Kategorie: Tender A67 MOSEL

Der Tender MOSEL (A67) gehörte zur Mosel-Klasse und war über fast drei Jahrzehnte ein unverzichtbarer Bestandteil der Minenstreitkräfte der Deutschen Marine. Das Schiff wurde ursprünglich auf der Schlieker-Werft in Hamburg gebaut. Nach deren Konkurs erfolgte die Fertigstellung bei Blohm + Voss in Hamburg. Am 8. Juni 1963 wurde die MOSEL in Dienst gestellt, am 28. Juni 1990 erfolgte die Außerdienststellung.

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Als Versorgungs- und Führungsschiff unterstützte die MOSEL die Minensuchverbände der Bundesmarine. Tender waren weit mehr als reine Versorgungsschiffe. Sie versorgten die ihnen unterstellten Boote mit Kraftstoff, Proviant, Munition und Ersatzteilen, verfügten über Werkstätten und medizinische Einrichtungen und bildeten für viele Besatzungen die eigentliche Heimat auf See. Ohne die Unterstützung der Tender wären längere Einsätze und Manöver kaum möglich gewesen.

Historisch gesichert ist die Zugehörigkeit der MOSEL zum 5. Minensuchgeschwader. Mit ihrer Indienststellung wurde sie dem Geschwader in Neustadt in Holstein zugeteilt. Nach der Verlegung des Verbandes im Jahr 1967 wechselte auch die MOSEL nach Olpenitz, wo sie bis zu ihrer Außerdienststellung verblieb.

Für Generationen von Besatzungsangehörigen war die MOSEL weit mehr als nur ein Versorgungsschiff. Sie war schwimmende Werkstatt, Führungsplattform und Heimat auf Zeit. Viele Kameraden erinnern sich bis heute an lange Seefahrten, NATO-Manöver und die besondere Kameradschaft an Bord.

Technische Daten

  • Schiffstyp: Tender der Mosel-Klasse (Klasse 402)
  • Kennung: A67
  • Bauwerft: Schlieker-Werft / Blohm + Voss, Hamburg
  • Indienststellung: 8. Juni 1963
  • Außerdienststellung: 28. Juni 1990
  • Länge: 98,2 Meter
  • Breite: 11,8 Meter
  • Verdrängung: ca. 2.900 Tonnen
  • Antrieb: dieselelektrisch
  • Höchstgeschwindigkeit: ca. 22 Knoten
  • Besatzung: bis zu 132 Mann
  • Geschwader: 5. Minensuchgeschwader
  • Heimathafen: Neustadt in Holstein, ab 1967 Olpenitz

Von Kameraden für Kameraden

Der Tender MOSEL A67 war für viele Besatzungsangehörige weit mehr als ein Versorgungsschiff. Er war schwimmende Heimat, Treffpunkt und Mittelpunkt des Geschwaders. Hier wurde gearbeitet, gefeiert, gelacht und Kameradschaft gelebt.

Ob in Neustadt oder später in Olpenitz – die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit an Bord verbinden bis heute Generationen von Moselfahrern. Für viele ehemalige Besatzungsangehörige bleibt die MOSEL ein unvergesslicher Teil ihrer Marinezeit.