{"title":"A1443 RHÖN","description":"\u003ch2\u003eA 1443 RHÖN – Betriebsstofftransporter der Klasse 704\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie \u003cstrong\u003eA 1443 RHÖN\u003c\/strong\u003e ist das Typschiff der aus zwei Einheiten bestehenden Rhön-Klasse, Klasse 704. Seit ihrer Indienststellung im Jahr 1977 versorgt sie deutsche und verbündete Marineschiffe während der Fahrt mit Kraftstoff, Frischwasser und Schmierstoffen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eMehr als vier Jahrzehnte lang gehörte die RHÖN zu den wichtigsten schwimmenden Tankstellen der Bundesmarine und später der Deutschen Marine. Sie unterstützte nationale und multinationale Marineverbände in Nord- und Ostsee, im Atlantik, im Mittelmeer und in weiteren internationalen Einsatzgebieten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Schiff wird von einer zivilen Besatzung gefahren. Bei Einsätzen in gefährdeten Seegebieten können zusätzlich militärische Sicherungskräfte eingeschifft werden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eVon der OKENE zur RHÖN\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie spätere RHÖN wurde ursprünglich als ziviler Tanker unter dem Namen \u003cstrong\u003eOKENE\u003c\/strong\u003e gebaut.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Schiff entstand auf der Kröger-Werft in Rendsburg und war für eine dänische Reederei vorgesehen. Es sollte unter liberianischer Flagge im internationalen Tankerverkehr eingesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eGemeinsam mit dem Schwesterschiff OKAPI wurde die OKENE jedoch bereits nach kurzer Zeit zum Verkauf angeboten. Die Bundesmarine erwarb beide Schiffe am 18. März 1976 und ließ sie für die militärische Versorgung auf See umbauen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie ehemalige OKENE wurde am \u003cstrong\u003e23. September 1977\u003c\/strong\u003e unter dem Namen RHÖN und mit der Kennung \u003cstrong\u003eA 1443\u003c\/strong\u003e in Dienst gestellt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZur Rhön-Klasse gehören:\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eA 1442 SPESSART\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eA 1443 RHÖN\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie beiden Schiffe wurden nach den deutschen Mittelgebirgen Spessart und Rhön benannt.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eAuftrag als Betriebsstofftransporter\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Hauptaufgabe der RHÖN besteht in der Versorgung von Marineschiffen mit flüssigen Betriebsstoffen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDazu gehören insbesondere:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSchiffsdieselkraftstoff,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eFlugkraftstoff,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSchmierstoffe,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie Frischwasser.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eFregatten, Zerstörer und andere Einheiten können ihre Vorräte während der Fahrt ergänzen. Dadurch müssen sie ihr Einsatzgebiet nicht für jeden Tankvorgang verlassen und können wesentlich länger in See bleiben.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer Betriebsstofftransporter erhöht damit die Reichweite und Durchhaltefähigkeit eines gesamten Marineverbandes. Ohne eine regelmäßige Versorgung auf See müssten Kampfschiffe deutlich häufiger einen Hafen anlaufen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eVersorgung auf See\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eBei einem Versorgungsmanöver fahren die RHÖN und das zu versorgende Schiff mit möglichst gleicher Geschwindigkeit auf parallelem Kurs.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZwischen beiden Einheiten werden Leinen und Versorgungsschläuche ausgebracht. Der eigentliche Schlauch wird über eine Hochleine zum Empfängerschiff geführt und dort angeschlossen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAnschließend kann der Kraftstoff von den Tanks der RHÖN zum anderen Schiff gepumpt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eWährend des gesamten Vorgangs müssen Kurs, Geschwindigkeit und Abstand möglichst genau eingehalten werden. Wind, Seegang, Strömung und die gegenseitige Sogwirkung der beiden Schiffe erschweren das Manöver.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Brückenbesatzungen, das Maschinenpersonal und die Arbeitsgruppen an den Versorgungsstationen müssen eng zusammenarbeiten. Bereits geringe Kursabweichungen können die Schläuche und Verbindungseinrichtungen stark belasten.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eVorbereitung eines Versorgungsmanövers\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Vorbereitung einer Versorgung auf See beginnt lange vor dem eigentlichen Anschließen der Schläuche.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZunächst werden Kraftstoffart und benötigte Menge festgelegt. Pumpen, Leitungen, Ventile und Schläuche müssen kontrolliert werden. Außerdem werden der vorgesehene Kurs, die Geschwindigkeit und die Seite bestimmt, an der das Empfängerschiff längsseits gehen soll.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAuf beiden Schiffen werden Arbeitsgruppen bereitgestellt. Dazu gehören unter anderem:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eBediener der Leinen und Hochleinen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003ePersonal an den Schlauchanschlüssen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003ePumpenbediener,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eBeobachter und Sicherheitsposten,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eAngehörige der Brandabwehr,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie Verbindungspersonal zur Brücke und zur Maschine.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eWährend der Übergabe werden Pumpendruck, Durchflussmenge und Füllstände ständig überwacht.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eNach Abschluss des Tankvorgangs werden die Leitungen geleert, die Schläuche getrennt und die Verbindungen zwischen den Schiffen in einer festgelegten Reihenfolge eingeholt.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eVersorgungskapazität\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN kann große Mengen flüssiger Versorgungsgüter transportieren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZu ihren Kapazitäten gehören ungefähr:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e10.400 Kubikmeter Kraftstoff,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003erund 200 Kubikmeter Frischwasser,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003e55 Fässer Schmieröl,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie Stellplätze für zwei Standardcontainer.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eIn älteren Darstellungen wird die gesamte Tankkapazität häufig mit rund 11.500 Kubikmetern angegeben. Die tatsächlich nutzbare Beladung hängt von der Aufteilung der Tanks, der Kraftstoffart und dem jeweiligen Einsatzauftrag ab.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Tanks sind in mehrere Bereiche unterteilt. Dadurch können unterschiedliche Betriebsstoffe getrennt voneinander transportiert und abgegeben werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003ePumpen, Rohrleitungen und Ventilsysteme ermöglichen es, die Ladung gezielt an andere Einheiten zu übergeben.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eKraftstoff als empfindliche Ladung\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDer Transport großer Mengen Kraftstoff stellt besondere Anforderungen an Besatzung und Technik.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Tanks, Leitungen und Pumpen müssen regelmäßig kontrolliert und instand gehalten werden. Undichtigkeiten können nicht nur die Versorgung gefährden, sondern auch erhebliche Brand- und Umweltrisiken verursachen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eWährend der Übernahme und Abgabe von Kraftstoff gelten deshalb strenge Sicherheitsbestimmungen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDazu gehören:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edas Vermeiden von Zündquellen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie Überwachung der Tankentlüftung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie Bereitstellung von Feuerlöschmitteln,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003edie Kontrolle sämtlicher Schlauchverbindungen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie die ständige Beobachtung der Wasseroberfläche auf mögliche Kraftstoffaustritte.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eFür Notfälle stehen Absperrmöglichkeiten zur Verfügung, mit denen Pumpen und Leitungen schnell gestoppt werden können.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eTechnische Daten\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eKennung:\u003c\/strong\u003e A 1443\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eName:\u003c\/strong\u003e RHÖN\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eKlasse:\u003c\/strong\u003e 704\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eKlassenbezeichnung:\u003c\/strong\u003e Rhön-Klasse\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eTyp:\u003c\/strong\u003e Betriebsstofftransporter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eFrüherer Name:\u003c\/strong\u003e OKENE\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBauwerft:\u003c\/strong\u003e Kröger-Werft, Rendsburg\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBaujahr:\u003c\/strong\u003e 1974\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eErwerb durch die Bundesmarine:\u003c\/strong\u003e 18. März 1976\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eIndienststellung:\u003c\/strong\u003e 23. September 1977\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eLänge:\u003c\/strong\u003e 130,2 Meter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eBreite:\u003c\/strong\u003e 19,3 Meter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eTiefgang:\u003c\/strong\u003e rund 8,2 Meter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eVerdrängung:\u003c\/strong\u003e rund 14.200 Tonnen\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eAntrieb:\u003c\/strong\u003e ein Dieselmotor\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eGesamtleistung:\u003c\/strong\u003e rund 5.900 Kilowatt beziehungsweise 8.000 PS\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eAnzahl der Propeller:\u003c\/strong\u003e einer\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003ePropellertyp:\u003c\/strong\u003e Verstellpropeller\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eHöchstgeschwindigkeit:\u003c\/strong\u003e etwa 16 Knoten\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eKraftstoffkapazität:\u003c\/strong\u003e rund 10.400 Kubikmeter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eFrischwasserkapazität:\u003c\/strong\u003e rund 200 Kubikmeter\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eStammbesatzung:\u003c\/strong\u003e 42 zivile Besatzungsangehörige\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eZusätzliches Personal:\u003c\/strong\u003e bis zu 14 Personen\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eHeimathafen:\u003c\/strong\u003e Wilhelmshaven\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eVerband:\u003c\/strong\u003e Trossgeschwader\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eRufzeichen:\u003c\/strong\u003e DRKM\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eAntrieb\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN wird von einem Zwölfzylinder-Dieselmotor angetrieben.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Maschine leistet rund 8.000 PS und wirkt über eine einzelne Welle auf einen Verstellpropeller. Damit erreicht das Schiff eine Höchstgeschwindigkeit von ungefähr 16 Knoten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eBei einem Verstellpropeller können die Propellerblätter verändert werden. Dadurch lässt sich der erzeugte Schub anpassen, ohne die Drehrichtung des Motors wechseln zu müssen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese Technik erleichtert das Manövrieren und hilft dabei, während einer Versorgung auf See eine möglichst gleichmäßige Geschwindigkeit zu halten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür einen Betriebsstofftransporter ist nicht die höchste Geschwindigkeit entscheidend. Wichtiger sind:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eein wirtschaftlicher Dauerbetrieb,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eeine große Reichweite,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003ezuverlässige Maschinenanlagen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie die Fähigkeit, auch bei schwierigen Wetterbedingungen einen konstanten Kurs zu halten.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003ch3\u003eZivile Besatzung\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN wird von einer zivilen Marinebesatzung betrieben.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Besatzungsangehörigen sind Beschäftigte der Bundeswehr, jedoch keine Soldaten. Sie fahren unter der Bundesdienstflagge und nehmen mit ihrem Schiff an militärischen Übungen, NATO-Verbänden und internationalen Operationen teil.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZu den Aufgaben der zivilen Besatzung gehören:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSchiffsführung und Navigation,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eMaschinenbetrieb,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eWartung und Instandsetzung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eBedienung der Tank- und Pumpenanlagen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eVersorgung auf See,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eLade- und Containerarbeiten,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eBrand- und Leckabwehr,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie der allgemeine Bordbetrieb.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Stammcrew besteht aus rund 42 Personen. Damit betreibt eine vergleichsweise kleine Mannschaft ein mehr als 130 Meter langes Schiff mit umfangreichen Tank-, Pumpen- und Versorgungseinrichtungen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eJedes Besatzungsmitglied muss mehrere Aufgabenbereiche beherrschen. Gerade während eines Versorgungsmanövers werden nahezu alle verfügbaren Kräfte benötigt.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eMilitärische Sicherungskräfte\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eAls ziviler Betriebsstofftransporter besitzt die RHÖN keine fest eingerüstete schwere Schiffsbewaffnung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eBei Einsätzen in gefährdeten Seegebieten können jedoch bis zu 14 zusätzliche Personen eingeschifft werden. Dazu gehören insbesondere militärische Sicherungskräfte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese können das Schiff gegen Angriffe kleiner Boote oder andere Bedrohungen schützen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZur möglichen Ausrüstung gehören:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eHandwaffen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eschwere Maschinengewehre,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eBeobachtungs- und Kommunikationsmittel,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie tragbare Flugabwehrflugkörper des Typs Stinger.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eIn einem Marineverband übernehmen Fregatten und andere Kampfschiffe einen wesentlichen Teil des äußeren Schutzes. Der Betriebsstofftransporter bleibt dennoch ein besonders wichtiges Ziel, weil sein Ausfall die Versorgung des gesamten Verbandes beeinträchtigen kann.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eHeimathafen Wilhelmshaven\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN ist im Marinestützpunkt \u003cstrong\u003eWilhelmshaven\u003c\/strong\u003e beheimatet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSie gehört zum Trossgeschwader der Einsatzflottille 2. Dort sind die großen Versorgungsschiffe und weitere Unterstützungseinheiten der Deutschen Marine zusammengefasst.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eWährend das Schwesterschiff SPESSART lange Zeit von Kiel aus eingesetzt wurde, stellte die RHÖN die Betriebsstoffversorgung von Wilhelmshaven aus sicher.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Lage an der Nordsee ermöglicht einen schnellen Zugang zu den Übungs- und Einsatzgebieten im Nordatlantik, im Europäischen Nordmeer und in den westlichen Seegebieten Europas.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eEinsätze in NATO-Verbänden\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN nahm während ihrer langen Dienstzeit wiederholt an den ständigen Marineverbänden der NATO teil.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDazu gehörten insbesondere die:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eStanding NATO Maritime Group 1,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eStanding NATO Maritime Group 2,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eNATO Response Force,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie weitere zeitlich befristete multinationale Verbände.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN versorgte dabei deutsche und verbündete Schiffe mit Kraftstoff und Frischwasser.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIhre Einsatzgebiete reichten von Nord- und Ostsee über den Nordatlantik bis in das Mittelmeer.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Zusammenarbeit mit Schiffen unterschiedlicher Nationen erforderte einheitliche Verfahren, genaue Kommunikation und die Beherrschung internationaler NATO-Standards.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eZusammenstoß mit der USS HAYLER\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eAm \u003cstrong\u003e23. Oktober 1988\u003c\/strong\u003e kam es während eines Manövers zu einer Kollision zwischen der RHÖN und dem amerikanischen Zerstörer \u003cstrong\u003eUSS HAYLER\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer amerikanische Zerstörer wurde am Heck schwer beschädigt. Der Zwischenfall ereignete sich während enger Schiffsmanöver und zeigte die besonderen Risiken des Fahrens in einem Marineverband.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eBei Versorgungsmanövern und taktischen Übungen fahren große Schiffe teilweise über längere Zeit in geringem Abstand zueinander. Kurs- oder Geschwindigkeitsänderungen müssen deshalb genau abgestimmt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAuch die Sogwirkung zwischen zwei Schiffsrümpfen kann deren Verhalten beeinflussen und erfordert eine hohe Aufmerksamkeit der Brückenbesatzungen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eStanding NATO Maritime Group 2\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eVon September bis November 2007 unterstützte die RHÖN die \u003cstrong\u003eStanding NATO Maritime Group 2\u003c\/strong\u003e im Mittelmeer.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer Verband bestand aus Schiffen verschiedener NATO-Staaten und stand für Übungen, Krisenreaktionen und weitere maritime Aufgaben zur Verfügung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN stellte die Betriebsstoffversorgung der beteiligten Einheiten sicher. Dadurch konnten die Kampfschiffe länger in See bleiben und mussten seltener einen Hafen zum Bunkern anlaufen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Versorgung verbündeter Schiffe gehörte während der gesamten Dienstzeit zu den wichtigsten Aufgaben des Tankers.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eStanding NATO Maritime Group 1\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN gehörte mehrfach zur \u003cstrong\u003eStanding NATO Maritime Group 1\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDokumentierte Verwendungen fanden unter anderem statt:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003evon August bis November 2009,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003evon Januar bis März 2012,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003evon März bis Juni 2013,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie von März bis Juli 2020.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Standing NATO Maritime Group 1 operiert vor allem in Nord- und Ostsee, im Nordatlantik und im Europäischen Nordmeer.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN unterstützte den Verband durch die Versorgung mit Kraftstoff und Wasser und nahm zugleich an gemeinsamen Ausbildungs- und Manövervorhaben teil.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eBALTOPS\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN beteiligte sich mehrfach an der multinationalen Marineübung \u003cstrong\u003eBALTOPS\u003c\/strong\u003e in der Ostsee.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eBALTOPS gehört zu den größten regelmäßig stattfindenden Marineübungen im Ostseeraum. Schiffe, Flugzeuge und Landstreitkräfte zahlreicher NATO-Staaten und Partnernationen trainieren dabei das gemeinsame Handeln.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZu den Übungsinhalten gehören unter anderem:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eSeeraumüberwachung,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eU-Boot-Jagd,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eFlugabwehr,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eMinenabwehr,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eamphibische Operationen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eVersorgung auf See,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie die Führung multinationaler Verbände.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eIm Juni 2019 unterstützte die RHÖN die Übung BALTOPS und wurde dafür zeitweise nach Kiel verlegt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAuch im Jahr 2020 nahm der Betriebsstofftransporter an der Übung teil.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eVersorgung der Fregatte NORDRHEIN-WESTFALEN\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eWährend einer NATO-Verwendung im Jahr 2020 führte die RHÖN erstmals ein Versorgungsmanöver mit einer Fregatte der Klasse 125 durch.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDabei wurde die \u003cstrong\u003eF 223 NORDRHEIN-WESTFALEN\u003c\/strong\u003e auf See versorgt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie neuen Fregatten der Klasse 125 unterscheiden sich in Größe, Rumpfform und Manövrierverhalten deutlich von älteren Schiffsklassen. Solche ersten Versorgungsmanöver dienen deshalb auch dazu, Verfahren, Abstände und Geschwindigkeiten unter realistischen Bedingungen zu erproben.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür beide Besatzungen war die erfolgreiche Versorgung ein wichtiger Schritt zur vollständigen Einbindung der neuen Fregatten in nationale und multinationale Marineverbände.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eWeitere Ausbildungs- und Versorgungsfahrten\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eNeben großen NATO-Verwendungen absolvierte die RHÖN zahlreiche nationale Ausbildungsfahrten und Unterstützungsaufgaben.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDazu gehörten:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eVersorgung deutscher Fregatten und anderer Marineeinheiten,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eBegleitung von Einsatz- und Ausbildungsverbänden,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eTeilnahme an Geschwaderfahrten,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eErprobung neuer Versorgungsverfahren,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003eAusbildung eigener und verbündeter Besatzungen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie Hafenbesuche im europäischen Ausland.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eViele dieser Fahrten fanden außerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit statt. Für die Einsatzbereitschaft der beteiligten Schiffe waren sie dennoch von großer Bedeutung.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eTechnische Probleme der Rhön-Klasse\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDas hohe Alter der beiden Betriebsstofftransporter führte in den letzten Dienstjahren zunehmend zu technischen Problemen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIm Juni 2018 wurde beiden Schiffen der Rhön-Klasse vorübergehend die Betriebszulassung entzogen. Bei Überprüfungen waren erhebliche Mängel an Maschinenanlagen und weiteren sicherheitsrelevanten Bereichen festgestellt worden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eRHÖN und SPESSART mussten außerplanmäßig instand gesetzt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eNach umfangreichen Reparaturen konnten beide Schiffe wieder in den Fahrbetrieb zurückkehren. Die Maßnahmen verursachten jedoch hohe Kosten und zeigten deutlich, dass die beiden in den 1970er-Jahren gebauten Tanker das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht hatten.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eKritik des Bundesrechnungshofes\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDer Bundesrechnungshof kritisierte die hohen Kosten für die Instandsetzung und den Weiterbetrieb der alten Tanker.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür Reparaturen an RHÖN und SPESSART wurden erhebliche Haushaltsmittel aufgewendet, obwohl beide Schiffe bereits seit Jahrzehnten im Dienst standen und ein Ersatz erforderlich war.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Marine war dennoch auf die Tanker angewiesen. Ohne sie hätte Deutschland über längere Zeit keine ausreichende eigene Fähigkeit zur Betriebsstoffversorgung größerer Marineverbände besessen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN blieb deshalb nach ihrer Reparatur weiter in Fahrt und nahm erneut an NATO-Übungen und internationalen Verbänden teil.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eNachfolge durch die Klasse 707\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eAls Ersatz für RHÖN und SPESSART werden zwei neue Marinebetriebsstoffversorger der \u003cstrong\u003eKlasse 707\u003c\/strong\u003e gebaut.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Neubauten sollen wesentlich größer und leistungsfähiger werden. Sie sollen unter anderem:\u003c\/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003emehr Kraftstoff transportieren,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003ezwei Schiffe gleichzeitig versorgen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003ehöhere Geschwindigkeiten erreichen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003emoderne Umwelt- und Sicherheitsvorgaben erfüllen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003emilitärisches und ziviles Personal aufnehmen,\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cp\u003esowie besser gegen Bedrohungen geschützt werden können.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie Fertigstellung der neuen Tanker hat sich gegenüber den ursprünglichen Planungen verzögert. Die beiden Neubauten sollen voraussichtlich 2027 an die Marine übergeben werden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eEnde der Nutzungsdauer\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN gehört im Sommer 2026 weiterhin zum Bestand der Deutschen Marine.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Ende der vorgesehenen Nutzungsdauer der Rhön-Klasse ist für August 2026 erreicht. Bis zum Zulauf der neuen Betriebsstoffversorger muss die Marine den Übergang zwischen den alten und den neuen Schiffen sicherstellen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eOb die RHÖN unmittelbar nach Erreichen dieses Termins formell außer Dienst gestellt oder zunächst noch als Reserve beziehungsweise stationäre Unterstützungseinheit verwendet wird, ist noch nicht abschließend dokumentiert.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eAktueller Status\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eA 1443 RHÖN gehört zum Trossgeschwader und ist in Wilhelmshaven beheimatet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Schiff befindet sich am Ende einer außergewöhnlich langen Dienstzeit. Seit 1977 hat es deutsche und verbündete Marineeinheiten in zahlreichen Übungen und internationalen Verbänden mit Kraftstoff und Wasser versorgt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eMit dem Zulauf der Klasse 707 endet eine Epoche, in der die RHÖN und ihr Schwesterschiff SPESSART nahezu fünf Jahrzehnte lang die wesentliche deutsche Fähigkeit zur Betriebsstoffversorgung auf See sicherstellten.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eBedeutung der RHÖN\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN war nie ein Kampfschiff und stand nur selten im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIhre Leistung war dennoch für zahlreiche Einsätze unverzichtbar. Fregatten, Zerstörer und andere Einheiten konnten nur deshalb über längere Zeit in See bleiben, weil der Betriebsstofftransporter ihre Kraftstoffvorräte ergänzte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN unterstützte NATO-Verbände, Übungen und nationale Ausbildungsfahrten. Sie arbeitete mit Schiffen zahlreicher Nationen zusammen und trug über Jahrzehnte zur Einsatzfähigkeit deutscher und verbündeter Marineverbände bei.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZugleich steht sie für die besondere Arbeit der zivilen Marinebesatzungen. Diese fahren unter militärischen Einsatzbedingungen, bedienen komplexe technische Anlagen und übernehmen Verantwortung für ein Schiff mit Tausenden Kubikmetern Kraftstoff an Bord.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eKameraden für Kameraden\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie RHÖN war über Jahrzehnte die schwimmende Tankstelle ganzer Marineverbände.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIhre zivile Besatzung hielt Maschine, Pumpen, Ventile und Tankanlagen einsatzbereit. Sie fuhr anspruchsvolle Versorgungsmanöver und sorgte dafür, dass Fregatten, Zerstörer und andere Schiffe ihren Auftrag fortsetzen konnten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Leben an Bord wurde von langen Seefahrtsabschnitten, technischen Wachen, Wartungsarbeiten und der Verantwortung für eine besonders empfindliche Ladung geprägt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie NATO-Verwendungen, die Übungen in Nord- und Ostsee, die Versorgung deutscher und verbündeter Schiffe und die jahrzehntelange Verbindung zu Wilhelmshaven gehören zur Geschichte dieses Tankers.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Produkte zur \u003cstrong\u003eA 1443 RHÖN\u003c\/strong\u003e erinnern an das Typschiff der Klasse 704 – und an alle zivilen und militärischen Besatzungsangehörigen, die seit 1977 auf ihm gefahren sind und für die Versorgung der Flotte gesorgt haben.\u003c\/p\u003e","products":[],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0268\/3138\/8747\/collections\/A1443_RHOeN.png?v=1785411139","url":"https:\/\/shop.meinemarine.de\/collections\/a1443-rhon.oembed","provider":"MeineMarine ","version":"1.0","type":"link"}