{"title":"Fregatte 123 BRANDENBURG-Klasse","description":"\u003ch2\u003eBrandenburg-Klasse – Fregatten der Klasse 123\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie vier Fregatten der \u003cstrong\u003eBrandenburg-Klasse\u003c\/strong\u003e, Klasse 123, gehören seit Mitte der 1990er-Jahre zu den wichtigsten Kampfschiffen der Deutschen Marine. Sie wurden als Nachfolger der Zerstörer der Hamburg-Klasse entwickelt und waren die ersten deutschen Kriegsschiffe, die von Beginn an als vielseitig einsetzbare Mehrzweckfregatten ausgelegt wurden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIhr besonderer Schwerpunkt liegt auf der \u003cstrong\u003eU-Boot-Jagd\u003c\/strong\u003e. Darüber hinaus können die Schiffe Seeziele bekämpfen, sich gegen Luftangriffe verteidigen, Seegebiete überwachen, Handelsschiffe schützen und Führungsaufgaben innerhalb multinationaler Marineverbände übernehmen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZur Brandenburg-Klasse gehören:\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eF 215 BRANDENBURG\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eF 216 SCHLESWIG-HOLSTEIN\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eF 217 BAYERN\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eF 218 MECKLENBURG-VORPOMMERN\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAlle vier Fregatten sind in Wilhelmshaven stationiert und gehören zum \u003cstrong\u003e2. Fregattengeschwader\u003c\/strong\u003e der Einsatzflottille 2.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eEntwicklung der Klasse 123\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eIn den 1980er-Jahren zeichnete sich ab, dass die drei Zerstörer der Hamburg-Klasse langfristig ersetzt werden mussten. Gleichzeitig benötigte die Bundesmarine größere und vielseitigere Schiffe, die moderne Sensoren, Flugkörper, Bordhubschrauber und Führungsmittel auf einer gemeinsamen Plattform vereinen konnten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie neue Klasse entstand auf Grundlage des deutschen Mehrzweckfregattenkonzeptes \u003cstrong\u003eMEKO\u003c\/strong\u003e. Dieses Bauprinzip erlaubte es, bestimmte Waffen-, Sensor- und Elektroniksysteme in weitgehend getrennten Modulen einzubauen. Dadurch sollten spätere Reparaturen, Modernisierungen und der Austausch einzelner Anlagen erleichtert werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Brandenburg-Klasse stellte gegenüber der älteren Bremen-Klasse einen deutlichen Entwicklungsschritt dar. Sie erhielt größere Aufbauten, verbesserte Führungs- und Kommunikationsanlagen, eine leistungsfähigere Flugabwehr und umfangreiche Einrichtungen für zwei Bordhubschrauber.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie vier Schiffe wurden zwischen 1994 und 1996 in Dienst gestellt:\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eBRANDENBURG – 1994\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eSCHLESWIG-HOLSTEIN – 1995\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBAYERN – 1996\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eMECKLENBURG-VORPOMMERN – 1996\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eMehrzweckfregatten mit Schwerpunkt U-Boot-Jagd\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eObwohl die Fregatten der Klasse 123 zahlreiche unterschiedliche Aufgaben erfüllen können, liegt ihr ursprünglicher und bis heute fortbestehender Schwerpunkt auf der Bekämpfung von U-Booten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZur Ortung getauchter U-Boote verfügen die Schiffe über ein im Vorschiff eingebautes Bugsonar. Die Reichweite der U-Boot-Jagd wird durch zwei Bordhubschrauber erheblich erweitert. Die ursprünglich eingesetzten \u003cstrong\u003eSea Lynx Mk 88A\u003c\/strong\u003e können mit Tauchsonar und Torpedos ausgerüstet werden und verdächtige Seegebiete weit entfernt vom Mutterschiff untersuchen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Fregatte koordiniert dabei die Sonarsuche des Schiffes und der Hubschrauber. Wird ein Unterwasserziel geortet, kann es mit leichten Torpedos vom Schiff oder von einem Bordhubschrauber bekämpft werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie ursprünglich vorgesehene Ausstattung mit einem weitreichenden Schleppsonar wurde aus Kostengründen zunächst nicht verwirklicht. Im Rahmen der gegenwärtigen Modernisierung soll die U-Boot-Jagdfähigkeit der Klasse erneuert und erweitert werden. Auch künftig sollen die vier Fregatten schwerpunktmäßig für die Unterwasserkriegführung eingesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eBewaffnung gegen Luftziele\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Brandenburg-Klasse war die erste Schiffsklasse der Deutschen Marine, die mit einer im Rumpf eingebauten Senkrechtstartanlage ausgerüstet wurde.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eVor der Brücke befindet sich ein \u003cstrong\u003eVertical Launching System Mk 41\u003c\/strong\u003e mit 16 Zellen. Aus diesen Zellen konnten ursprünglich Flugkörper des Typs NATO Sea Sparrow Missile zur Verteidigung gegen Flugzeuge und anfliegende Seezielflugkörper gestartet werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZur Nahbereichsverteidigung verfügen die Schiffe über zwei \u003cstrong\u003eRAM-Flugkörperstarter\u003c\/strong\u003e. Diese dienen vor allem als letzte Verteidigungslinie gegen anfliegende Flugkörper, können aber auch gegen Flugzeuge, Hubschrauber und kleinere Seeziele eingesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eErgänzt wird die Flugabwehr durch die Bordartillerie und leichte Rohrwaffen. Die Brandenburg-Klasse ist jedoch kein spezialisierter Verbandsflugabwehrer wie die spätere Sachsen-Klasse 124. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Selbstverteidigung und dem Schutz des unmittelbaren Nahbereichs.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eBekämpfung von Seezielen\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eFür die Bekämpfung größerer Überwasserziele waren die Schiffe ursprünglich mit französischen Seezielflugkörpern des Typs \u003cstrong\u003eExocet MM38\u003c\/strong\u003e ausgestattet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eNach dem Ende der Nutzungsdauer dieser Flugkörper erhielten die Fregatten vorübergehend Startanlagen für den amerikanischen \u003cstrong\u003eHarpoon\u003c\/strong\u003e. Im Zuge der Modernisierung ist die Integration des schwedisch-deutschen Seezielflugkörpers \u003cstrong\u003eRBS15 Mk3\u003c\/strong\u003e vorgesehen. Dieser Flugkörper kann nicht nur Schiffe auf große Entfernung bekämpfen, sondern grundsätzlich auch gegen ausgewählte Ziele an Land eingesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAuf dem Vorschiff befindet sich außerdem ein \u003cstrong\u003e76-mm-Geschütz\u003c\/strong\u003e. Es kann gegen See- und Luftziele sowie zur Bekämpfung von Küstenzielen eingesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZusätzliche leichte Geschütze und Maschinenwaffen dienen vor allem der Abwehr kleiner und schneller Boote, dem Eigenschutz in Häfen und der Unterstützung von Boardingoperationen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eZwei Bordhubschrauber\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eEin wesentliches Merkmal der Brandenburg-Klasse ist der große Hubschrauberbereich im Achterschiff.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eJede Fregatte verfügt über einen Flugdeck- und Hangarkomplex für zwei Bordhubschrauber. Die Sea Lynx wurden nicht nur für die U-Boot-Jagd eingesetzt, sondern auch für:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie See- und Luftraumüberwachung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eden Transport von Personal und Material,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie Suche und Rettung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie Unterstützung von Boardingteams,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eden Verwundetentransport,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie die Aufklärung außerhalb der Reichweite der Schiffssensoren.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Bordhubschrauber vergrößern den überwachten und beeinflussten Bereich einer Fregatte erheblich. Da sie unabhängig vom direkten Sicht- und Radarhorizont des Schiffes operieren können, gehören sie zu den wichtigsten Einsatzmitteln der Klasse.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eFührungsfähigkeit\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Fregatten verfügen über umfangreiche Funk-, Satelliten-, Datenübertragungs- und Führungssysteme. Dadurch können sie nicht nur als Einzelschiffe, sondern auch als Führungseinheiten in nationalen und multinationalen Verbänden eingesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Operationszentrale bildet das taktische Herz des Schiffes. Dort werden die Informationen der Radar-, Sonar-, Funk- und elektronischen Aufklärungssysteme zusammengeführt und zu einem gemeinsamen Lagebild verarbeitet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer Kommandant und seine Einsatzorganisation können von dort aus die eigenen Waffen, Hubschrauber und Sensoren führen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Schiffen und Luftfahrzeugen koordinieren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie gut ausgestatteten Fernmelde- und Datenübertragungsanlagen ermöglichen es den Schiffen zudem, zeitweise die Führung multinationaler Einsatzverbände zu übernehmen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eTechnische Daten\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eKlasse:\u003c\/strong\u003e 123\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eTyp:\u003c\/strong\u003e Mehrzweckfregatte\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eAnzahl:\u003c\/strong\u003e vier Schiffe\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eLänge:\u003c\/strong\u003e etwa 139 Meter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBreite:\u003c\/strong\u003e etwa 16,7 Meter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eTiefgang:\u003c\/strong\u003e ungefähr 6,3 Meter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eEinsatzverdrängung:\u003c\/strong\u003e etwa 4.900 Tonnen\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eHöchstgeschwindigkeit:\u003c\/strong\u003e rund 29 Knoten\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBesatzung:\u003c\/strong\u003e ursprünglich etwa 214 Soldaten, abhängig von Einsatz, Umbauzustand und eingeschifften Kräften\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBordhubschrauber:\u003c\/strong\u003e bis zu zwei\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eHauptaufgabe:\u003c\/strong\u003e U-Boot-Jagd.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eAntrieb\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Brandenburg-Klasse besitzt einen kombinierten Diesel- und Gasturbinenantrieb.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür wirtschaftliche Marschfahrt werden Dieselmotoren eingesetzt. Werden hohe Geschwindigkeiten benötigt, kann zusätzlich eine Gasturbine zugeschaltet werden. Dieses sogenannte CODOG-System verbindet eine große Reichweite bei normaler Marschfahrt mit der Fähigkeit, kurzfristig Geschwindigkeiten von etwa 29 Knoten zu erreichen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Leistung wird über zwei Wellen auf Verstellpropeller übertragen. Die Fregatten verfügen außerdem über Einrichtungen, die das Manövrieren in Häfen und engen Gewässern unterstützen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eSensoren und elektronische Kampfführung\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eZur ursprünglichen Ausstattung gehörten verschiedene Radar- und Feuerleitanlagen für die Überwachung des See- und Luftraums. Hinzu kamen das Bugsonar, Navigationsradare, elektronische Aufklärungssysteme sowie Anlagen zur Erkennung und Abwehr gegnerischer Radar- und Flugkörpersysteme.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eTäuschkörperwerfer können Radar- und Infrarottäuschkörper ausbringen, um anfliegende Flugkörper von ihrem Ziel abzulenken. Ergänzt werden diese Einrichtungen durch elektronische Gegenmaßnahmen und ein geschlepptes Torpedotäuschsystem.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Sensoren und Waffensysteme waren bei der Indienststellung modern, sind nach rund drei Jahrzehnten jedoch teilweise technisch und logistisch überaltert. Ersatzteile sind zunehmend schwer zu beschaffen, während Rechenleistung und Softwarearchitektur den heutigen Anforderungen nicht mehr vollständig entsprechen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eModernisierung und Nutzungsdauerverlängerung\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDamit die vier Fregatten weiterhin eingesetzt werden können, wird die Klasse umfassend modernisiert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIm Mittelpunkt stehen ein neues Führungs- und Waffeneinsatzsystem, moderne Radaranlagen, neue Feuerleitgeräte sowie erneuerte Navigations-, Kommunikations- und Datenverarbeitungssysteme.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAls neues Führungs- und Waffeneinsatzsystem ist das schwedische \u003cstrong\u003eSaab 9LV\u003c\/strong\u003e vorgesehen. Hinzu kommen moderne Radaranlagen der Sea-Giraffe-Familie und neue CEROS-Feuerleitgeräte. Auch die Navigationssysteme werden erneuert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Modernisierung soll die technische Nutzbarkeit der Schiffe verlängern und zugleich ihre Fähigkeit zur U-Boot-Jagd, Seezielbekämpfung und Selbstverteidigung erhalten beziehungsweise verbessern.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eNach dem aktuellen Planungsstand soll dabei eine hohe Systemverwandtschaft zu zukünftigen deutschen Fregatten erreicht werden. Dies betrifft insbesondere Führungs-, Sensor- und U-Boot-Jagdsysteme.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Arbeiten sind umfangreich, da nicht nur einzelne Geräte ausgetauscht werden. Große Teile der elektronischen Architektur, der Verkabelung, der Konsolen und der Verarbeitungssysteme müssen erneuert oder angepasst werden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eEinsatzgeschichte der Klasse\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eSeit ihrer Indienststellung nahmen die Fregatten der Brandenburg-Klasse an zahlreichen nationalen und multinationalen Übungen, NATO-Verbänden und Auslandseinsätzen teil.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSie wurden unter anderem eingesetzt bei:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Überwachung internationaler Seewege,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eEmbargo- und Sanktionskontrollen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003emaritimen Sicherungsoperationen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Terrorismusbekämpfung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Piraterieabwehr,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Unterstützung internationaler Friedensmissionen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eder Begleitung von Handelsschiffen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie in den ständigen Marineverbänden der NATO.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Fregatten operierten im Atlantik, in Nord- und Ostsee, im Mittelmeer, am Horn von Afrika, im Indischen Ozean und im Indo-Pazifik.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDabei zeigte sich, dass die Klasse trotz ihres ursprünglichen Schwerpunktes auf der U-Boot-Jagd für sehr unterschiedliche Aufgaben eingesetzt werden konnte.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eDienst in den NATO-Verbänden\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie vier Fregatten gehörten wiederholt zu den ständigen maritimen Einsatzverbänden der NATO.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eInnerhalb dieser Verbände übernahmen sie Aufgaben bei der Seeüberwachung, U-Boot-Jagd, Verbandsführung und Sicherung. Aufgrund ihrer Führungs- und Kommunikationseinrichtungen konnten Einheiten der Klasse auch als Flaggschiff eines multinationalen Verbandes eingesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Einsatzgebiete umfassten unter anderem die Ostsee, Nordsee, den Nordatlantik, das Mittelmeer und angrenzende Seegebiete.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie MECKLENBURG-VORPOMMERN wurde beispielsweise 2023 als Bestandteil der besonders schnell verfügbaren NATO-Eingreifkräfte an der Nordflanke eingesetzt.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eBesondere internationale Fahrten\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eNeben den regulären Einsatzverpflichtungen absolvierten die Fregatten auch weitreichende Ausbildungs- und Präsenzfahrten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eBesondere Aufmerksamkeit erhielt die \u003cstrong\u003eBAYERN\u003c\/strong\u003e, als sie von August 2021 bis Februar 2022 eine rund siebenmonatige Fahrt in den Indo-Pazifik unternahm. Dabei lief sie Häfen in Europa, Asien, Australien und im amerikanischen Pazifikraum an und nahm an Übungen mit Partnernationen teil.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSolche Unternehmungen dienten nicht nur der Ausbildung der Besatzung. Sie sollten Deutschlands Interesse an freien Seewegen, internationaler Zusammenarbeit und einer regelbasierten maritimen Ordnung sichtbar machen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eHeimathafen Wilhelmshaven\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eAlle vier Fregatten der Klasse 123 sind in \u003cstrong\u003eWilhelmshaven\u003c\/strong\u003e beheimatet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer Marinestützpunkt Heppenser Groden ist der größte Stützpunkt der Deutschen Marine und beherbergt einen wesentlichen Teil ihrer Fregatten und Versorgungsschiffe.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Brandenburg-Klasse gehört zum \u003cstrong\u003e2. Fregattengeschwader\u003c\/strong\u003e der Einsatzflottille 2. Gemeinsam mit den Fregatten der Sachsen-Klasse bilden die Schiffe einen wichtigen Teil der hochseefähigen deutschen Flotte.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eBedeutung der Brandenburg-Klasse\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Fregatten der Brandenburg-Klasse markieren einen wichtigen Entwicklungsschritt im deutschen Marineschiffbau.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSie waren die ersten Mehrzweckfregatten der Deutschen Marine, die U-Boot-Jagd, Flugabwehr, Seezielbekämpfung, Führungsfähigkeit und den Einsatz von zwei Bordhubschraubern in dieser Form auf einer gemeinsamen Plattform vereinten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIhre Konstruktion bildete zugleich eine Grundlage für die späteren Fregatten der Sachsen-Klasse. Rumpfform, Antriebskonzept und zahlreiche konstruktive Erfahrungen wurden weiterentwickelt und an die spezialisierte Verbandsflugabwehr angepasst.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eMehr als drei Jahrzehnte nach der Indienststellung gehören BRANDENBURG, SCHLESWIG-HOLSTEIN, BAYERN und MECKLENBURG-VORPOMMERN weiterhin zum aktiven Bestand der Deutschen Marine. Die laufende Modernisierung soll sicherstellen, dass sie ihren Auftrag noch über viele weitere Jahre erfüllen können.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eKameraden für Kameraden\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eFür Tausende Soldatinnen und Soldaten waren und sind die vier Fregatten der Brandenburg-Klasse Arbeitsplatz, Zuhause und ein prägender Teil ihrer Marinezeit.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eLange Seewachen, U-Boot-Jagdübungen, Hubschrauberflugbetrieb, NATO-Verbände, monatelange Auslandseinsätze und die enge Zusammenarbeit aller Hauptabschnitte bestimmen den Alltag an Bord.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eHinter den modernen Sensoren, Flugkörpern und Führungsanlagen stehen Kameraden, die auf der Brücke, in der Operationszentrale, im Maschinenraum, auf dem Flugdeck, in den Werkstätten und in den Versorgungsbereichen ihren Dienst leisten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Produkte zur \u003cstrong\u003eBrandenburg-Klasse 123\u003c\/strong\u003e erinnern an vier vielseitige Fregatten der Deutschen Marine – und vor allem an die Kameradinnen und Kameraden, die auf ihnen gefahren sind und bis heute fahren.\u003c\/p\u003e","products":[],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0268\/3138\/8747\/collections\/Kachel_Brandenburg-Klasse.png?v=1781277590","url":"https:\/\/shop.meinemarine.de\/collections\/fregatte-123-brandenburg-klasse.oembed","provider":"MeineMarine ","version":"1.0","type":"link"}