Kategorie: Tender A68 WERRA

Tender A68 WERRA – Rhein-Klasse (Klasse 401)

Der Tender WERRA (A68) gehörte zur Rhein-Klasse und war über mehr als 26 Jahre ein unverzichtbarer Bestandteil der Deutschen Marine. Gebaut auf der Lindenau-Werft in Kiel, wurde er am 2. September 1964 in Dienst gestellt und am 21. März 1991 außer Dienst gestellt. Als Versorgungs- und Führungsschiff bildete die WERRA über Jahrzehnte das Rückgrat verschiedener Verbände der Flotte.

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Zunächst wurde die WERRA dem 7. Schnellbootgeschwader in Kiel-Wik zugeteilt. Dort unterstützte sie die Schnellboote der Zobel-Klasse und war zeitweise als Führungsschiff der Schnellbootflottille für den Kriegsfall vorgesehen. Im Jahr 1982 erfolgte die Verlegung zum Minenabwehrgeschwader Nordsee nach Wilhelmshaven. Nach der Auflösung dieses Truppenversuchsverbandes im Jahr 1984 wurde die WERRA dem 6. Minensuchgeschwader unterstellt und unterstützte dort die Hohlstablenkboote der TROIKA-Komponente bis zu ihrer Außerdienststellung.

Tender waren weit mehr als reine Versorgungsschiffe. Sie versorgten ihre Verbände mit Kraftstoff, Proviant, Munition und Ersatzteilen, verfügten über Werkstätten, medizinische Einrichtungen und boten den Besatzungen der unterstellten Boote eine schwimmende Heimat. Ohne die Tender wären längere Einsätze und Manöver kaum möglich gewesen.

Für Generationen von Besatzungsangehörigen war die WERRA weit mehr als nur ein Versorgungsschiff. Sie war schwimmende Werkstatt, Führungsplattform und Heimat auf Zeit. Viele Kameraden erinnern sich bis heute an lange Seefahrten, NATO-Manöver und die besondere Kameradschaft an Bord.

Technische Daten

  • Schiffstyp: Tender der Rhein-Klasse (Klasse 401)
  • Kennung: A68
  • Internationales Rufzeichen: DREF
  • Bauwerft: Lindenau-Werft, Kiel
  • Indienststellung: 2. September 1964
  • Außerdienststellung: 21. März 1991
  • Länge: 98,2 Meter
  • Breite: 11,8 Meter
  • Verdrängung: ca. 2.940 Tonnen
  • Antrieb: 6 Maybach-Dieselmotoren
  • Leistung: 14.400 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 20 Knoten
  • Besatzung: bis zu 132 Mann
  • Zugehörigkeit:
    • 7. Schnellbootgeschwader, Kiel (1964–1982)
    • Minenabwehrgeschwader Nordsee, Wilhelmshaven (1982–1984)
    • 6. Minensuchgeschwader, Wilhelmshaven (1984–1991)

Zu den bewegendsten Einsätzen der WERRA gehörte der September 1989. Nach dem Absturz des norwegischen Partnair-Fluges 394 im Skagerrak beteiligte sich der Tender gemeinsam mit dem Schulschiff DEUTSCHLAND und internationalen Rettungskräften an den Such- und Bergungsarbeiten. Für viele Besatzungsangehörige blieb dieser Einsatz mit der Bergung von 50 Opfern des Unglücks der traurigste und prägendste ihrer gesamten Dienstzeit.

Von Kameraden für Kameraden

Der Tender WERRA A68 war für viele Besatzungsangehörige weit mehr als ein Versorgungsschiff. Er war schwimmende Heimat, Treffpunkt und Mittelpunkt des Geschwaders. Hier wurde gearbeitet, gefeiert, gelacht und zusammen durch schwere Zeiten gegangen.

Ob bei NATO-Manövern, auf Ausbildungsreisen oder während der täglichen Routine – die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit an Bord verbinden bis heute Generationen von Werrafahrern.

Rufzeichen DREF. Heimat auf Zeit. Unzählige Erinnerungen.