strong\u003e ESSM\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eNahbereichsflugabwehr:\u003c\/strong\u003e zwei RIM-116-RAM-Starter\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eSeezielflugkörper:\u003c\/strong\u003e RGM-84 Harpoon\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eTorpedos:\u003c\/strong\u003e MU90\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eweitere Bewaffnung:\u003c\/strong\u003e zwei 27-Millimeter-Maschinenkanonen und schwere Maschinengewehre\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eTäuschkörpersystem:\u003c\/strong\u003e MASS\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003ch2\u003eEinheiten der Klasse\u003c\/h2\u003e\n\u003ch3\u003eF 219 SACHSEN\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie SACHSEN ist das Typschiff der Klasse und wurde am 4. November 2004 in Dienst gestellt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSie nahm an internationalen Übungen, NATO-Verbänden und der EU-Mission Atalanta teil. 2017 erprobte sie bei Formidable Shield die Zusammenarbeit innerhalb der NATO-Raketenabwehr. Nach dem Munitionsunfall von 2018 musste ihre Senkrechtstartanlage ersetzt werden. Seit Ende 2023 steht das Flugabwehrsystem wieder zur Verfügung.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eF 220 HAMBURG\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie HAMBURG wurde am 13. Dezember 2004 in Dienst gestellt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSie wurde mehrfach in multinationale Verbände integriert und übernahm unter anderem den Schutz amerikanischer Flugzeugträger. 2013 gehörte sie zur Kampfgruppe der USS DWIGHT D. EISENHOWER. Auch bei NATO-Übungen und Einsätzen stellte sie ihre Fähigkeiten zur Luftverteidigung und Verbandsführung unter Beweis.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eF 221 HESSEN\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie HESSEN wurde am 21. April 2006 als dritte Einheit der Klasse in Dienst gestellt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSie nahm mehrfach an amerikanischen Flugzeugträgerverbänden teil. Im Frühjahr 2024 wurde sie bei EUNAVFOR ASPIDES im Roten Meer eingesetzt und schützte dort die Handelsschifffahrt vor Drohnen- und Flugkörperangriffen. Dieser Einsatz gehört zu den bedeutendsten und gefährlichsten Einsätzen eines Schiffes der Deutschen Marine seit ihrer Gründung.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eAktueller Status\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eAlle drei Fregatten der Sachsen-Klasse befinden sich weiterhin im aktiven Dienst der Deutschen Marine und gehören zum 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDa es sich um aktive Schiffe handelt, entfallen in der Klassenbeschreibung Angaben zur Außerdienststellung und zum endgültigen Verbleib.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eHistorische Bedeutung\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Sachsen-Klasse markiert die Rückkehr der Deutschen Marine zur spezialisierten weiträumigen Luftverteidigung nach der Außerdienststellung der Lütjens-Klasse.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIhre Bedeutung liegt vor allem in der Verbindung mehrerer Fähigkeiten:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003egroßräumige Luftraumüberwachung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003egestaffelte Flugabwehr,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eFührung multinationaler Verbände,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSchutz von Flugzeugträgergruppen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSeezielbekämpfung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eU-Boot-Jagd,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eweltweite Einsatzfähigkeit.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Einsätze in amerikanischen Flugzeugträgerkampfgruppen zeigen die hohe internationale Anerkennung der Schiffe. Der Einsatz der HESSEN im Roten Meer machte gleichzeitig deutlich, dass moderne Luftverteidigungsfregatten nicht mehr nur gegen klassische Kampfflugzeuge und Seezielflugkörper eingesetzt werden. Auch Drohnen, asymmetrische Angriffe und ballistische Bedrohungen bestimmen zunehmend ihr Aufgabenbild.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Klasse 124 steht damit zwischen zwei Epochen:\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSie wurde als moderner Nachfolger der Luftverteidigungszerstörer des Kalten Krieges entworfen. Heute muss sie zugleich den Anforderungen einer neuen Phase der Landes- und Bündnisverteidigung sowie realer Flugkörper- und Drohnenbedrohungen gerecht werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie drei Schiffe SACHSEN, HAMBURG und HESSEN gehören deshalb weiterhin zu den militärisch wichtigsten und kampfstärksten Einheiten der Deutschen Marine.\u003c\/p\u003e","products":[],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0268\/3138\/8747\/collections\/Kachel_Sachsen-Klasse_d3a4b83b-3291-4f27-abc3-83845096ff33.png?v=1784007223","url":"https:\/\/shop.meinemarine.de\/collections\/fregatten-klasse-124-sachsen-klasse.oembed","provider":"MeineMarine ","version":"1.0","type":"link"}