{"title":"Fregatte 124 SACHSEN-Klasse","description":"\u003ch2\u003eFregatten 124 SACHSEN-Klasse\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie drei Fregatten der \u003cstrong\u003eSachsen-Klasse, Klasse 124\u003c\/strong\u003e, gehören zu den leistungsfähigsten Überwassereinheiten der Deutschen Marine. Ihr besonderer Schwerpunkt liegt auf der \u003cstrong\u003eweiträumigen Luftraumüberwachung und der Flugabwehr zum Schutz eines gesamten Marineverbandes\u003c\/strong\u003e. Sie schützen dabei nicht nur das eigene Schiff, sondern können auch die Luftverteidigung multinationaler Einsatzgruppen übernehmen und koordinieren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Sachsen-Klasse wurde als Nachfolgerin der Zerstörer der Lütjens-Klasse entwickelt. Mit ihren leistungsfähigen Radar-, Führungs- und Flugabwehrsystemen übernimmt sie innerhalb der NATO die Rolle eines \u003cstrong\u003eMajor Air Defender\u003c\/strong\u003e. Darüber hinaus sind die Schiffe für die Seeraumüberwachung, den Geleitschutz, die Bekämpfung von See- und Unterwasserzielen sowie für Führungsaufgaben in nationalen und multinationalen Verbänden ausgerüstet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZur Sachsen-Klasse gehören:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eF 219 SACHSEN\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eF 220 HAMBURG\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eF 221 HESSEN\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003ch3\u003eEntwicklung und Indienststellung\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Klasse 124 entstand im Rahmen einer engen europäischen Zusammenarbeit bei der Entwicklung moderner Luftverteidigungsschiffe. Deutschland, die Niederlande und Spanien erarbeiteten gemeinsame technische Grundlagen, verwirklichten jedoch jeweils eigene Schiffsklassen. Aus diesem Programm gingen neben der deutschen Sachsen-Klasse auch die niederländische De-Zeven-Provinciën-Klasse und die spanische Álvaro-de-Bazán-Klasse hervor.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie deutschen Schiffe wurden als hochseefähige Mehrzweckfregatten mit einem klaren Schwerpunkt auf der Verbandsflugabwehr konzipiert. Das Typschiff \u003cstrong\u003eF 219 SACHSEN\u003c\/strong\u003e wurde am 4. November 2004 in Dienst gestellt. Es folgten \u003cstrong\u003eF 220 HAMBURG\u003c\/strong\u003e am 13. Dezember 2004 und \u003cstrong\u003eF 221 HESSEN\u003c\/strong\u003e am 21. April 2006.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eMit ihrer Indienststellung übernahm die Sachsen-Klasse die weiträumige Luftverteidigung innerhalb der Deutschen Marine und schloss damit die Lücke, die nach dem Ausscheiden der Lütjens-Klasse entstanden war.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eWeiträumige Luftverteidigung\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie zentrale Stärke der Sachsen-Klasse liegt in der Verbindung moderner Sensoren, leistungsfähiger Führungsanlagen und weitreichender Flugabwehrflugkörper.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Weitbereichsradar \u003cstrong\u003eSMART-L\u003c\/strong\u003e überwacht große Luft- und Seegebiete und kann zahlreiche Ziele gleichzeitig erfassen und verfolgen. Das Mehrzweckradar \u003cstrong\u003eAPAR\u003c\/strong\u003e übernimmt die präzise Zielverfolgung und Feuerleitung. Beide Systeme arbeiten eng mit der Operationszentrale und den Flugabwehrwaffen des Schiffes zusammen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDadurch kann eine Fregatte der Sachsen-Klasse frühzeitig ein umfassendes Luftlagebild erstellen, anfliegende Flugzeuge und Flugkörper erkennen, Bedrohungen bewerten und die Abwehrmaßnahmen eines gesamten Verbandes koordinieren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Schiffe sind außerdem in die Weiterentwicklung der NATO-Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Flugkörper eingebunden. Ihre Sensoren können weit entfernte Ziele frühzeitig erfassen und die gewonnenen Daten an andere Einheiten und Führungsstellen weitergeben.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eBewaffnung und Einsatzmittel\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Bewaffnung der Sachsen-Klasse ist auf die Bekämpfung von Luft-, See- und Unterwasserzielen ausgerichtet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIm Vorschiffsbereich befindet sich eine senkrechte Startanlage für Flugabwehrflugkörper. Sie ermöglicht den Einsatz von Flugkörpern unterschiedlicher Reichweite und bildet das Herzstück der Verbandsflugabwehr.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZur Bewaffnung gehören unter anderem:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eFlugabwehrflugkörper für mittlere und größere Entfernungen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edas Nahbereichsverteidigungssystem \u003cstrong\u003eRAM\u003c\/strong\u003e,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSeezielflugkörper,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eein 76-mm-Mehrzweckgeschütz,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003ezwei 27-mm-Leichtgeschütze,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eTorpedorohre für leichte U-Jagd-Torpedos,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eTäuschkörperanlagen und Systeme zur elektronischen Kampfführung.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Kombination dieser Systeme erlaubt es den Schiffen, mehrere Bedrohungen gleichzeitig zu bekämpfen. Neben der weiträumigen Luftverteidigung können sie Seeziele angreifen, U-Boote bekämpfen und sich gegen Flugkörper oder kleinere asymmetrische Bedrohungen schützen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eBordhubschrauber\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Fregatten verfügen über ein großes Flugdeck und einen Hangar für bis zu zwei Bordhubschrauber. Diese erweitern den Einsatzradius des Schiffes erheblich.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Hubschrauber unterstützen unter anderem bei:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder U-Boot-Jagd,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Seeraumüberwachung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Aufklärung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edem Personen- und Materialtransport,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSuch- und Rettungsaufgaben,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eBoarding- und Sicherungseinsätzen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDurch den Einsatz der Bordhubschrauber kann die Fregatte Kontakte weit außerhalb der Reichweite ihrer schiffseigenen Sensoren aufklären und verfolgen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eAntrieb und Seefähigkeit\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Sachsen-Klasse verfügt über einen kombinierten Diesel- und Gasturbinenantrieb nach dem \u003cstrong\u003eCODAG-Prinzip – Combined Diesel and Gas\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür wirtschaftliche Marschfahrt nutzt das Schiff seine Dieselmotoren. Bei höherem Leistungsbedarf wird zusätzlich die Gasturbine eingesetzt. Dadurch verbindet die Klasse eine große Reichweite mit einer hohen Geschwindigkeit von mehr als 29 Knoten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eMit einer Länge von rund 143 Metern, einer Breite von etwa 17,4 Metern und einer Verdrängung von ungefähr 5.800 Tonnen sind die Schiffe für lang andauernde Einsätze auf hoher See ausgelegt. Ihre Größe ermöglicht die Unterbringung umfangreicher Führungs-, Sensor- und Waffensysteme sowie zusätzlicher Einsatzkräfte.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eDienst in Wilhelmshaven\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie drei Fregatten sind in \u003cstrong\u003eWilhelmshaven\u003c\/strong\u003e beheimatet und gehören zum \u003cstrong\u003e2. Fregattengeschwader\u003c\/strong\u003e der Einsatzflottille 2.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eGemeinsam mit weiteren hochseefähigen Einheiten der Deutschen Marine nehmen sie an nationalen und internationalen Übungen, NATO-Verbänden, Geleitschutzaufgaben und weltweiten Einsätzen teil.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAufgrund ihrer besonderen Fähigkeit zur Luftverteidigung werden die Schiffe häufig dort eingesetzt, wo größere multinationale Verbände geschützt und geführt werden müssen. Sie können dabei als Führungsplattform dienen, das gemeinsame Luftlagebild erstellen und die Verteidigung mehrerer Schiffe koordinieren.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eEinsätze und internationale Zusammenarbeit\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Fregatten der Sachsen-Klasse dienen regelmäßig als Führungs-, Begleit- und Luftverteidigungsschiffe in nationalen und multinationalen Verbänden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSie begleiten Einsatzgruppen und Flugzeugträgerverbände, sichern wichtige Seegebiete und nehmen an umfangreichen Luftverteidigungs- und Flottenübungen teil. Dabei arbeiten sie eng mit Schiffen, Flugzeugen und Führungsstellen verbündeter Nationen zusammen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIhre besondere Bedeutung zeigt sich vor allem dann, wenn viele Einheiten unterschiedlicher Nationen gemeinsam operieren. Die Sensoren und Führungsmittel der Sachsen-Klasse ermöglichen es, Informationen zusammenzuführen, ein gemeinsames Lagebild aufzubauen und Abwehrmaßnahmen innerhalb des Verbandes abzustimmen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Schiffe sind damit nicht nur einzelne Kampfeinheiten, sondern zentrale Bestandteile eines vernetzten multinationalen Einsatzverbandes.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eTechnische Daten der Sachsen-Klasse\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eSchiffstyp:\u003c\/strong\u003e Mehrzweckfregatte mit Schwerpunkt Verbandsflugabwehr\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eKlasse:\u003c\/strong\u003e 124\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eEinheiten:\u003c\/strong\u003e 3\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eLänge:\u003c\/strong\u003e etwa 143 Meter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBreite:\u003c\/strong\u003e etwa 17,4 Meter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eVerdrängung:\u003c\/strong\u003e rund 5.800 Tonnen\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eAntrieb:\u003c\/strong\u003e kombinierter Diesel- und Gasturbinenantrieb, CODAG\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eGeschwindigkeit:\u003c\/strong\u003e mehr als 29 Knoten\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBesatzung:\u003c\/strong\u003e rund 230 Soldatinnen und Soldaten, zuzüglich eingeschiffter Kräfte\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBordhubschrauber:\u003c\/strong\u003e bis zu zwei\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eHeimathafen:\u003c\/strong\u003e Wilhelmshaven\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eVerband:\u003c\/strong\u003e 2. Fregattengeschwader\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eHauptauftrag:\u003c\/strong\u003e Verbandsflugabwehr, Luftraumüberwachung, Geleitschutz und Seeraumkontrolle\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eVon Kameraden für Kameraden\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Fregatten der Sachsen-Klasse stehen für moderne Hochseefahrt, anspruchsvolle Technik und das enge Zusammenspiel aller Bereiche an Bord. Ihre Leistungsfähigkeit entsteht nicht allein durch Radar, Flugkörper und Führungsanlagen, sondern vor allem durch die Kameradinnen und Kameraden, die diese Systeme rund um die Uhr bedienen und gemeinsam Verantwortung für Schiff und Besatzung tragen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eOb auf der Brücke, in der Operationszentrale, im Maschinenraum, auf dem Flugdeck oder in den technischen und seemännischen Abschnitten – jeder Einzelne ist Teil eines hochkomplexen Gesamtsystems. Nur durch Ausbildung, Vertrauen und kameradschaftliche Zusammenarbeit kann eine Fregatte ihre umfangreichen Aufgaben erfüllen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eUnsere Artikel zur Sachsen-Klasse erinnern an drei markante Fregatten der Deutschen Marine und an die Kameraden, die auf ihnen fahren oder gefahren sind. Sie stehen für Einsatzbereitschaft, moderne Seemannschaft und eine Kameradschaft, die auch nach der gemeinsamen Fahrenszeit bestehen bleibt.\u003c\/p\u003e","products":[],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0268\/3138\/8747\/collections\/Kachel_Sachsen-Klasse.png?v=1781277616","url":"https:\/\/shop.meinemarine.de\/collections\/fregatte-124-sachsen-klasse.oembed","provider":"MeineMarine ","version":"1.0","type":"link"}